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Aus für die Formel Atlantic

Die hartnäckige US-Wirtschaftskrise macht es möglich: Nach fast 40 Jahren Formeltradition stellt die Formel Atlantic ihren Rennbetrieb ein

(Motorsport-Total.com) - In dieser Woche ging eine fast 40-jährige Formelsport-Tradition (vorläufig) zu Ende: Die Formel Atlantic wird in der Saison 2010 keine Rennveranstaltungen austragen. "Aufgrund der Wirtschaftskrise und dem daraus folgenden Engpass an zahlungskräftigen Piloten wird die Formel Atlantic aussetzen, bis sich die Rahmenbedingungen verbessern", heißt es in einer offiziellen Mitteilung.

Raphael Matos

Raphael Matos sorgte Ende 2007 für den letzten großen Atlantic-Aufreger Zoom

Die Serienbetreiber verstehen diesen Schritt also als temporär: "Wir werden in diesem Jahr daran arbeiten, um neue Ideen für die Zukunft hervorzubringen, die für die Piloten einen Wert darstellen und gleichzeitig geringere Kosten aufwerfen, um in einer Serie vom Level der Atlantic-Championship teilzunehmen."#w1#

Ein bitterer Schritt für die einst traditionsreichste US-amerikanische Nachwuchsserie, in der sich Piloten wie Gilles Villeneuve, Jacques Villeneuve, Bobby Rahal, Michael Andretti, Jimmy Vasser, Paul Tracy, A. J. Allmendinger, Danica Patrick, Alex Tagliani, Patrick Carpentier oder Sam Hornish Jr. ihre ersten Sporen verdienten.

Einer der wesentlichen Gründe für den Niedergang der Formel Atlantic ist paradoxerweise die Wiedervereinigung im US-Formelsport: Da die Atlantic Championship immer nahe an den ChampCars stand, geriet sie seit 2008 zusehends ins Hintertreffen gegenüber der IndyLights-Serie, der Nachwuchsserie der IRL.

So war es Ende 2007 einer der letzten großen Aufreger, als der Brasilianer Raphael Matos (heute bei de Ferran/Luczo-Dragon) den mit zwei Millionen US-Dollar dotierten Atlantic-Titel gewann. Dieses Preisgeld sollte eigentlich dafür verwendet werden, dass sich der aktuelle Atlantic-Champion in der kommenden Saison ein ChampCar-Cockpit sichern kann. Matos wechselte allerdings im Winter zum Andretti-Farmteam in der IRL.

Damit dürfte Simona de Silvestro auf absehbare Zeit die letzte Atlantic-Pilotin sein, die den Sprung zu den IndyCars schaffte. Die Schweizerin gewann in der Saison 2009 vier Rennen und landete am Jahresende in der Gesamtwertung auf Platz drei. Der letzte deutsche Teilnehmer der Formel Atlantic war Andreas Wirth.

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