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MotoGP-Technikdirektor: Ducati-Aerodynamik wohl legal

Am kommenden Donnerstag werden die neuen Verkleidungen homologiert - Worauf Technikdirektor Danny Aldridge achtet und wie der Prozess funktioniert

(Motorsport-Total.com) - Ducati und Honda zeigten beim letzten MotoGP-Wintertest in Katar ihre neuen Aerodynamik-Lösungen bei der Verkleidung. Vor allem die Italiener wählten einen radikalen Ansatz, der gemischte Reaktionen hervorrief. Laut Reglement homologierten die Hersteller nach dem Saisonfinale in Valencia eine 2016er-Verkleidung ohne Winglets. Bei der technischen Abnahme vor dem Grand Prix von Katar müssen die Hersteller dann ihre erste 2017er-Version angenehmen lassen. Die Deadline ist am Donnerstag, 23. März, um 17:00 Uhr Ortszeit in Katar.

Andrea Dovizioso

Am kommenden Donnerstag findet in Katar die technische Abnahme statt Zoom

Das gilt nicht für KTM, denn als Neueinsteiger dürfen die Österreicher auch während der Saison mehrere Updates bringen. Bei der technischen Abnahme wird kommende Woche der vordere Kotflügel und die Verkleidung unter die Lupe genommen. "Der Kotflügel ist ein einziges Bauteil, aber die Verkleidung kann aus so vielen Teilen bestehen, so wie es der Hersteller möchte", erklärt MotoGP-Technikdirektor Danny Aldridge bei 'Crash.net'. "In den Regeln steht, dass man Teile von der Verkleidung entfernen darf. Es wird also die komplette Verkleidung homologiert und sie können sie mit oder ohne diesen Teilen verwenden."

Wenn ein Hersteller die Verkleidung so baut, dass die neue Aerodynamik-Elemente relativ einfach montiert und abmontiert werden können, so kann jederzeit entschieden werden, ob man mit oder ohne fährt. Im Laufe der Saison ist ein Update bei der 2017er-Verkleidung erlaubt (gilt wiederum nicht für KTM). Das Update wird aber für den Fahrer gezählt und nicht für den Hersteller. Theoretisch könnten beispielsweise die vier Yamaha-Fahrer mit vier unterschiedlichen Verkleidungen fahren.

Aldridge: Ducati-Lösung noch nicht abgesegnet

Es dürfen aber unter der Verkleidung jederzeit Änderungen vorgenommen werden. Yamaha und Suzuki können also die Form der versteckten Winglets so oft verändern wie sie wollen. Aldridge entscheidet bei der technischen Abnahme der Verkleidung nur, ob die äußere Form dem Reglement entspricht. Vor allem die Ducati-Lösung warf Fragen bezüglich der Legalität auf. "Wenn man sich die Ducati-Verkleidung ansieht und die Löcher abdeckt, dann würde es wie eine große, knollenförmige Verkleidung aussehen", so Aldridge. "Man kann sagen, dass sie vorne gewölbt ist, aber das war sie im Bereich des Handschutzes schon immer. Jetzt ist es eckiger."

Marc Marquez

Honda rückte beim Test nur kurz mit den neuen Aero-Teilen aus Zoom

Einfach ausgedrückt: Wenn man ein Foto der Ducati-Verkeidung nimmt und die Löcher mit einem Stift übermalt, bekommt man eine geschlossene Fläche. Und diese Fläche ist für die technische Abnahme entscheidend. "Deswegen mache ich mir bei Ducati keine großen Sorgen", meint Aldridge, der nicht beim Test in Katar war und somit auch nur Fotos gesehen hat. Vergangene Woche weilte er in Jerez beim IRTA-Test der kleinen Klassen. "Ich habe die Ducati-Verkleidung nicht gesehen, bevor sie in Katar verwendet wurde. Seither stehe ich mit ihnen in Kontakt und sie haben mir Details geschickt. Ich habe aber noch nicht offiziell bestätigt, dass sie okay ist."

Bis nächsten Donnerstag können die Hersteller noch Veränderungen vornehmen. Erst dann wird es das offizielle Okay geben. Die Ducati-Lösung wird höchstwahrscheinlich homologiert werden. "Ich denke, es wird in Ordnung sein", sagt Aldridge, der für die Abnahme verantwortlich ist. "Es sieht aber so aus, dass sie ihr Design festgelegt haben. Das heißt, sie können es nicht wie Yamaha machen und versteckte Winglets verändern, oder wie Honda die komplette Aero-Sektion entfernen und sie montieren, wenn sie sie brauchen. Die Ducati-Verkleidung sieht wie ein Stück aus."

Bei den Wintertests waren die neuen Aero-Lösungen ausschließlich bei den Werksteams zu sehen. Die Kundenteams fuhren mit den 2016er-Verkleidungen ohne Winglets. Wenn jetzt ein Kundenteam in Katar mit der 2016er-Verkleidung startet und später in der Saison die neue 2017er-Version vom Hersteller bekommt, dann gilt diese Veränderung als das eine Update, das pro Saison erlaubt ist. Prinzipiell geht man davon aus, dass die Werksteams pro Fahrer mit einer 2016er und einer 2017er-Version die neue Saison beginnen werden.

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