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BMW S1000RR 2019: Auch mit hauseigener Elektronik konkurrenzfähig?

BMW bleibt seiner Philosophie in der WSBK-Saison treu: Markus Reiterberger ist überzeugt, dass die BMW-Elektronik auf dem Niveau von Magneti Marelli ist

(Motorsport-Total.com) - In den vergangenen Jahren kristallisierte sich heraus, dass die Elektronik der BMW S1000RR eine der Achillesversen ist. Althea schimpfte öffentlich auf die BMW-Philosophie, die hauseigene Elektronik zu verwenden. Und auch vom Milwaukee-Team hörte man 2016 kritische Stimmen. In der neuen WSBK-Saison werden die ehemalige Milwaukee-Crew von Shaun Muir und BMW wieder vereint. BMWs Philosophie in Sachen Elektronik hat sich aber nicht verändert. Die Münchner wollen weiterhin ihre eigene Hard- und Software einsetzen und schließen einen Wechsel zu Branchenprimus Magneti Marelli aus.

BMW S1000RR

Gelingt BMW mit der neuen S1000RR die Rückkehr an die Spitze? Zoom

"BMW hält weiter an der hauseigenen Elektronik fest. Diese Elektronik wurde aber deutlich verbessert", erklärt Markus Reiterberger auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com'. Für die 2019er-Maschine hat BMW das Paket grundlegend verbessert. "Wir haben schon in der Serienmaschine einen Sechs-Achsen-Sensor, den wir auch in der WSBK nutzen können. Die neue Elektronik hat deutlich mehr Funktionen als die alte", bemerkt Reiterberger.

"Die Funktionsweise entspricht der in der Superbike-WM und MotoGP. Ich bin zuversichtlich, weil es bei den ersten Tests gut funktionierte. Die Jungs in München sind diesbezüglich topfit", bemerkt Reiterberger, der 2019 neben Tom Sykes für das neu formierte SMR-BMW-Team antritt.

BMW S1000RR Elektronik

Die Serien-Elektronik der S1000RR profitiert von den Erfahrungen in der WSBK Zoom

Die Serienversion der 2019er-BMW konnte Reiterberger bereits testen. Der langjährige BMW-Pilot half bei der Entwicklung der neuen S1000RR und ist überzeugt, dass das nun in der Serie 207 PS starke und zehn Kilogramm leichtere Superbike eine gute Basis ist für die WSBK.


Fotos: BMW zeigt die neue S1000RR für 2019


"Ich fuhr die Serienversion und die Stock-Maschine", so Reiterberger. "Ich fuhr auf dem BMW-Testgelände. Zudem waren wir zwei Mal in Spanien. Man merkt die Mehrleistung und das bessere Handling im Vergleich zur Vorgängermaschine. Ich glaube, dass das Motorrad sehr viel Potenzial hat für die Superbike-WM."

"Die Serien- und die Stock-Version sind besser, aber noch kann man nicht sagen, wie gut das Motorrad für die Superbike-WM ist. Es ist immer ziemlich schwierig, denn teilweise haben die WSBK-Bikes mit der Serie wenig zu tun. Wir haben eine gute Basis, ich bin optimistisch. Das neue Motorrad hat viele Dinge, die man in der Superbike-WM nutzen kann. Es ist definitiv ein großer Schritt im Vergleich zur alten Maschine", schildert der Stock-Champion.

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