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Reifenschäden: Pirelli reagiert und sensibilisiert die Teams

Nach den Reifenschäden in Donington und Misano bringt Pirelli zwei neue Mischungen nach Laguna Seca und schreibt einen Minimal-Luftdruck vor

(Motorsport-Total.com) - Bei den beiden vergangenen Superbike-Rennwochenenden hielten die Pirelli-Hinterreifen den Belastungen nicht stand und verursachten einige gefährliche Zwischenfälle. Die schweren Stürze von Weltmeister Jonathan Rea in Donington und Yamaha-Pilot Michael van der Mark in Misano waren die Spitze des Eisbergs. Der Ausfall von BMW-Pilot Jordi Torres verlief weniger dramatisch, da frühzeitig erkannt wurde, dass der Hinterreifen beschädigt ist. Um nicht mehr Stürze zu riskieren, reagiert Pirelli und ändert die Strategie ab dem bevorstehenden Event in Laguna Seca. Es werden zwei neue Reifenmischungen präsentiert.

Pirelli

Die Hinterreifen kommen bei den über 220 PS starken Superbikes an ihre Grenzen Zoom

Bei Untersuchungen im Labor erkannte Pirelli, dass die Schäden durch starke Belastung verursacht wurden. Besonders in Misano wurden die Reifen durch die hohen Temperaturen an ihre Grenzen und darüber hinaus gebracht. Pirelli wird die Teams in Laguna Seca erneut sensibilisieren, die empfohlenen Luftdrücke nicht zu unterschreiten, um die Reifen nicht zu überfordern. Mindestens 1,65 bar sind hinten vorgeschrieben.

Pirelli-Rennsportchef Giorgio Barbier bemüht sich, das Ansehen des italienischen Reifenherstellers zu retten: "Ich denke, jeder hat erkannt, dass Pirelli die Reifen in der Superbike-WM in den vergangenen Jahren deutlich verbessern konnte. Es ist gut, wenn man sich vor Augen führt, dass wir Produkte verwenden, die man kaufen kann. Es sind nicht wie in der MotoGP Prototypen. Mit der Zeit stieg die Leistung der Motorräder deutlich an im Vergleich zur Vergangenheit", erklärt der Reifenexperte.


Fotos: Superbike-WM in Misano


"Je stärker die Reifen verbessert werden konnten, desto empfindlicher reagierten sie auf die kleinsten Änderungen, wie zum Beispiel den Reifendruck", bemerkt Barbier, der die Luftdrücke in Laguna Seca genau kontrollieren möchte: "Nach den Geschehnissen der beiden vergangenen Rennen trafen wir die Entscheidung, einen zusätzlichen Schritt bei der Entwicklung unserer Produkte einzubauen. Wir möchten neben der exzellenten Performance auch die maximale Haltbarkeit gewährleisten, was immer ein Merkmal unserer Reifen war."

Einfach wird es aber nicht, die Drücke zu messen: "In anderen Meisterschaften kann der Reifenhersteller die Drücke in Echtzeit überprüfen, da alle Maschinen mit Sensoren ausgerüstet sind. Dieses System ist für uns momentan nicht umsetzbar, da nicht jedes Team Sensoren für den Druck verwendet", bedauert der Pirelli-Verantwortliche.

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