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Cal Crutchlow: Wechsel zu KTM ist "perfekt" für Jack Miller

Jack Millers Wechsel von Ducati zu KTM für die MotoGP-Saison 2023 sorgt bei dessen langjährigem Kumpel Cal Crutchlow für Freude, aber auch Verständnis für Ducati

(Motorsport-Total.com) - Der feststehende Wechsel von Jack Miller aus dem Ducati-Werksteam ins KTM-Werksteam ist der bis dato prominenteste Fahrerwechsel im Hinblick auf die MotoGP-Saison 2023 (Übersicht: Bestätigte Fahrer für die MotoGP-Saison 2023).

Cal Crutchlow, Jack Miller

Cal Crutchlow freut sich für Jack Miller und dessen Wechsel von Ducati zu KTM (Foto: 2021) Zoom

Yamaha-Testfahrer Cal Crutchlow, den mit Miller seit vielen Jahren eine enge Freundschaft verbindet, nimmt den Markenwechsel des Australiers mit Freude zur Kenntnis. Gleichzeitig äußert Crutchlow aber auch Verständnis für die Entscheidung von Ducati und damit jenes Herstellers, für den der Brite einst selber eine komplette MotoGP-Saison bestritten hat.

"Ich glaube, für Jack ist das der perfekte Wechsel", meint Crutchlow in der aktuellen Episode vom offiziellen MotoGP-Podcast "Last on the Brakes" und urteilt über Miller: "Er ist noch nicht am Gipfel seiner Karriere angekommen. Vielmehr steht er kurz vor dem Gipfel."

Miguel Oliveira, Jack Miller

Von Ducati zu KTM: Zur Saison 2023 übernimmt Miller die RC16 von Miguel Oliveira Zoom

"Ich glaube, der Wechsel zu KTM ist eine tolle Sache für ihn. Ich glaube, er wird dort auf dem Weg zu seinem Gipfel ein paar gute Jahre haben", sagt Crutchlow und blickt voraus: "Ich glaube, er wird von Beginn an richtig gut auftreten. Ob es ihm gelingt, dieses Bike zu einem zu machen, mit dem man Woche für Woche gewinnen kann? Ich sage es mal so: Jack wird alles geben."

"Ich spreche fast jede Woche mit Jack", so Crutchlow. "Er ist ein großartiger Fahrer, ein großes Talent und ein großartiger Mensch. Er verdient es wirklich, wieder bei einem Werksteam untergekommen zu sein. Er ist ja schon seit vielen Jahren ein Ducati-Fahrer, erst im Pramac-Team und jetzt im Werksteam. Aber es rücken natürlich ständig junge Fahrer nach."

So sehr sich Crutchlow für Miller freut, so sehr kann er die Entscheidung der Ducati-Bosse nachvollziehen, den Vertrag mit dem Australier nach insgesamt fünf Jahren nicht verlängert zu haben. "Ich will Jorge Martin, [Enea] Bastianini, [Fabio] Di Giannantonio, [Marco] Bezzecchi oder wen auch immer jetzt nicht als Kids bezeichnen, aber sie sind nun mal jünger als er", verweist Crutchlow auf die nachrückenden Ducati-Stars, die im Falle von Martin und Bastianini schon jetzt MotoGP-Rennsieger sind.

Cal Crutchlow, Jack Miller

2015: In Millers erster MotoGP-Saison war Crutchlow bei LCR-Honda der Teamkollege Zoom

Crutchlow und Miller waren in der MotoGP-Saison 2015 Teamkollegen bei LCR-Honda. Für den Briten war es das erste Jahr nach seinem Ducati-Jahr 2014. Für den Australier war es die Rookie-Saison in der Königsklasse. Und in dieser hat er nicht zuletzt von Crutchlow viel gelernt.

Bei den letzten sechs Rennen der laufenden MotoGP-Saison 2022 werden sich die beiden Kumpels auch wieder direkt auf der Strecke begegnen. Denn Crutchlow ist derjenige, der Andrea Dovizioso nach dessen angekündigtem vorzeitigen Abschied von RNF-Yamaha ersetzen wird.

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