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Honda fiebert Jorge Lorenzos ersten Feedbacks entgegen, Testdetails geklärt

Ducati und Honda einigen sich auf die Details bei Jorge Lorenzos Wechsel - HRC ist sich bewusst, dass sie für Lorenzo die Stabilität der RC213V verbessern müssen

(Motorsport-Total.com) - Im Sommer unterschrieb Jorge Lorenzo bei Honda einen Zweijahres-Vertrag. Ab 2019 ist er im HRC-Werksteam Teamkollege von Weltmeister Marc Marquez. Ducati willigte ein, dass Lorenzo bereits nach dem Saisonfinale in Valencia für seinen neuen Arbeitgeber testen darf. Im Rahmen des Australien-Grand-Prix auf Phillip Island trafen sich Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti und HRC-Teammanager Alberto Puig, um die Details abzustimmen.

Jorge Lorenzo

Jorge Lorenzo half Ducati dabei, die Desmosedici ausgewogener zu machen Zoom

Lorenzo darf sowohl in Valencia als auch eine Woche später in Jerez die Honda RC213V pilotieren, doch es gibt einige Auflagen für den zu diesem Zeitpunkt noch bei Ducati unter Vertrag stehenden Spanier. Die Maschine des Honda-Neuzugangs muss neutral lackiert sein. Es dürfen keine Logos zu sehen sein. Vor zwei Jahren gab es Spannungen, als die schwarz lackierte Ducati Desmosedici von Lorenzo kleine Ducati-Logos enthielt. Damals stand der dreimalige MotoGP-Champion noch bei Yamaha unter Vertrag.

Im Lager von Honda freut man sich auf Lorenzo. HRC-Technikdirektor Takeo Yokoyama weiß aber auch, dass es nicht einfach wird, Fahrer und Motorrad zu einer schlagkräftigen Verbindung zusammenzuschweißen. "Ich mache mir Sorgen um einen Bereich: die Stabilität der Maschine. Das könnte ihm Probleme bereiten. Man sieht gut auf den TV-Bildern, dass die Honda oft unruhig ist", erklärt der Japaner im Gespräch mit 'MotoGP.com'.


Fotostrecke: Highsider von Jorge Lorenzo in Aragon

"Ich denke, wir müssen die Stabilität des Motorrads etwas verbessern. Gleichzeitig muss er sich aber auch umstellen. Wenn beide Parteien das meistern, dann können wir erfolgreich sein", ist Yokoyama überzeugt und betont, dass Lorenzo keine maßgeschneiderte Maschine bekommen wird: "Wir werden nicht zwei komplett verschiedene Maschinen bauen. Es ist aber möglich, dass es leichte Unterschiede geben wird."

"Er ist ein Champion. Er fuhr in der Vergangenheit verschiedene Motorräder und war immer schnell. Ich denke, dass er sich an unsere Maschine anpassen kann. Ich bin gespannt, was er sagt, in welchen Bereichen die Ducati stärker ist und in welchen Bereichen die Honda stärker ist", fiebert der HRC-Ingenieur Lorenzos ersten Feedbacks entgegen.

Jorge Lorenzo

Valencia-Test 2016: Jorge Lorenzo auf der neutral lackierten Ducati Zoom

Aktuell kann HRC nur auf die Kommentare von Marc Marquez und Cal Crutchlow vertrauen. Dani Pedrosa schaffte es zuletzt nicht, das Limit der Maschine auszuloten. "Wenn der Fahrer ans Limit geht, dann kann er uns sehr präzise Feedbacks geben", bemerkt Yokoyama.

"Wir als Ingenieure sind süchtig nach den Datenauswertungen. Wenn wir die Daten sehen, dann wissen wir, dass sie real sind. Sie sind das Ergebnis dessen, wenn der Fahrer ans Limit geht. Es gibt Fahrer, die nicht ans Limit gehen, wenn sie sich nicht wohl fühlen beim Fahren. Wir können auch in diesem Fall die Daten auswerten, doch sie sind eine Art Lüge, wenn der Fahrer nicht ans Limit geht", erklärt der Honda-Mitarbeiter. "Marc kann uns aber zeigen, was das Limit der Maschine ist. Das ist sehr hilfreich."

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