Startseite Menü

Ducati: Jorge Lorenzo testet mit Winglets

Kurios: Jorge Lorenzo wird beim Ducati-Testdebüt am Dienstag mit Winglets fahren, obwohl die aerodynamischen Hilfsmittel in der Saison 2017 verboten sind

(Motorsport-Total.com) - Am Dienstag wird Jorge Lorenzo die ersten Runden mit der Ducati Desmosedici absolvieren. Der Neuzugang erhält von Ducati eine 2017er-Maschine. Das Motorrad entspricht aber nicht dem Reglement der kommenden Saison und wird mit Winglets ausgerüstet sein. Auf den ersten Blick wirkt diese Entscheidung fragwürdig, doch Ducati erhofft sich dadurch bessere Vergleichsmöglichkeiten.

Andrea Dovizioso

Ducati sucht noch nach Lösungen, um die Winglets zu kompensieren Zoom

"Die Winglets waren neben den Reifen und der Einheitselektronik das heiße Thema in diesem Jahr. Ducati war der erste Hersteller, der sie verwendete. Schritt für Schritt zogen die anderen Werksteams nach. Es ist offensichtlich, dass sie Vorteile haben", bemerkt Teammanager Davide Tardozzi im Gespräch mit 'Bikesportnews'. Hauptsächlich die Neigung zu Wheelies konnte man mit den Flügeln limitieren.

"Aus aerodynamischer Sicht waren die Winglets die Antwort. Nun müssen wir uns mit dem Setup beschäftigen, um die Wheelieneigung zu begrenzen. Das Problem beim Setup ist, dass es immer Auswirkungen auf andere Bereiche hat. Daran müssen wir bei den Wintertests arbeiten", erklärt der Ducati-Teammanager.


Fotos: Ducati, MotoGP in Valencia


"Am Dienstag testet Jorge Lorenzo die 2017er-Desmosedici mit Winglets. Warum? Zuerst einmal können wir die Winglets nicht einfach abmontieren. Wir müssen Schritt für Schritt vorgehen. Die Winglets schenken uns einen Vorteil. Wir müssen eine Lösung finden, wie wir sie ersetzen können. Zweitens ist das 2017er-Motorrad eine Evolution der aktuellen Desmosedici. Lorenzo muss verstehen, wo dieses Motorrad steht", begründet Tardozzi.

Davide Tardozzi

Davide Tardozzi nennt die Gründe für Ducatis überraschende Entscheidung Zoom

Ein Nachteil ist, dass Lorenzo in den vergangenen Jahren ausschließlich für Yamaha fuhr und somit nur begrenzte Erfahrungen hat. Teamkollege Andrea Dovizioso kannte die Honda RC212V und die Yamaha M1, bevor er bei Ducati unterschrieb. Wird dieser Nachteil für Lorenzo zum Problem? "Er fuhr die ganze Zeit für einen anderen Hersteller. Wir sind auf seine Kommentare gespannt. Er kann uns Hinweise geben, denn er nimmt es auf Grund seiner Erfahrung anders wahr", bemerkt Tardozzi, der dem Nachsaisontest entgegenfiebert.

Ducati hat die privaten Testfahrten mit den Stammpiloten abgesagt, nachdem Lorenzo keine Freigabe von Yamaha erhielt. Lediglich Testpilot Michele Pirro wird kommende Woche in Jerez testen. Danach geht es erst beim offiziellen IRTA-Test in Sepang weiter.

Anzeige

Aktuelle Bildergalerien

WSBK-Test auf Phillip Island
WSBK-Test auf Phillip Island

Moriwaki-Honda: DIe Fireblade für die WSBK-Saison 2019
Moriwaki-Honda: DIe Fireblade für die WSBK-Saison 2019

Kawasaki zeigt die ZX-10RR für 2019
Kawasaki zeigt die ZX-10RR für 2019

MotoGP 2019: Wer welche Motorrad-Spezifikation fährt
MotoGP 2019: Wer welche Motorrad-Spezifikation fährt

Die MotoGP-Bikes von KTM für die Saison 2019
Die MotoGP-Bikes von KTM für die Saison 2019

MotoGP-Vorsaisontest in Sepang, Freitag
MotoGP-Vorsaisontest in Sepang, Freitag

Folgen Sie uns!

Das neueste von Motor1.com

Vergessene Studien: Porsche 989
Vergessene Studien: Porsche 989

Puritalia Berlinetta: Italienischer Sportwagen mit V8-Hybrid-System
Puritalia Berlinetta: Italienischer Sportwagen mit V8-Hybrid-System

Audi Q8: Nun drei Motorisierungen bestellbar
Audi Q8: Nun drei Motorisierungen bestellbar

Volkswagen
Volkswagen "Light" Bus: Eine Hippie-Ikone ist zurück

VWs neues Elektroauto soll ID.3 heißen, nicht Neo
VWs neues Elektroauto soll ID.3 heißen, nicht Neo

Mazda MX-5: 30 Jahre Roadster-Historie in Bildern
Mazda MX-5: 30 Jahre Roadster-Historie in Bildern