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  • 08.02.2022 · 16:04

  • von Mario Fritzsche, Co-Autor: German Garcia Casanova

Pol Espargaro teilt Hondas Anspruch: "Eines Tages Weltmeister werden"

Pol Espargaro geht mit Zuversicht in seine zweite Saison im Honda-Werksteam und ist überzeugt, dass ihm die neue RC213V besser passt als das Vorjahresmodell

(Motorsport-Total.com) - Pol Espargaro nimmt seine zweite Saison im Honda-Werksteam mit jeder Menge Optimismus in Angriff. Nachdem er 2021 seinen ersten Podestplatz als Honda-Pilot errungen hat, viel mehr aber nicht, will er in der MotoGP-Saison 2022 mit der neu konzipierten RC213V so richtig durchstarten.

Pol Espargaro

Gelingt Pol Espargaro mit der 2022er-Honda sein erster MotoGP-Sieg? Zoom

"Ich finde, Alberto [Puig] hat es sehr gut erklärt. Sie haben mich unter Vertrag genommen, um regelmäßig Podestplätze einzufahren und zu versuchen, um den WM-Titel zu kämpfen. Das ist nun mal der Anspruch in diesem Team. Das hat ja auch Marc [Marquez] schon gesagt. Und ich sehe das genauso", sagt Espargaro.

"Mein Ziel ist es nicht, einfach nur die Top 5 zu erreichen. Ich will Rennen gewinnen und versuchen, den WM-Titel zu erringen. Deshalb wache ich jeden Morgen auf und trainiere so wie ich es tue. Das ist das einzige, woran ich jeden Tag denke. Ich bin bereit", unterstreicht Espargaro.


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2021 sei Espargaro "aufgrund der Umstände noch nicht bereit gewesen", die hohen Erwartungen im Hause HRC zu erfüllen. Dank der 2022er-Honda aber fühlt er sich nun deutlich besser aufgestellt: "Das diesjährige Bike folgt einem ganz neuen Konzept. Ich fühle mich bereit und mein Ziel lautet ganz klar, eines Tages mit Honda Weltmeister zu werden. Dafür werde ich in diesem Jahr vom ersten Rennen in Katar an alles geben."

Espargaro setzt große Stücke auf die 2022er-Honda

Die 2022er-Version der RC213V "kommt mir sicherlich stärker entgegen", vergleicht Espargaro das neue Bike mit dem des Vorjahres und erklärt: "Bei diesem [2022er-]Motorrad wurde sich stärker auf das Hinterrad konzentriert. Das ist genau das, was ich mir gewünscht habe, denn mit wenig Grip am Hinterrad hatte ich doch ziemlich große Probleme."

"Mein Fahrstil", erklärt Espargaro, "ist sehr vom Grip am Hinterrad geprägt. Genau darauf basiert das neue Motorrad. Wir Fahrer haben uns im vergangenen Jahr alle darüber beschwert und Honda hat einen großartigen Job gemacht. Sie haben an dem Bereich gearbeitet, in dem wir voriges Jahr die meisten Probleme hatten. Ich habe das Gefühl, dass das Motorrad, das wir jetzt haben, eher der Philosophie der anderen [Hersteller] folgt."

Pol Espargaro

Die für 2022 neu konzipierte RC213V passt laut Espargaro besser zu seinem Fahrstil Zoom

"Ich glaube wirklich, dass unser Basispaket fantastisch ist", meint Espargaro nach den ersten Tests auf der 2022er-Honda und ist überzeugt: "Im Laufe des Jahres werden wir das Bike noch weiter verbessern. Ich finde aber, die Basis ist großartig. Hoffentlich kann ich damit viele Siege, viele Podestplätze, viele Poles und großartige Kämpfe, auch mit meinem Teamkollegen, zeigen."

HRC-Technikchef über Espargaros größte Stärke

In der Honda-Chefetage glaubt nicht nur Teammanager Alberto Puig, dass Espargaro in dieser Saison den Durchbruch schaffen kann. Auch HRC-Technikchef Takeo Yokoyama hält große Stücke auf den 30-jährigen Spanier.

Pol Espargaro, Marc Marquez, Takeo Yokoyama

Misano 2021: Espargaro feiert sein erstes Honda-Podest mit Marc Marquez und Tako Yokoyama Zoom

"Anhand dessen was ich im vergangenen Jahr gesehen habe, sind seine Entschlossenheit und seine Herangehensweise die größten Stärken. In jedem Training, auf jedem Run und sogar auf jeder Runde ist er immer entschlossen zu sagen: 'OK, lasst uns versuchen, uns in jedem einzelnen Moment zu verbessern'", lobt Yokoyama.

Und so charakterisiert der HRC-Technikchef die vermeintliche Nummer zwei im Honda-Werksteam mit den Worten: "Er ist kein Typ, der sich unterkriegen lässt. Er versucht immer, in jedem Moment, sein Maximum zu zeigen. Das ist meiner Meinung nach seine stärkste Seite."

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