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WSBK nur zweite Liga? Superbike-WM für Alvaro Bautista "eine andere Liga"

Ex-Grand-Prix-Pilot Alvaro Bautista vergleicht das Leben in der MotoGP mit dem in der Superbike-WM und erkennt einige deutliche Unterschiede

(Motorsport-Total.com) - Das Fahrerlager der Motorrad-WM war jahrelang das zweite Zuhause von Alvaro Bautista. In der Saison 2002 debütierte der Spanier in der 125er-WM. Vier Jahre später gewann Bautista die 125er-WM. Nach drei Jahren in der 250er-WM führte sein Weg zu Suzuki in die MotoGP. Von 2010 bis 2018 war Bautista Stammpilot in der Königsklasse. Seit 2019 startet er in der Superbike-WM. Handelt es sich bei der WSBK tatsächlich nur um die zweite Liga im Motorrad-Rennsport, wie einige behaupten?

Alvaro Bautista

Alvaro Bautista musste sich erst an das Format der Superbike-WM gewöhnen Zoom

"Es ist nicht die zweite Liga. Es ist eine andere Liga", versucht Bautista die Situation im Exklusiv-Interview mit 'Motorsport-Total.com' zu erklären. "Die MotoGP ist die Königsklasse. Die Motorräder sind Prototypen. Dort entstehen die neuen Technologien. In der Superbike-WM verwenden wir Superbikes. Die neuen Technologien kommen hier später an."

"Das Leben in der Superbike-WM ist anders. Doch meine Arbeitsweise - bei der Vorbereitung Zuhause oder an der Rennstrecke - ist identisch", stellt der ehemalige MotoGP-Pilot klar. "Der einzige Unterschied ist, dass dieses Fahrerlager viel entspannter und zugänglicher ist. Es geht freundlicher zu, obwohl der Wettbewerb hart ist."

Mehr Druck in der MotoGP, anstrengendere Wochenenden in der WSBK

"In der MotoGP gibt es mehr Druck. Es geht immer um die Punkte", bemerkt Bautista, der in der MotoGP für Suzuki, Honda, Aprilia und Ducati fuhr. "Hier ist das entspannter. Man spürt weniger Druck", vergleicht er die Situation mit der Superbike-WM.

Alvaro Bautista

Suzuki holte Alvaro Bautista in der Saison 2010 in die MotoGP Zoom

Doch das Format der WSBK beschert den Fahrern viel Arbeit. "Die Renn-Wochenenden sind hier anstrengender. Es gibt ab Samstag einen engen Zeitplan mit Training, Superpole und Rennen. Das ist vor allem für den Kopf schwierig", erklärt Bautista.

"Wenn man am Samstag ein gutes Rennen fährt, dann kann man sich dennoch nicht entspannen, weil am Sonntag zwei weitere Rennen bevorstehen. Andererseits kann man ein schlechtes Samstags-Rennen am Folgetag etwas kompensieren", berichtet der Vize-Weltmeister der WSBK-Saison 2019.

Das fahrerische Niveau in der Superbike-WM gut genug?

Bei seinem WSBK-Debüt mit Ducati sorgte Bautista für Überraschungen und bestätigte die Kritiker der Superbike-WM, die der Serie kein hohes Niveau bescheinigen. Doch ganz so einfach ist die Rechnung nicht.

Alvaro Bautista

Alvaro Bautista dominierte die Superbike-WM zu Beginn der Saison 2019 Zoom

Bautista erklärt: "Als ich in die Superbike-WM kam, erhielt ich ein konkurrenzfähiges Motorrad, mit dem ich mein Potenzial zeigen konnte. Damit konnte ich um Siege kämpfen."

"Das Niveau der Fahrer ist hier ebenfalls sehr hoch. In der MotoGP gibt es vielleicht vier oder fünf absolute Spitzenfahrer. Ein Spitzenfahrer der Superbike-WM kann auch in der MotoGP um Top-5-Platzierungen kämpfen", ist Bautista nach drei Jahren in der seriennahen Meisterschaft überzeugt.

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