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Andrea Dovizioso: Winglets lassen sich nicht einfach ersetzen

Ducati experimentiert in Valencia mit und ohne Winglets: Andrea Dovizioso sorgt sich um die Sicherheit und spricht von gravierenden Unterschieden

(Motorsport-Total.com) - Beim Nachsaisontest in Valencia schickten die Hersteller ihre Fahrer meist mit Winglets auf die Strecke. Das wirkt auf den ersten Blick seltsam, denn in der kommenden MotoGP-Saison sind die aerodynamischen Hilfsmittel verboten. Doch würde man die Winglets einfach entfernen, wäre die Balance völlig verschoben, weshalb einige Teams weiterhin mit den Flügeln testeten.

Andrea Dovizioso

Andrea Dovizioso ist überzeugt, dass die Winglets die Sicherheit verbessern Zoom

Ducati-Neuzugang Jorge Lorenzo drehte mit einer voll "beflügelten" Desmosedici seine Runden. Routinier Andrea Dovizioso wechselte hin und her und bestätigt, dass Ducati noch nicht genau weiß, wie man die Winglets kompensieren kann: "Wir suchen nach einer guten Balance. Ohne die Winglets verhält sich das Motorrad ganz anders", stellt "Dovi" klar.

"Einige denken, dass die Winglets keinen großen Unterschied ausmachen, doch ich bin der Meinung, jeder Fahrer sieht das mittlerweile anders", macht sich Dovizioso Luft. Ursprünglich argumentierten die Winglet-Gegner, dass die Flügelprofile die Sicherheit gefährden. Ducati wies diese Behauptung stets zurück und ärgert sich über das Verbot.

Andrea Dovizioso

Mit den Winglets wird das Vorderrad auf den Asphalt gedrückt Zoom

Nun erhalten die Fahrer, Hersteller und Teams die Quittung: "Man hat nun deutlich weniger Sicherheit, denn das Vorderrad ist nun auf Grund der immensen Leistung bis zum Bremspunkt in der Luft. Dadurch blockiert das Vorderrad wie in der Vergangenheit sehr oft", stellt Dovizioso fest und sorgt sich um die Sicherheit in der MotoGP.

Abgesehen vom Winglet-Problem zieht der Ducati-Pilot nach dem ersten Tag ein versöhnliches Fazit: "Der Tag verlief positiv. Wir absolvierten mehrere Versuche mit dem 2016er-Motorrad - mit und ohne Winglets. Danach wechselte ich zum neuen Motorrad, das von Beginn an sehr gut lief. Wir konnten damit die gleichen Zeiten fahren."


Fotos: Ducati, MotoGP-Test in Valencia


"Am Mittwoch hoffe ich auf gutes Wetter, damit wir den ganzen Tag an unserem Testprogramm arbeiten können", bemerkt Dovizioso und betont: "Diese beiden Testtage sind sehr wichtig für uns, weil wir danach nicht mehr testen bis zum IRTA-Test in Sepang Ende Januar 2017. Wir müssen also alle Details für das nächstjährige Motorrad klären."

Während Lorenzo nur einen kurzen Check mit der 2017er-Ducati absolvierte, sammelte Dovizioso mehr Erfahrungen. Vor allem der neue Motor scheint ein Fortschritt zu sein: "Die Fahrer wünschen sich immer sanfte Motoren. Die Verbesserungen im Drehzahlkeller sind gut", lobt er die Arbeit der Ducati-Ingenieure.

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