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Yamaha am Barcelona-Freitag: Quartararo enttäuscht, Morbidelli happy

Fabio Quartararo kämpft am Trainingstag mit den Streckenbedingungen - Franco Morbidelli deutlich näher dran als zuletzt - Was sind die Freitagszeiten wert?

(Motorsport-Total.com) - Die MotoGP-Piloten fanden am Freitag in Barcelona, dem Trainingstag zum Grand Prix von Katalonien, schwierige Streckenbedingungen vor. Zwar spielte das Wetter mit Sonnenschein und einer Lufttemperatur von knapp 30 Grad Celsius perfekt mit.

Fabio Quartararo

Fabio Quartararo liegt nach den beiden Freitagstrainings nur auf P9 Zoom

Der Asphalt der 4,657 Kilometer langen Strecke aber war nach übereinstimmenden Aussagen der Zweiradasse extrem rutschig. Es gab kaum Grip und die Hoffnung der meisten ist, dass sich das im weiteren Verlauf des Wochenendes ändern wird.

Aus diesem Grund sind die am Freitag gefahrenen Rundenzeiten mit Vorsicht zu genießen. Im Yamaha-Lager war Weltmeister und Tabellenführer Fabio Quartararo einmal mehr der schnellste. Im Tagesklassement reichte es für ihn aber nur zu P9.

Quartararo: "Fühle mich langsam"

Franco Morbidelli auf der zweiten Werks-Yamaha, der bei den bisherigen Saisonrennen meist großen Rückstand hatte, reihte sich diesmal auf P10 und somit direkt hinter Teamkollege Quartararo ein.

"Auf dieser Strecke spürst du es sofort, ob du langsam bist oder nicht", sagt Quartararo, "und ich fühle mich langsam. Ich habe den Eindruck, nicht schneller fahren zu können. In den Kurven 3, 4 und 9 dreht jedes Mal das Hinterrad durch, wenn ich das Gas aufdrehe."

"Ich mache mir keine Sorgen hinsichtlich des Reifenverschleißes, sondern Sorgen, weil ich so langsam bin", sagt der aktuelle Tabellenführer und stellt fest: "Wenn die Streckenbedingungen so schlecht sind, dann fällt es schwer, das eigene Potenzial einzuschätzen. Ich glaube, das geht vielen Fahrern so."

Morbidelli: "Endlich das Gefühl, das ich mir wünsche"

Morbidelli, dem am Vormittag (FT1) zunächst eine halbe Sekunde auf Quartararo fehlte, am Nachmittag (FT2) aber nur noch eine Zehntelsekunde, spricht hingegen von einem "positiven Freitag".

Franco Morbidelli

Franco Morbidelli erzielte am Freitag endlich mal einen Fortschritt Zoom

"Am Vormittag war ich schon ganz gut unterwegs. Am Nachmittag haben wir dann unterschiedliche Reifen probiert und es ist uns gelungen, [vorläufig] ins Q2 einzuziehen. So gesehen war es ein guter Tag und das schlägt sich auch in meinem Gefühl nieder. Denn endlich hatte ich beim Fahren mal das Gefühl, das ich mir wünsche", so Morbidelli.

"Meine Rundenzeiten waren gut. Und auch meine Pace war gut", hält der leidgeprüfte Italiener zufrieden fest. Ein Fragezeichen aber bleibt noch bezüglich der Streckenbedingungen. Denn die könnten sich im weiteren Verlauf des Wochenendes ändern.

Quartararos hofft auf mehr Gummi am Samstag und Sonntag

Derjenige, der am Freitag am besten zurechtkam, ist Aleix Espargaro. Der Aprilia-Pilot - mit acht Punkten Rückstand auf Quartararo dessen schärfster Verfolger in der aktuellen MotoGP-Gesamtwertung 2022 - legte im Nachmittagstraining mit 1:39.402 Minuten die Tagesbestzeit vor.

Quartararo sagt: "Wir wissen seit Argentinien, dass Aprilia sehr schnell ist, wenn das Gripniveau niedrig ist. Wir hingegen haben zu kämpfen. Sogar mit Blick auf die Pace [auf Longruns] war ich heute sechs oder sieben Zehntelsekunden langsamer als Aleix."

Fabio Quartararo

Quartararos Hoffnung für Sonntag ist, dass mehr Gummi mehr Grip bieten wird Zoom

Für Samstag, vor allem aber Sonntag, hofft Quartararo, dass der Circuit der Barcelona-Catalunya an Grip gewinnen wird: "Wenn wir jetzt Rennen fahren müssten, dann wäre das reine Schadensbegrenzung. Wir wissen aber, dass es auf dieser Strecke umso mehr Grip gibt, je mehr Gummi auf der Fahrbahn liegt. Ich hoffe, dass wir noch reichlich Gummi auf die Strecke bringen können. Regen soll es ja keinen geben, also sollte es von Tag zu Tag besser werden."

Übrigens: Die neue Verkleidung der Yamaha M1, die er zuletzt am Freitag in Mugello ausprobiert hatte, plant Quartararo an diesem Wochenende nicht einzusetzen. "Vielleicht am Montag", spricht der WM-Spitzenreiter auf den traditionellen Barcelona-Test direkt im Anschluss an den Grand Prix an.

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