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Beste Stimmung bei Kiefer: "Ein ergreifendes Gefühl"

Nach Stefan Bradls vorzeitigem Titelgewinn kommt auch im Kiefer-Team Feierlaune auf - "Das ist eine Riesen-Erleichterung für uns alle"

(Motorsport-Total.com) - Am Samstagnachmittag, als Stefan Bradls WM-Gewinn endgültig feststand, machte sich in der Box des Kiefer-Teams Partystimmung breit. Während des bisherigen Rennwochenendes in Valencia verzogen die Mitglieder von Bradls Team keine Miene - niemand wollte sich von dem Verwirrspiel um Marc Marquez' Gesundheitszustand verrückt machen lassen. Doch während des Qualifyings brachen alle Dämme.

Stefan Kiefer

Für Teammanager Stefan Kiefer ist der WM-Gewinn "ein ergreifendes Gefühl"

"Das ist eine Riesen-Erleichterung für uns alle. Für Stefan, für Helmut, aber auch für uns. Ich kann das gar nicht so richtig in Worte fassen", jubelte Teammanager Stefan Kiefer bei 'Sport1'. "Wir sind jetzt schon fast zehn Jahre in der MotoGP. Dass wir es irgendwann mal schaffen, sogar Motorrad-Weltmeister zu werden, hätten wir selbst nie erwartet. Jetzt haben wir es erreicht und das ist schon ein ergreifendes Gefühl."

Die Gründe für Bradls Erfolg lagen für den Teammanager auf der Hand: "Konstanz, Ruhe und zu Saisonbeginn definitiv auch die Motorradbeherrschung. Er war dermaßen gut unterwegs und in der Lage, gute Aussagen zu machen. Wir konnten ihm ein gutes Setting am Motorrad bieten. Er war schon überlegen. Gegen Ende der Saison ist Marquez stärker geworden, hat aber auch viele Fehler gemacht, die zwar nicht zum Sturz geführt haben. Jetzt in Übersee ist es passiert. Stefan ist absolut verdient Weltmeister geworden."

Der im Sommer immer kleiner werdende Vorsprung Bradls auf Marquez war innerhalb des Teams angeblich kein Thema. "Wir haben ehrlich gesagt überhaupt nicht viel darüber gesprochen. Wir haben Rennen für Rennen betrachtet. Wir haben wirklich wenig über den WM-Stand nachgedacht. Speziell in Malaysia haben wir uns überhaupt um irgendwelche WM-Stände geschert", beteuert Stefan Kiefer.

Mit Spaß zum Erfolg

Stattdessen habe man bei den vergangenen Rennen im Fernen Osten ein Wohlfühlprogramm abgespult. "Wir sind in den Pool gegangen, haben Poker gespielt, Spaß gehabt - einfach ganz normal locker easy-going gemacht. Ich glaube, das hat sich auch auf der Rennstrecke gezeigt. Stefan ist ganz locker gefahren, war siegfähig in Malaysia, ist ruhig geblieben hat keine Fehler gemacht."

Für Stefan Kiefer hat der WM-Erfolg seines Piloten eine historische Bedeutung. "Ich kann mich noch gut an 1993 erinnern, als Dirk Raudies Weltmeister wurde. Und davor 1987, das habe ich auch alles live gesehen, der Toni Mang. Dass dann Stefan 18 Jahre später der Fahrer ist, der es geschafft hat, dann auch noch mit unserem Team, ist wirklich ein erhabenes und ergreifendes Gefühl."

Teamchef Jochen Kiefer brachte in der Stunde des Triumphes nur wenige Worte heraus. "Ich kann es zwar noch gar nicht glauben, aber heute ist unser Tag. Wir haben lange darauf hingearbeitet. Ich habe, ehrlich gesagt, lange nicht gedacht, dass es funktioniert dieses Jahr. Wahnsinn. Unglaublich, ich habe immer noch Gänsehaut. Ich bin überwältigt", sagte der Teamchef.

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