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  • 13.06.2022 · 12:18

  • von Gianmarco Gori, Übersetzung: Roland Hildebrandt

Dieser Fiat Tipo (1990) von Nigel Mansell ist ein Schnäppchen

Das einmillionste Exemplar des Fiat Tipo 1.8 DGT wurde günstig verkauft - Der Vorbesitzer war einst Formel-1-Fahrer Nigel Mansell

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Von 1988 bis 1995 baute Fiat die erste Generation des Tipo. 3,96 Meter lang, ergo Golf-Gegner, aber bis auf ein optionales Digitalcockpit und die Wahl zum "Auto des Jahres" 1989 nichts Besonders. Dieser Tipo hier hingegen schon ...

Nigel Mansells Fiat Tipo

Nigel Mansells Fiat Tipo Zoom

Es handelt sich um das Exemplar mit der Fahrgestellnummer 1 Million, das 1990 produziert und beim Großen Preis von Italien vom damaligen Fiat-Chef Cesare Romiti dem Ferrari-Piloten Nigel Mansell geschenkt wurde.

In der Version 1.8 DGT ist er ein Fünftürer in der Farbe British Racing Green, die damals noch nicht auf der Liste stand, kombiniert mit einer speziellen Lederausstattung und maßgefertigten Leichtmetallrädern.

Der mit Schiebedach und Rechtslenkung ausgestattete Fiat Tipo verbrachte einen Teil seiner Geschichte auf den britischen Inseln, zunächst auf der Isle of Man, dann auf Guernsey, einer der beiden größten Kanalinseln, bevor er nach England zurückkehrte. Seit einigen Jahren befand es sich im Besitz eines belgischen Sammlers, der beschlossen hat, es zum Verkauf anzubieten. Das Auktionshaus Bonhams erwartete zwischen 8.000 und 12.000 Euro, doch letztlich fiel der Online-Hammer bei gerade einmal 4.400 Euro.

Mit 50.945 Meilen auf dem Kilometerzähler, was 81.988 km entspricht, ist der besondere Tipo nicht viel gelaufen. Zudem wurde er wurde immer mit der größtmöglichen Sorgfalt gewartet. Der Besitzer fügte dem Angebot auch das komplette Serviceheft bei, einschließlich eines letzten Werkstattbesuchs vor einigen Monaten für einen normalen Service.


Fotostrecke: Fiat Tipo (1990) von Nigel Mansell

Die Untersuchungen am Fahrgestell des Wagens ergaben einen Hauch von Oberflächenrost, nichts Großes, aber sicherlich ein Detail, das den Preis womöglich gesenkt hat. Auch die Tatsache, dass es sich um einen Rechtslenker handelt, ist Geschmackssache. Hauptargument für den letztlich niedrigen Preis ist aber, dass der Tipo selbst in Italien keine große Fangemeinde hat.

Das Auto wurde Mansell am 9. September 1990 von Fiat-Chef Cesare Romiti nach dem Großen Preis von Italien in Monza überreicht. Mansell belegte in diesem Rennen den vierten Platz.

Mansell fuhr in seiner zweiten Saison für das Ferrari-Team neben seinem Erzrivalen Alain Prost. Er war auch der letzte Ferrari-Fahrer, der von Enzo Ferrari persönlich ausgewählt wurde, um für sein prestigeträchtiges Team zu fahren, bevor er 1988 starb.

Mansell verließ Ferrari am Ende der Saison 1990 und kehrte zu Williams zurück, wo er 1992 Weltmeister wurde. Im folgenden Jahr wurde er auch Weltmeister in der IndyCar-Serie. Bis Lewis Hamilton auftauchte, war Nigel der erfolgreichste britische Formel-1-Fahrer, was die Anzahl der Rennsiege angeht.

Wahrscheinlich wurde das Auto Mansell als Zeichen der Wertschätzung durch den Fiat-Konzern überreicht, obwohl man vermuten könnte, dass er lieber einen Testarossa bekommen hätte.

Die Fahrgestellnummer ist ziemlich einprägsam, nämlich 1.000.000, und der Wagen wurde in einer nicht standardmäßigen Farbe lackiert. So wurde das neue Spielzeug des britischen Fahrers in British Racing Green lackiert. Auch die Alufelgen sollen einzigartig sein.

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Der Wagen wurde am 8. Januar 1992 erstmals zugelassen und von Mansell bis zum 4. November des folgenden Jahres behalten, als er an einen Landsmann von der Isle of Man weiterverkauft wurde. Aus den Serviceunterlagen geht hervor, dass der Wagen nur 425 Meilen zurückgelegt hatte, da Mansell vermutlich interessantere Autos zur Verfügung hatte, wenn er zu Hause war.

Einige Jahre später wurde der Wagen vom Direktor eines Fiat-Händlers auf Guernsey gekauft, bevor er 2004 in die Hände eines kleinen privaten Museums in England überging. Der jetzige Verkäufer erwarb den Wagen im März 2008 von diesem Museum und nutzte ihn sparsam für Autoshows und ähnliches, wobei er ihn sorgfältig aufbewahrte, wenn er nicht in Gebrauch war.

Quelle: Bonhams

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