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Suzuki über Satellitenteam 2018: "Noch nicht Game over"

Mittelfristig will Suzuki in der MotoGP ein Kundenteam ausstatten, auch um den Werksfahrern zu helfen - Doch das Vorhaben ist aus vielerlei Gründen schwierig

(Motorsport-Total.com) - Für Suzuki verläuft die MotoGP-Saison 2017 bisher alles andere als erfolgreich. Während Andrea Iannone auf der GSX-RR einfach nicht zu seiner Form findet, kam Rookie Alex Rins verletzungsbedingt kaum zum Fahren. Das höchste der Gefühle war ein siebter Platz von Iannone beim Großen Preis der USA. Fuhr Maverick Vinales im Vorjahr mit der Suzuki sogar aufs Podest, verliert sich das Team nun im Mittelfeld.

Andrea Iannone

Andrea Iannone tut sich in seinem Debütjahr bei Suzuki bisher schwer Zoom

Ein Satellitenteam würde helfen, glaubt Teammanager Davide Brivio. "Alle großen Hersteller haben mehr Fahrer. Sie helfen einander aus und pushen sich gegenseitig. Das fehlt uns natürlich", gesteht er im Gespräch mit 'MotoGP.com'. Auf Entwicklungsarbeit, wie Danilo Petrucci sie für Ducati oder Cal Crutchlow für Honda leisten, muss Suzuki verzichten. Auch ein Datenaustausch findet in Ermangelung eines Kundenteams nicht statt.

Das würde aber gerade den Fahrern helfen, die beide frisch zu Suzuki gestoßen sind und so letztlich nur von den Daten des Vorjahres zehren können. Mittelfristig will der japanische Hersteller sich in der Königsklasse aber breiter aufstellen, um genau das zu ändern. "Wir arbeiten weiter kontinuierlich daran", versichert Brivio. "Für 2018 ist das sehr, sehr schwierig, aber wir hoffen, dass es spätestens 2019 soweit sein wird."

Brivio: Entscheidung spätestens im August

Suzuki hat keinerlei Erfahrung, was Satellitenteams angeht. Seit der Hersteller in der MotoGP unterwegs ist, gab es immer nur das Werksteam. Zum Vergleich: Ducati stattet mit Pramac, Aspar und Avintia gleich drei Kundenteams aus, Honda zählt mit LCR und Marc-VDS zwei Satellitenteams und Yamaha mit Tech3 eines. Mit Ausnahme von Marc-VDS haben alle Teams bereits bestätigt, auch 2018 an ihren Ausstattern festzuhalten.


MotoGP: Präsentation der Suzuki GSX-RR 2017

Dennoch hat Suzuki noch ein Fünkchen Hoffnung für die kommende Saison: "Es heißt noch nicht Game over. Wir geben nicht auf, aber es ist nicht einfach. Es gibt Diskussionen. Im Juli, spätestens August, muss eine Entscheidung fallen. Sonst ist es für das nächste Jahr wirklich zu spät. Es gibt noch eine kleine Chance, dass es klappt", sagt Teammanager Brivio. Mit möglichen Abnehmern hätte es aber noch keine Gespräche gegeben.

"Zunächst müssen wir innerhalb unseres Unternehmens entscheiden, ob wir das machen können oder nicht. Wenn das der Fall ist, können wir auf Teams zugehen. Derzeit macht das nicht viel Sinn", erklärt er weiter. Noch gebe es viele Fragezeichen, etwa bezüglich der Ressourcen, die ein solches Vorhaben beansprucht, und der Organisation. "Doch früher oder später müssen wir damit anfangen. Die Gespräche mit dem Management laufen."

Suzuki suchte Kontakt zu LCR

Lucio Cecchinello

Lucio Cecchinello bleibt trotz anderer Anfragen HRC langfristig treu Zoom

Wie ernsthaft Suzuki schon mit dem Gedanken spielt, ein Satellitenteam auszustatten, zeigt die Tatsache, dass man bereits im vergangenen Jahr auf einen möglichen Kunden zuging. "In der ersten Hälfte der Saison ist Suzuki an uns herangetreten", verrät Lucio Cecchinello, Teambesitzer von LCR-Honda, im Gespräch mit 'Crash.net'. "Es kam aber nie zu einer Verhandlung." Stattdessen intensivierte das Team die Zusammenarbeit mit HRC.

"In Mugello vergangenen Jahres entschieden wir, auch in Zukunft aneinander festzuhalten, mindestens für 2017/18/19. Von da an standen andere Hersteller nicht mehr zur Diskussion", erklärt Cecchinello weiter. In diesem Zeitraum sei er auch von Aprilia angesprochen worden, habe aber freundlich abgelehnt. Neben Aprilia und Suzuki plant auch MotoGP-Neueinsteiger KTM, perspektivisch ein Kundenteam zu beliefern.

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