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Aleix Espargaro rechnet mit Suzuki ab: "Das hat mich verletzt"

Schon früh in der MotoGP-Saison 2016 wusste Aleix Espargaro, dass seine Tage bei Suzuki gezählt sind - Was dem Spanier am Abschied bis heute sauer aufstößt

(Motorsport-Total.com) - Nach zwei eher durchwachsenen Jahren bei Suzuki will Aleix Espargaro in der MotoGP-Saison 2017 sein Können auf der Aprilia beweisen. Am vergangenen Freitag wurde das 2017er-Modell, das in den Nationalfarben Italiens erstrahlt, der Öffentlichkeit präsentiert. Die Motivation bei Espargaro, neben dem MotoGP-Rookie Sam Lowes debütieren wird, ist hoch - insbesondere nach der unrühmlichen Trennung von Suzuki.

Aleix Espargaro

Aleix Espargaro denkt mit Wut im Bauch an seinen Abschied von Suzuki zurück Zoom

"Viele Leute haben nach meinem Wechsel von Suzuki zu Aprilia gesagt, dass ich damit zwei Schritte zurückgehe. Aber das motiviert mich nur noch mehr", sagt Espargaro gegenüber 'crash.net'. "Ich habe diesen Winter mehr denn je trainiert. Ich habe im Vergleich zur vergangenen Saison drei Kilo verloren. Ich bin also absolut bereit, dieses Projekt zu meistern und denke, dass wir besser begonnen haben als erwartet."

Beim Test auf Phillip Island betrug der Abstand zur Spitze nicht mal eine Sekunde, Espargaro kratzte sogar an der Top 10. Weitere Fortschritte sollen nächste Woche in Katar gelingen, wenn die MotoGP letztmalig vor dem Saisonstart am 26. März testet. Espargaros Erinnerungen an das Auftaktrennen vor einem Jahr sind nicht die besten. "Ich habe so viel geweint nach dem Warmup zum Katar-Grand-Prix", verrät er.

Suzuki-Rausschmiss: Espargaro erfuhr es vom Mechaniker

"Ich habe in meinen ganzen Leben noch so geweint wegen eines Ergebnisses in der MotoGP oder in einem Rennen. Aber ich war verzweifelt. Ich habe es überhaupt nicht genossen", blickt der Spanier zurück. Die neuen Michelin-Reifen kamen seinem aggressiven Fahrstil nicht entgegen, sodass die Saison zu einer Achterbahnfahrt geriet, während Teamkollege Maverick Vinales mehrfach auf dem Treppchen stand.


Aprilia zeigt die neuen Farben für 2017

Esparago sei klar gewesen, dass sich Suzuki perspektivisch nach einem neuen Fahrer umsehen werde. Doch die Art und Weise, wie er von den Personalplänen des Teams erfuhr, ärgert ihn bis heute. Eher beiläufig erzählte ihm einer der damaligen Mechaniker am sechsten Rennwochenende in Mugello, dass Suzuki mit Andrea Iannone als Ersatz für ihn plane. "Das hat mich verletzt", gesteht Espargaro.

Der Spanier erinnert sich: "Ich bin am Donnerstag in Mugello angekommen und mein Mechaniker erzählte mir: 'Aleix, ich weiß nicht, ob du er weißt, aber wir hatten heute Morgen ein Meeting und Iannone kommt.' Und ich fragte nur: 'Was?'" Dabei betont Espargaro, er habe für die Entscheidung an sich durchaus Verständnis aufbringen können, schließlich sei er auf der Suzuki nicht konkurrenzfähig genug gewesen.

Von Suzuki bis dato wie "ein König" behandelt

"Wenn sie entscheiden, dass Iannone mich ersetzen soll, ist das okay. Ich bin ja nicht der Boss von Suzuki. Ich wäre einverstanden. Aber das alles inmitten des Grands Prix zu tun und mit den Mechanikern statt mit mir zu sprechen", das habe ihn am meisten enttäuscht. "Gerade in einer so schwierigen Situation, wie ich es war. Ich habe nie schlecht über Suzuki geredet, nie gesagt, dass das Motorrad Mist ist, wenn ich gestürzt bin."

Tatsächlich sagt Espargaro auch heute noch, Suzuki habe ihn bis dahin wie "einen König" behandelt: "Alles, was ich brauchte, hatte ich. Alles, wonach ich gefragt habe, bekam ich. Es war alles fantastisch." Entsprechend viel wollte er dem Team zurückgegeben, probierte verschiedene Chassis, hörte auf die Ratschläge der Ingenieure - und habe sich schlecht gefühlt, als nichts so wirklich klappen wollte.


Witziges Interview mit Espargaro und Lowes!

Die beiden Aprilia-Werksfahrer im Doppelinterview: Aleix Espargaro und Sam Lowes beantworten lustige Fragen. Weitere Motorrad-Videos

"Aber so sind die Dinge eben manchmal. Das Leben ist nicht einfach", sagt Espargaro mit etwas Abstand. Wie Suzuki ihn aus dem Team kickte, sei letztlich auch das Einzige gewesen, das ihm am Abschied wirklich schmerzte. Danach fuhr er noch einige respektable Platzierungen ein, während der Vertrag mit Aprilia festgezurrt wurde. Dort will er in seiner mittlerweile achten MotoGP-Saison endlich auf Podium.

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