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Ducati: Davies hat Melandri beim Test im Griff

Das Ducati-Werksteam testet drei Tage in Jerez, um sich für die Saison 2017 zu rüsten: Haben Chaz Davies und Marco Melandri wirklich die Karten aufgedeckt?

(Motorsport-Total.com) - Das Ducati-Werksteam nutzte vergangene Woche die Chance, um drei Tage lang in Jerez zu testen. Es war für Chaz Davies und Neuzugang Marco Melandri der zweite Nachsaisontest. In Aragon deckten die beiden Ducati-Piloten ihre Karten nicht auf und überließen den Kawasaki-Piloten die Bestzeiten. Und auch in Jerez zeigten Davies und Melandri nicht ihr wahres Potenzial.

Marco Melandri

Superbike-Rückkehrer Marco Melandri wirkt nach wie vor sehr motiviert Zoom

Beim abschließenden Test der Saison ging es hauptsächlich um Vergleiche verschiedener Motorversionen, Elektroniklösungen und Chassis-Updates. Ducati stellte eine neue Schwinge bereit und ließ die Piloten verschiedene Abstimmungen testen. Davies und Melandri nutzten die Chance, Erfahrungen im Nassen zu sammeln, denn während des Tests regnete es ab und zu. Davies verlor in Jerez vier Zehntelsekunden auf Weltmeister Jonathan Rea. Melandri verlor weitere sechs Zehntelsekunden.

Davies kam auf 184 Runden. "Es war ein guter Test. Wir hatten Glück mit dem Wetter. Unterm Strich waren wir ziemlich schnell und fuhren gute Rundenzeiten, wenn man bedenkt, dass sich unser Motorrad nicht großartig verändert hat. Dennoch waren wir verglichen mit dem Wintertest im Vorjahr und dem Rennwochenende schneller", berichtet der WM-Dritte, der beim Rennwochenende beide Läufe gewann.

"Ich fuhr noch nie unter 1:40 Minuten. Am Donnerstag kam ich auf eine 1:39.1-er Runde. Und trotzdem fühlt es sich an, als könnten wir uns noch um vier oder fünf Zehntelsekunden steigern", gesteht Davies. "Am finalen Tag drehte ich im Nassen viele Runden. Ich sammelte viele wertvolle Informationen, auch wenn sich die Bedingungen hier schlagartig ändern können. Nun arbeiten wir mit den neuen Teilen und tüfteln an der Balance. Unser Basispaket ist aber sehr solide."


Fotos: Superbike-WM-Test in Jerez


Melandri umrundete den Kurs in Jerez 161 Mal. "Ich bin zufrieden, wie der Test lief. Wir probierten verschiedene Updates für die 2017er-Version des Motorrads und spürten Fortschritte. Wir müssen aber vor allem im Nassen weitere Tests durchführen. Ich fühle mich Tag für Tag wohler auf der Panigale. Wir sind ziemlich schnell. Uns fehlt nicht viel zur Spitze", freut sich Melandri.

"Auf eine Runde liege ich noch etwas zurück. Mit neuen Reifen habe ich Schwierigkeiten, doch ich mag den Charakter der Maschine", schildert der Rückkehrer. "Wir möchten nun das Maximum aus dem Elektronikpaket holen, das sehr fortschrittlich ist. In der Winterpause werde ich hart trainieren. Im Januar werde ich meine erste Rennsimulation absolvieren, um für Phillip Island vorbereitet zu sein. Es wird nicht einfach, doch ich freue mich darauf."

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