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WSBK Most Superpole: Rea knapp vorn, Fritz deutlich schneller als Folger

Kawasaki, Yamaha und Ducati stehen in Most in Startreihe eins - Marvin Fritz auf Startplatz zwölf - Jonas Folger kommt nicht über Startplatz 21 hinaus

(Motorsport-Total.com) - Superbike-Weltmeister Jonathan Rea hat sich in Most die sechste Pole in der laufenden Saison gesichert. Der Kawasaki-Pilot setzte in der Superpole seine Serie fort und steht am Nachmittag in Lauf eins auf Startplatz eins. Yamaha-Pilot Toprak Razgatlioglu und Ducati-Pilot Scott Redding komplettieren Reihe eins. Aus deutscher Sicht konnte sich erneut Gaststarter Marvin Fritz (YART-Yamaha) stärker in Szene setzen als Stammpilot Jonas Folger (Bonovo-BMW).

Jonathan Rea

Jonathan Rea startet auch in Most von der Poleposition Zoom

Scott Reddings FT3-Bestzeit war vor dem Start der Superpole die bis dahin schnellste Runde des Wochenendes. Am Samstagvormittag umrundete Redding das Autodrom Most im FT3 in 1:32.340 Minuten. Pünktlich um 11:10 Uhr nahmen die 23 Piloten die 15-minütige Superpole-Session auf. Der Asphalt hatte sich bereits auf über 30°C aufgewärmt.

Nicht alle Fahrer setzten bereits zu Beginn auf den extraweichen Qualifying-Reifen. Weltmeister Jonathan Rea ging mit einem SCX-Reifen auf die Strecke und hatte somit noch zwei Qualifying-Reifen übrig für die Zeitenjagd.

Spannender Schlagabtausch um die Bestzeit

Mit dem weichen Rennreifen setzte sich Rea zu Beginn der Superpole mit einer 1:32.594er-Runde an die Spitze. Yamaha-Pilot Andrea Locatelli unterbot diese Zeit wenig später bei seinem ersten Versuch mit dem Qualifying-Reifen um knapp drei Zehntelsekunden und übernahm mit einer 1:32.335er-Runde die Führung.


Fotos: Superbike-WM 2021: Most (Tschechien)


Ducati-Pilot Scott Redding unterbot die Zeit von Andrea Locatelli um 0,030 Sekunden und befand sich auf Pole-Kurs. Doch noch war das finale Wort noch nicht gesprochen. Jonathan Rea schraubte die Bestzeit beim ersten Versuch mit dem Qualifying-Reifen auf 1:32.120 Minuten herunter. BMW-Pilot Tom Sykes scheiterte bei seinem finalen Versuch nur um 0,053 Sekunden an der Zeit von Jonathan Rea und schob sich auf die provisorische zweite Position.

Yamaha-Pilot Toprak Razgatlioglu gelang beim finalen Versuch eine sehr gute Runde. Der Türke fuhr in 1:31.751 Minuten die erste 1:31er-Runde des Wochenendes. Scott Redding war ebenfalls mit absoluten Sektor-Bestzeiten unterwegs, musste seine Runde aber auf Grund gelber Flaggen abbrechen. Redding versuchte, eine zweite Runde mit dem Qualifying-Reifen zu fahren.

Jonathan Rea schob sich beim finalen Versuch mit einer 1:31.684er-Runde auf die erste Position und war damit 0,067 Sekunden schneller als Toprak Razgatlioglu. Scott Redding befand sich zu Beginn der finalen Runde auf Bestzeitkurs, verlor im finalen Sektor viel Zeit, weil der weiche Reifen abbaute. Seine Zeit reichte für Platz drei. Dennoch ärgerte sich der Brite über das schlechte Timing und die verpasste Pole.

Marvin Fritz deutlich schneller als Jonas Folger

Tom Sykes wurde in der Schlussphase auf die vierte Position durchgereicht. Der BMW-Pilot führt die zweite Startreihe an, in der auch Garrett Gerloff (GRT-Yamaha) und Andrea Locatelli (Yamaha) stehen. In Reihe drei folgt mit Leon Haslam die schnellste Honda. Komplettiert wird die dritte Startreihe durch Michael Ruben Rinaldi (Ducati) und Alex Lowes (Kawasaki).

Wildcard-Pilot Marvin Fritz (YART-Yamaha) beendete die Superpole auf Position zwölf. Der Deutsche lag 1,480 Sekunden zurück. Das teaminterne Duell mit Karel Hanika entschied Fritz knapp für sich. Landsmann Jonas Folger (Bonovo-BMW) kam nach dem Sturz im FT3 nicht über Startplatz 21 hinaus. Der Rückstand betrug 2,815 Sekunden.

Lauf eins wird am Samstagnachmittag um 14:00 Uhr gestartet (zur TV-Übersicht).