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Marc Marquez Zweiter bei MotoGP-Test: "Das ist mir momentan egal"

Marc Marquez wird am zweiten MotoGP-Testtag in Mandalika (Indonesien) nur von Luca Marini geschlagen: Warum der Honda-Star aktuell nichts auf Rundenzeiten gibt

(Motorsport-Total.com) - Beim Repsol-Honda-Team geht auch am zweiten MotoGP-Testtag in Mandalika (Indonesien) die intensive Arbeit mit der radikal veränderten RC213V weiter. Marc Marquez als Zweiter und Pol Espargaro als Achter schafften es in der Tageswertung in die Top 10.

Marc Marquez

Für Marc Marquez ist derzeit vor allem das Gefühl für seine Honda wichtig Zoom

"Aber das ist mir momentan egal", winkt Marquez ab. Denn für den Superstar der Szene ist bei dessen Rückkehr nach der Verletzung eines Augennervs vor allem eines wichtig: Ein gutes Gefühl für das neue MotoGP-Bike aus dem Hause Honda aufzubauen.

Und hier versprüht der achtfache Weltmeister Zuversicht. "Ich habe schon gesagt, dass ich inzwischen wieder anfange, das Bike zu spüren. Heute schafften wir einen weiteren Schritt nach vorn", freut sich Marquez nach seinem vierten Testtag auf dem neuen Bike.

MotoGP-Honda soll sich an Marc Marquez anpassen

"In Malaysia bin ich einfach nur gefahren. Ich saß einfach nur auf dem Motorrad. Aber nach Malaysia habe ich gesagt: Ich muss das Bike stärker an mich anpassen. Genau das tun wir hier", verrät Marquez seinen Plan für die aktuellen Testfahrten. "In Malaysia wollten wir einfach nur fahren und alles verstehen, nachdem wir dort nach der langen Pause zurückgekehrt sind."

Doch der Anpassungsprozess der Maschine an Marquez' Fahrstil könnte noch andauern. Die alte Honda war ein Motorrad, das perfekt an die Bedürfnisse des Spaniers angepasst war. Über den Winter arbeitete man in Japan allerdings daran, mehr Grip am Hinterrad zu finden.

Damit lässt sich die RC213V zwar einfacher für andere Piloten fahren, es eliminiert aber auch zu einem gewissen Grad die Stärken von Marquez' Fahrstil. Verdeutlicht haben dies die beiden Stürze am ersten Tag in Sepang. Inzwischen sagt er: "Ich spüre das Bike besser, das ist wichtig."

Noch optimistischer gibt sich Repsol-Honda-Teamkollege Pol Espargaro: "Das Bike reagiert von Tag zu Tag besser und es fühlt sich nach zwei Tagen hier schon so an, als wäre es bereit für Katar. Auf eine Runde haben wir noch kleinere Probleme mit der vorderen Bremse, aber wenn wir alle unsere Sektorbestzeiten zusammengebracht hätten, wären wir Zweiter." Honda darf man also für den Auftakt in Katar keinesfalls abschreiben.