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WM-Vierkampf: Oder muss man auch mit Lorenzo rechnen?

Die Top 4 werden nach Jerez von zehn Punkten getrennt: Wird es ein Kampf der Werkspiloten von Honda und Yamaha oder mischt auch Jorge Lorenzo mit?

(Motorsport-Total.com) - Nachdem Yamaha die beiden ersten Rennen der Saison gewinnen konnte, sicherte sich Honda in Austin und Jerez die Siege. Lediglich zehn Punkte trennen Valentino Rossi, Maverick Vinales, Marc Marquez und Dani Pedrosa. Das verspricht für die kommenden Grand-Prix-Wochenenden reichlich Spannung. Vorhersehbar war die MotoGP in der laufenden Saison nicht. Zuletzt überraschten die Yamaha-Piloten mit enttäuschenden Leistungen.

Jorge Lorenzo

Wann kann Jorge Lorenzo mit der Ducati Desmosedici um Siege kämpfen? Zoom

"Unsere Konkurrenten waren aus irgendeinem Grund nicht so stark", grübelt Jerez-Sieger Dani Pedrosa. "Ich weiß nicht warum, denn normalerweise sind sie auf dieser Strecke sehr gut. In den Vorjahren stand immer mindestens einer von ihnen auf dem Podium. Wir konnten einige Punkte zurückgewinnen, die wir nach unserem Fehler in Argentinien verloren hatten. Das ist gut für uns und macht die Weltmeisterschaft interessant."

"Vier Fahrer liegen innerhalb von zehn Punkten", stellt WM-Leader Valentino Rossi fest und warnt: "Man sollte sich nicht nur die Tageswertung anschauen sondern die Ergebnisse aller Rennen. Bei den ersten Rennen funktionierte unser Motorrad sehr gut. Vinales gewann zwei Rennen und wir brachten beide Motorräder aufs Podium. Bei den beiden folgenden Rennen gelang Honda dieses Kunststück. Es ist auf jeder Strecke eine andere Geschichte."

Weltmeister Marc Marquez in Lauerstellung

Marc Marquez

HRC-Pilot Marc Marquez hat nach Jerez nur noch vier Punkte Rückstand Zoom

Weltmeister Marc Marquez gewann das Rennen in Austin und stand in Jerez auf dem Podium. "Ich bin recht gut in die Saison gestartet. In Katar habe ich mich mit dem Vorderreifen wohl gefühlt, hatte dann aber im Rennen zu kämpfen. In Argentinien war das Vertrauen vielleicht zu groß und ich habe einen Fehler gemacht. Wir mussten etwas ändern und konnten uns in Austin steigern. Hier war eines der wichtigsten Rennwochenenden des Jahres und es lief gut. Ich bin stolz auf mein Team und das Level, das ich hier hatte", kommentiert der Spanier.

In Jerez stand Ducati-Neuzugang Jorge Lorenzo erstmals seit seinem Wechsel auf dem Podium. Was kann man dem dreifachen MotoGP-Champion noch zutrauen? "Er ist ein sehr guter Fahrer. Sicher war es für ihn nicht einfach, als er das Motorrad wechselte. Er wusste nicht, wie das Motorrad reagiert", bemerkt Landsmann Pedrosa. "Der Podestplatz ist sehr stark einzuschätzen, denn auf dieser Strecke haben die Ducatis normalerweise große Probleme. Es ist ein tolles Ergebnis und beschert dem Team Selbstvertrauen. Wir müssen uns aber auf uns konzentrieren."


Fotos: MotoGP in Jerez


Und auch Marquez lobt Lorenzo: "Jorge muss nichts mehr beweisen. Er zeigte am Sonntag, dass er schnell ist. Die Meisterschaft ist sehr lang. Nach Argentinien sah es so aus, als wären wir weit zurück. Die Yamahas schienen unbesiegbar zu sein. Doch in Jerez war es umgekehrt", erkennt der Titelverteidiger. "Vielleicht ist es in Le Mans wieder umgekehrt. Die Saison ist lang. Wir müssen alle Gegner im Auge behalten."

Jorge Lorenzo: Erfolgsserie wie 2015?

Jorge Lorenzo

Jorge Lorenzo in Jerez auf dem Podium: Momentaufnahme oder Durchbruch? Zoom

Vor zwei Jahren meldete sich Lorenzo schon einmal in Jerez zurück. Damals sicherte sich der ehemalige Yamaha-Pilot nach drei schwierigen Rennen den ersten Saisonsieg. Es folgten Siege in Le Mans, Mugello und Barcelona. "Wir sind jetzt nicht so stark, um vier Rennen in Folge zu gewinnen. Doch wer weiß? Vielleicht gelingen uns bei den kommenden Rennen weitere Podestplätze", lässt er offen.

Für Lorenzo ist das Ziel klar: "Ich möchte stets der beste Ducati-Fahrer sein. Das ist mein Ziel. Deswegen hat mich Ducati verpflichtet. Ich soll den Unterschied ausmachen, auch wenn Dovizioso auf dem Höhepunkt seiner Karriere ist. Er ist sehr stark. Aber ich möchte der führende Ducati-Fahrer sein. Wir möchten Podestplätze einfahren und näher an Siege herankommen", betont der WM-Neunte.

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