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Vorschau Phoenix: Das Gen6 erstmals im Ein-Meilen-Oval

Das Daytona 500 ist gelaufen und die Jagd auf Jimmie Johnson eröffnet: In Phoenix wartet eine komplett neue Herausforderung auf 43 Sprint-Cup-Piloten

(Motorsport-Total.com) - Mit dem Daytona 500 im Rücken zieht der NASCAR-Zirkus weiter in Richtung Westen. Vom US-Bundesstaat Florida im Südosten des Landes geht es weiter nach Arizona. In Phoenix steht am Sonntag der zweite von 36 Sprint-Cup-Saisonläufen auf dem Plan, doch von Kontinuität keine Spur, denn im Vergleich zum Saisonauftaktrennen erwartet die Piloten in der Wüste Arizonas eine komplett andere Aufgabe.

Das Ein-Meilen-Oval von Phoenix empfängt die Sprint-Cup-Meute zu Saisonlauf zwei Zoom

Statt eines in den Kurven um satte 31 Grad überhöhten 2,5-Meilen-Ovals, das mit Restrictor-Plates befahren wird, finden die NASCAR-Asse in Phoenix (genauer gesagt im Vorort Avondale) ein vergleichsweise flaches Ein-Meilen-Oval vor, das seit Herbst 2011 ein progressives Banking aufweist. Die Turns 1 und 2 sind auf der Innenspur zehn, auf der Außenspur elf Grad überhöht. Die flacheren Turns 3 und 4 weisen unten eine Überhöhung (Banking) um acht, oben um neun Grad auf.

Das am Sonntag über 312 Runden gehende Subway Fresh Fit 500 (die 500 im Namen steht in diesem Fall für Kilometer) markiert den insgesamt vierten Auftritt der Sprint-Cup-Boliden auf dem im Jahr 2011 umgebauten Phoenix-Oval. Zudem bedeutet der zweite Lauf der Saison 2013, der am Sonntag ab 21:15 Uhr MEZ über die Bühne geht, den ersten Auftritt des neuen Autos (Gen6) auf einem Ein-Meilen-Oval.

Wer kann Johnson schlagen?

Jimmie Johnson

Holt sich Jimmie Johnson eine Woche nach Daytona den nächsten Sieg? Zoom

Jimmie Johnson, der am vergangenen Sonntag die 55. Ausgabe des Daytona 500 gewann und sich damit als erster Rennsieger mit dem Gen6 in die Ergebnislisten eintrug, hat am Sonntag die Chance, als erster Fahrer seit 2009 die ersten beiden Rennen eines Jahres für sich zu entscheiden. Damals gewann Matt Kenseth eine Woche nach seinem ersten Daytona-500-Triumph auch den zweiten Saisonlauf in Fontana. Seit 2011 wird Saisonstation Nummer zwei in Phoenix abgehalten. Zuvor wurde Phoenix, wo neben dem seit 1988 traditionellen Herbst-Termin erst seit 2005 ein Frühjahrsrennen ausgetragen wird, sechsmal im April angesteuert.

Im Vorfeld des zweiten Laufs der Sprint-Cup-Saison 2013 scharrt nicht nur der viermalige Phoenix-Sieger Johnson, sondern auch die Konkurrenz mit den Hufen. So zum Beispiel Kevin Harvick, der nach seinem frühen Daytona-Ausfall auf Wiedergutmachung aus ist. Nachdem der Childress-Pilot im Februar in Florida sowohl das Sprint Unlimited als auch sein Budweiser-Duel gewonnen hatte, wurde er im Daytona 500 früh das unschuldige Opfer einer Kollision vor ihm.

An diesem Wochenende fährt Harvick in den schwarz/weißen Farben der Fast-Food-Kette Jimmy John's. Wichtiger als die Farbgebung des Chevy mit der Startnummer 29 ist jedoch die Tatsache, dass es sich beim Rohbau um exakt das Auto handelt, mit dem Harvick im November 2012 das Herbstrennen in Phoenix gewann. Angesichts des im Winter vollzogenen Wechsels zum Gen6 und des damit verbundenen kompletten Neuaufbaus des Autos ist vor allem die Frage interessant, wie groß der Vorteil von Harvicks Siegerauto tatsächlich sein wird.

Gen6 verlangt neue Herangehensweise

Der dreifache Phoenix-Sieger Harvick, der auf dem Ein-Meilen-Oval in Arizona sowohl vor dem Umbau gewann (beide Rennen im Jahr 2006) als auch nach der Neukonfiguration (im November 2012), gibt sich bezüglich einer möglichen Favoritenrolle bedeckt. "Ich kenne beide Fälle. Manchmal kommt man als bisher letzter Sieger an eine Strecke und ist wieder bei der Musik. In anderen Fällen wiederum läuft es schrecklich", sagt der 37-jährige Kalifornier.

Kevin Harvick, Clint Bowyer, Jimmie Johnson

Kevin Harvick gewann im November das letzte Phoenix-Rennen mit dem alten Auto Zoom

In Bezug auf das Gen6 hält Harvick fest: "In diesem Jahr müssen wir uns mit einigen neuen Dingen befassen. Aus diesem Grund ist es wichtig, das Wochenende mit einer gewissen Offenheit für neue Ideen zu beginnen." Als einer von acht Piloten fährt Harvick einen Tag vor dem Sprint-Cup-Rennen auch das Nationwide-Rennen in Phoenix und trifft dort unter anderem auf Jimmie Johnson, der nach knapp zwei Jahren Pause ein einmaliges Comeback in der zweiten NASCAR-Liga gibt.

Den Höhepunkt des Wochenendes stellt jedoch das Sprint-Cup-Rennen dar, wenngleich es im Vorfeld eine kleine Enttäuschung zu vermelden gibt. Auf der Meldeliste für den zweiten Saisonlauf stehen nicht mehr als 43 Namen. Da exakt diese Zahl bei jedem Rennen der ersten NASCAR-Liga startberechtigt ist, entscheidet das Qualifying (in der Nacht von Freitag auf Samstag ab 00:10 MEZ) diesmal einzig und allein über die Startaufstellung, nicht aber darüber, wer bereits im Vorfeld die Heimreise antreten muss. Somit ist trotz der neuen Qualifikationsregeln, im Zuge derer die Owner-Punkte erst als zweites Kriterium hinter einer schnellen Qualifying-Runde herangezogen werden, schon jetzt allen 43 gemeldeten Piloten die Teilnahme am Rennen sicher.

Phoenix vermeldet Fahrerwechsel für Phoenix

Neben den sieben Ex-Champions im Feld (Brad Keselowski, Tony Stewart, Jimmie Johnson, Kurt Busch, Matt Kenseth, Jeff Gordon und Bobby Labonte) greift beim zweiten Saisonlauf auch die in der Nähe von Phoenix wohnhafte Danica Patrick wieder ins Lenkrad. Sollte ihr am Steuer des Stewart/Haas-Chevrolet mit der Startnummer 10 tatsächlich eine Wiederholung des glanzvollen Daytona-Auftritts gelingen, dann wäre dies eine noch größere Überraschung als am vergangenen Wochenende. Von einem Promi-Bonus für Patrick kann jedenfalls keine Rede sein, denn die versammelte Konkurrenz wird alle Hebel in Bewegung setzen, die Aufmerksamkeit auf sich selbst zu richten.

AJ Allmendinger

A.J. Allmendinger ersetzt in Phoenix Regan Smith im Phoenix-Chevy Zoom

Während bei den Spitzenteams alles beim Alten geblieben ist, gibt es im Mittel- und Hinterfeld einige Veränderungen. A.J. Allmendinger kehrt ausgerechnet in Phoenix in den Phoenix-Chevrolet mit der Startnummer 51 und somit in jenes Auto zurück, in dem er im Oktober 2012 sein NASCAR-Comeback nach absolvierter Sperre aufgrund des Amphetamin-Vorfalls aus dem Sommer gegeben hatte. Im Umkehrschluss bedeutet die neue Konstellation, dass Regan Smith, der Siebtplatzierte des Daytona 500, beim zweiten Saisonlauf zuschauen wird.

Das Phoenix-Team rund um James Finch kennt Allmendinger zwar, das diesjährige Auto vom Typ Gen6 ist für den 31-jährigen Kalifornier aber komplettes Neuland. "Es ist schon ein paar Monate her, dass ich zuletzt in einem Stock-Car saß. Im Gen6 saß ich bis jetzt überhaupt noch nicht. Ich erwarte daher, dass es eine gewisse Zeit dauern wird, bis ich mich daran gewöhnt habe", hält Allmendinger bewusst den Ball flach.

Angesichts der Tatsache, dass beim dritten Saisonlauf in Las Vegas Austin Dillon im Phoenix-Chevrolet sitzt, handelt es sich für Allmendinger zunächst um ein einmaliges Comeback. Die Betonung liegt dabei auf zunächst, denn für den weiteren Saisonverlauf wurde dem Kalifornier seitens Teamchef James Finch schon der eine oder andere weitere Einsatz zugesichert.

Cassill hat wieder einen Job

Landon Cassill

Landon Cassill musste nach seinem BK-Racing-Abschied nicht lange suchen Zoom

Auch im Cockpit des Chevrolet mit der Startnummer 33 gibt es eine Veränderung. Saß beim Daytona 500 noch Childress-Enkel Austin Dillon im vierten Auto des Teams, das in Kooperation mit Joe Falk eingesetzt wird, so gibt in Phoenix der im Winter bei BK Racing vor die Tür gesetzte Landon Cassill sein Comeback und tritt ab sofort als Stammfahrer des als Circle Sport firmierenden Teams auf. "Ich freue mich darauf, Circle Sport dabei zu helfen, die nächste Stufe des Wettbewerbs - den Sprint-Cup - zu erreichen", sagt Cassill und hält mit Verweis auf die lange und erfolgreiche Tradition des Partnerteams Richard Childress Racing (RCR) fest: "Die Zusammenarbeit mit RCR wird uns sicher helfen."

Auch bei Swan Racing gibt es einen Fahrerwechsel. Nach dem Daytona-Gastspiel von Michael Waltrip mit der Startnummer 26 tritt das Team ab diesem Wochenende mit der gewohnten Startnummer 30 und Stammfahrer David Stremme auf. Sowohl die Nummer als auch Stremme gehörten im vergangenen Jahr dem Team Interception Motorsports und somit dem Vorgänger von Swan Racing an.

Den vierten und letzten Neuzugang auf der Meldeliste im Vergleich zu Daytona stellt die Teilnahme von Xxxtreme Motorsports dar. Scott Riggs pilotiert den Ford Fusion mit der Startnummer 44, der in den Händen von David Reutimann bereits beim Herbst-Rennen in Phoenix 2012 rannte. Unterdessen verzichten die Teams der Wood Brothers (Trevor Bayne), von Phil Parsons (Michael McDowell) und das in Kooperation mit Jimmy Means eingesetzte Privatteam von Brian Keselowski auf die Reise nach Phoenix.

Nach dem Daytona 500 überträgt 'Motorvision TV' auch das zweite Sprint-Cup-Rennen der Saison live und im Zweikanalton. Wie gewohnt wird die komplette Pre-Race-Berichterstattung der US-Kollegen von 'Fox' übertragen. Beginn der Übertragung ist um 20:00 Uhr MEZ. Die Grüne Flagge fällt kurz nach 21:15 Uhr MEZ. Am Mikrofon von 'Motorvision TV' sitzen Stefan Heinrich und Mario Fritzsche.

Die Meldeliste für Phoenix

01. 1 Jamie McMurray (Earnhardt/Ganassi-Chevrolet)
02. 2 Brad Keselowski (Penske-Ford)
03. 5 Kasey Kahne (Hendrick-Chevrolet)
04. 7 Dave Blaney (Baldwin-Chevrolet)
05. 9 Marcos Ambrose (Petty-Ford)
06. 10 Danica Patrick (Stewart/Haas-Chevrolet)
07. 11 Denny Hamlin (Gibbs-Toyota)
08. 13 Casey Mears (Germain-Ford)
09. 14 Tony Stewart (Stewart/Haas-Chevrolet)
10. 15 Clint Bowyer (Waltrip-Toyota)
11. 16 Greg Biffle (Roush-Ford)
12. 17 Ricky Stenhouse Jr. (Roush-Ford)
13. 18 Kyle Busch (Gibbs-Toyota)
14. 19 Mike Bliss (TriStar-Toyota)
15. 20 Matt Kenseth (Gibbs-Toyota)
16. 22 Joey Logano (Penske-Ford)
17. 24 Jeff Gordon (Hendrick-Chevrolet)
18. 27 Paul Menard (Childress-Chevrolet)
19. 29 Kevin Harvick (Childress-Chevrolet)
20. 30 David Stremme (Swan-Toyota)
21. 31 Jeff Burton (Childress-Chevrolet)
22. 32 Ken Schrader (FAS-Ford)
23. 33 Landon Cassill (Circle-Chevrolet)
24. 34 David Ragan (Front-Row-Ford)
25. 35. Josh Wise (Front-Row-Ford)
26. 36 J.J. Yeley (Baldwin-Chevrolet)
27. 38 David Gilliland (Front-Row-Ford)
28. 39 Ryan Newman (Stewart/Haas-Chevrolet)
29. 42 Juan Pablo Montoya (Earnhardt/Ganassi-Chevrolet)
30. 43 Aric Almirola (Petty-Ford)
31. 44 Scott Riggs (Xxxtreme-Ford)
32. 47 Bobby Labonte (JTG-Toyota)
33. 48 Jimmie Johnson (Hendrick-Chevrolet)
34. 51 A.J. Allmendinger (Phoenix-Chevrolet)
35. 55 Mark Martin (Waltrip-Toyota)
36. 56 Martin Truex Jr. (Waltrip-Toyota)
37. 78 Kurt Busch (Furniture-Row-Chevrolet)
38. 83 David Reutimann (BK-Toyota)
39. 87 Joe Nemechek (Nemco-Toyota)
40. 88 Dale Earnhardt Jr. (Hendrick-Chevrolet)
41. 93 Travis Kvapil (BK-Toyota)
42. 95 Scott Speed (Leavine-Ford)
43. 99 Carl Edwards (Roush-Ford)

Der Zeitplan für das Phoenix-Wochenende (MEZ):

Freitag, 1. März:
20:00 Uhr: Erstes Freies Training
00:10 Uhr: Qualifying

Samstag, 2. März:
18:00 Uhr: Zweites Freies Training
21:05 Uhr: Happy-Hour
22:30 Uhr: Nationwide-Rennen

Sonntag, 3. März:
20:00 Uhr: Pre-Race-Show
21:15 Uhr: Subway Fresh Fit 500 (312 Runden)

Alle bisherigen Sieger des Phoenix-Frühjahrsrennens

2012: Denny Hamlin
2011: Jeff Gordon
2010: Ryan Newman
2009: Mark Martin
2008: Jimmie Johnson
2007: Jeff Gordon
2006: Kevin Harvick
2005: Kurt Busch

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