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"Musste stürzen": Pol Espargaro erklärt Sturz vor dem Qualifying

KTM-Werkspilot Pol Espargaro offenbart seine ungewöhnliche Methode, am zweiten Misano-Wochenende das Limit zu finden - Brad Binder ist ihm auf den Fersen

(Motorsport-Total.com) - Im engen MotoGP-Spitzenfeld starten die beiden KTM-Werkspiloten Pol Espargaro und Brad Binder beim Grand Prix der Emilia-Romagna in Misano aus der zweiten Reihe.

Pol Espargaro

KTM-Pilot Pol Espargaro direkt nach seinem Sturz am Samstagvormittag in Misano Zoom

Espargaro verpasste als Vierter des Qualifyings nur um 0,086 Sekunden einen Platz in der ersten Startreihe. Binder lag seinerseits nur 0,081 Sekunden hinter seinem Teamkollegen zurück.

Dass Espargaro im Teamduell knapp die Oberhand behalten hat, hatte einen hohen Preis. Im dritten Freien Training am Vormittag war er in Kurve 6 mit weggerutschtem Vorderrad gestürzt. Diesen Sturz bezeichnet er rückblickend als notwendig.

Pol Espargaro

Die KTM RC16 von Espargaro im Kies von Kurve 6 der Strecke in Misano Zoom

"Wenn ich irgendwo in der Nähe meiner Teamkollegen sein will, muss ich stürzen, um zu sehen, wo das Limit ist und diese Info dann an mein Team weitergeben, um daraus zu lernen", erklärt Espargaro und unterstreicht, dass diese Aussage nicht als Scherz gemeint ist: "Um diese Rundenzeiten fahren zu können, muss ich stürzen, um die Situation zu verstehen."

"Meine Teamkollegen sind sehr schnell, aber auch bei Yamaha und Ducati ist man sehr schnell", so Espargaro, der zugibt: "Ich würde hier in Misano gerne weniger riskieren, weil es nächste Woche direkt weitergeht [in Barcelona] und auch noch ein Test ansteht."

"Ich stürze nicht gerne, aber wenn es sein muss, würde ich es wieder und wieder so machen." Pol Espargaro

Verletzt hat sich Espargaro bei seinem Sturz am Samstagvormittag nicht. Und rückblickend sieht er sich in seiner ungewöhnlichen Methode bestätigt: "Es ist mein Fahrstil. Ich muss das so machen, um die Rundenzeit und das Limit zu finden. Der vierte Platz zeigt, dass es sich auszahlt. Ich stürze nicht gerne, aber wenn es sein muss, würde ich es wieder und wieder so machen."

Während die beiden KTM-Werkspiloten Espargaro und Binder am Sonntag aus der zweiten Reihe ins zweite Misano-Rennen innerhalb von sieben Tagen starten, gehen die beiden Tech-3-KTM-Piloten Iker Lecuona und Miguel Oliveira von den Positionen 13 und 15 ins Rennen, nachdem sie in Q1 den nachträglichen Q2-Einzug knapp verpasst haben.

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