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Honda: Reifen- und Elektronikprobleme machen Test schwierig

Marc Marquez fährt beim Test in Valencia am Dienstag die Bestzeit, doch Honda kann nur eingeschränkt arbeiten, da vor allem die Elektronik noch große Probleme macht

(Motorsport-Total.com) - Neues Chassis, neue Reifen, neue Elektronik, neuer Motor: Bei Honda standen beim Test am Dienstag in Valencia gleich mehrere Punkte auf der Agenda. Wirklich viele Erkenntnisse konnten die Japaner aber nur in wenigen Punkten sammeln, denn die neuen Michelin-Reifen und die Einheitselektronik von Magneti Marelli machten Marc Marquez und Dani Pedrosa so große Probleme, dass keine Zeit für Chassis- oder Motorenvergleiche blieb.

Marc Marquez

Marc Marquez crashte am Vormittag nach gerade einmal drei Runden Zoom

"Leider war die Elektronik so schlecht eingestellt, dass ich den neuen Motor nicht beurteilen kann", ärgert sich Pedrosa. Der Spanier berichtet, dass die neue Software teilweise nur zu 50 Prozent funktionierte. Einen Versuch habe er unterer anderem ohne Traktionskontrolle fahren müssen. Marquez berichtet derweil: "Es war nicht der beste Test, aber es war sehr interessant, die neue Software und die Michelins auszuprobieren."

"Wir sind nicht sehr gut gestartet, denn ich bin schon in der dritten Runde gestützt", erklärt Marquez, der sich am Ende des Tages in 1:31.551 Minuten aber trotzdem die Bestzeit sicherte. Pedrosa landete auf Rang drei und war 0,130 Sekunden langsamer als sein Teamkollege. Marquez berichtet derweil weiter: "Es hat sich gezeigt, dass die Michelin-Reifen abhängig vom Asphalt anders funktionieren."

Reifen nur schwer zu verstehen

"Die Bridgestones funktionieren auf jeder Strecke ziemlich ähnlich. In Misano und Aragon habe ich das auch schon bemerkt, aber da dachte ich, dass es vielleicht an der Temperatur liegt. Hier funktionieren sie (die Michelins; Anm. d. Red.) im Vergleich zu Aragon aber wieder ganz anders. Das Gefühl ist ein anderes", grübelt Marquez und erklärt: "Du darfst den Vorderreifen jetzt nicht mehr so sehr belasten."


MotoGP: Wintertest in Valencia

"In Aragon hatten wir Probleme mit dem Hinterreifen, der nach zehn Runden komplett kaputt war. Der Vorderreifen war nicht viel besser, aber auch nicht so schlecht. Hier ist der Vorderreifen schwer zu verstehen. Heute gab es viele Stürze, denn es gibt keine Vorwarnung", erklärt Marquez die insgesamt zwölf Abflüge an Dienstag. Die neuen Michelins verleihen den Piloten eine trügerische Sicherheit.

"Es hat sich gezeigt, dass die Michelin-Reifen abhängig vom Asphalt anders funktionieren." Marc Marquez

"Du hast das Gefühl, dass du viel schneller fahren könntest", berichtet Marquez. Allerdings müssen sich die Piloten zurückhalten, andernfalls drohen Stürze. Trotzdem attestiert er Michelin insgesamt "einen guten Job." Davon abgesehen waren beide Honda-Piloten am Dienstag zunächst mit dem alten Bike und dann später mit der RC213V der Saison 2016 unterwegs.

Neuer Motor wirklich besser?

"Beim letzten Versuch haben wir den neuen Motor ausprobiert, aber ehrlich gesagt ist es schwierig, dazu etwas zu sagen, weil wir erst einmal die Elektronik in den Griff bekommen müssen", verdeutlicht Marquez noch einmal das Problem, das auch Pedrosa anspricht. Takeo Yokoyama, Technischer Direktor bei HRC, erklärt: "Es ist richtig, dass wir schon ein paar Tests absolviert haben auf dem neuen Motorrad."

"Zunächst war es im Prinzip ähnlich zum diesjährigen Motorrad und wir haben den Michelin-Reifen draufgeschraubt. Dann haben wir basierend auf den Aussagen der Fahrer Schritt für Schritt Modifikationen durchgeführt", verrät der Japaner. Mit diesem modifizierten Bike ist man beim Valencia-Test am Start. Yokoyama weiß: "Schwierigste Sache war die Motorencharakteristik."

"Es hat nicht so funktioniert, wie wir es erwartet haben. Aber wir haben immer wieder Teile ausgetauscht und uns verbessert. Basierend auf unseren Erfahrungen haben wir einen besseren Motor für 2016 gebaut", ist sich Yokoyama sicher. Am Mittwoch werden am zweiten Testtag bei Honda aber wohl erneut die Arbeiten an der neuen ECU im Vordergrund stehen.

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