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Schlag auf Schlag: Double-Header in Detroit

Nur eine Woche nach dem Indy 500 geht es für 22 IndyCar-Piloten auf der Belle Isle in Detroit gleich zweimal um Meisterschaftspunkte

(Motorsport-Total.com) - Ihren Saisonhöhepunkt haben die IndyCar-Piloten am vergangenen Sonntag in Form des Indy 500 hinter sich gebracht. Jetzt beginnt die stressige Phase im Rennkalender der Saison 2014. An den acht unmittelbar bevorstehenden Wochenenden stehen neun Rennen auf dem Programm. Dreimal geht es im Rahmen von sogenannten Double-Header-Weekends rund.

Start in Detroit 2013

Auf der Belle Isle in Detroit gibt es am Samstag und am Sonntag rund Zoom

Das erste dieser Double-Header-Weekends mit zwei Rennen auf ein und derselben Strecke ist das Chevrolet Indy Dual in Detroit am kommenden Wochenende. Als Schauplatz dient auch in diesem Jahr wieder die inmitten des Detroit River gelegene Belle Isle - genauer gesagt der im dortigen Park befindliche Stadtkurs. Dieser misst in seiner aktuellen Konfiguration 3,775 Kilometer.

Exakt diese Variante des Detroit-Layouts wurde bereits in den Jahren 1998 bis 2001 von der CART-Serie befahren. In den Jahren 1992 bis 1997 (CART) sowie 2007, 2008 und 2012 (IndyCar) fuhr man auf einer anderen Variante, die 3,38 Kilometer lang war. Den Anfang der Historie des Detroit-Grand-Prix bildete aber der Stadtkurs fernab der Belle Isle. Auf dem alten Downtown-Kurs gastierte in den Jahren 1982 bis 1988 die Formel 1 und von 1989 bis 1991 die CART-Serie.

Rhythmus und Bodenwellen als Knackpunkte auf der Belle Isle

Simon Pagenaud

Immer an der Wand lang: Fahrfehler sind auf der Belle Isle schnell passiert Zoom

In diesem Jahr geht es auf der Belle Isle sowohl am Samstag als auch am Sonntag über 70 Runden à 3,775 Kilometer. Die Fahrer freuen sich auf die ihnen bevorstehende Herausforderung. "Auf der Belle Isle zu fahren, macht Spaß, denn man ist immer am Limit unterwegs", bemerkt Vorjahressieger Simon Pagenaud. "Der Belag bietet viel Grip und am Kurvenausgang kommt man den Mauern sehr nahe. Ein kleiner Fehler und du zerstörst dir das halbe Auto", weiß der Franzose.

"Es mag vielleicht seltsam klingen, aber genau das ist es, was ich so mag. Wenn du nicht präzise fährst, fliegst du entweder ab oder aber du bist nicht schnell genug. Das gefällt mir", bekennt Pagenaud, Sieger des Sonntagsrennens vom Detroit-Wochenende 2013. Hinzu kommt eine weitere Herausforderung: "Von allen Stadtkursen, auf denen wir zu Gast sind, ist Detroit wahrscheinlich derjenige mit den meisten Bodenwellen", wie Josef Newgarden anmerkt und zu bedenken gibt: "Das macht es wirklich schwierig, überhaupt das Lenkrad festzuhalten. Vor allem, weil unsere Autos so hart abgestimmt sind."

Andretti-Pilot James Hinchcliffe betrachtet Detroit aufgrund der geografischen Nähe zu Kanada als "mein zweites Heimrennen neben Toronto". Das Rennglück allerdings war dem 27-jährigen "Mayor of Hinchtown" in den Jahren 2012 (Crash aufgrund des aufbrechenden Streckenbelags) und 2013 (Plätze 15 und 19) nicht hold. "Ich hoffe sehr, dass aller guten Dinge drei sind und ich es diesmal auf das Podium schaffe", so Hinchcliffe. Es wäre der erste Podestplatz für den Kanadier in einer für ihn bisher überaus durchwachsenen IndyCar-Saison 2014.

22 Fahrer kämpfen um zwei Detroit-Siege

Verglichen mit dem Starterfeld vom Indy 500 weist das Starterfeld für die beiden Detroit-Rennen elf Meldungen weniger auf. Neben den Einmalstartern, die nur beim Saisonhöhepunkt aufkreuzten - Jacques Villeneuve, Alex Tagliani, Sage Karam und Co. - fehlt in Detroit auch der zweite Rahal-Bolide. Oriol Servia ist demnach Zuschauer. Graham Rahal vertritt die Farben des Teams von Vater Bobby allein.

Mike Conway

Mike Conway, Detroit-Sieger 2013 und Long-Beach-Sieger 2014, greift wieder an Zoom

Bei Ed Carpenter Racing sitzt planmäßig Mike Conway anstelle von Indy-500-Polesitter Ed Carpenter im Cockpit. Conway siegte im April auf dem kalifornischen Stadtkurs in Long Beach und ist in Detroit neben Pagenaud einer der beiden Vorjahressieger. Insgesamt befinden sich sechs ehemalige Detroit-Sieger im 22-köpfigen Starterfeld. Neben Conway und Pagenaud sind dies Helio Castroneves, Scott Dixon, Tony Kanaan und Justin Wilson.

Zu den Favoriten zählt am Wochenende aber ganz gewiss auch Indy-500-Sieger Ryan Hunter-Reay, der mit seinem Triumph im Brickyard die Führung in der IndyCar-Gesamtwertung von Will Power übernommen hat. Auch den Australier in Penske-Diensten muss man auf der Rechnung haben. Gleiches gilt für dessen Teamkollegen Juan Pablo Montoya, der das aktuelle Layout auf der Belle Isle aus seinen beiden CART-Saisons 1999 und 2000 kennt.

Das Wochenendformat wurde gegenüber dem Vorjahr, als man erstmals dem Prinzip eines Double-Headers folgte, leicht verändert. Den Auftakt des IndyCar-Fahrbetriebs bilden diesmal zwei Freie Trainings am Freitag. Am Samstag und am Sonntag stehen dann jeweils ein Qualifying und ein Rennen auf dem Plan. 'Sport1 US' überträgt beide Rennen live. Neben den IndyCars ist am Wochenende auch die neue United SportsCar Championship (USCC) auf der Belle Isle zu Gast. Dieses Rennen wird am Samstag von 'Motors TV' live übertragen.

Der Zeitplan für Detroit (MESZ):

Freitag, 30. Mai:
17:20 Uhr: Erstes Freies Training
21:20 Uhr: Zweites Freies Training

Samstag, 31. Mai:
14:35 Uhr: Qualifying für Rennen 1
18:10 Uhr: USCC-Rennen
21:30 Uhr: Rennen 1 (70 Runden)

Sonntag, 1. Juni:
16:00 Uhr: Qualifying für Rennen 2
21:30 Uhr: Rennen 2 (70 Runden)

Die Meldeliste für Detroit:

01. 2 Juan Pablo Montoya (Penske-Chevrolet)
02. 3 Helio Castroneves (Penske-Chevrolet)
03. 7 Michail Aljoschin (Schmidt-Honda)
04. 8 Ryan Briscoe (Ganassi-Chevrolet)
05. 9 Scott Dixon (Ganassi-Chevrolet)
06. 10 Tony Kanaan (Ganassi-Chevrolet)
07. 11 Sebastien Bourdais (KV-Chevrolet)
08. 12 Will Power (Penske-Chevrolet)
09. 14 Takuma Sato (Foyt-Honda)
10. 15 Graham Rahal (Rahal-Honda)
11. 17 Sebastian Saavedra (KV-Chevrolet)
12. 18 Carlos Huertas (Coyne-Honda
13. 19 Justin Wilson (Coyne-Honda)
14. 20 Mike Conway (Carpenter-Chevrolet)
15. 25 Marco Andretti (Andretti-Honda)
16. 27 James Hinchcliffe (Andretti-Honda)
17. 28 Ryan Hunter-Reay (Andretti-Honda)
18. 34 Carlos Munoz (Andretti-Honda)
19. 67 Josef Newgarden (Fisher-Honda)
20. 77 Simon Pagenaud (Schmidt-Honda)
21. 83 Charlie Kimball (Ganassi-Chevrolet)
22. 98 Jack Hawksworth (Herta-Honda)

Alle bisherigen Detroit-Sieger:

2013: Mike Conway / Simon Pagenaud
2012: Scott Dixon
2008: Justin Wilson
2007: Tony Kanaan
2001: Helio Castroneves
2000: Helio Castroneves
1999: Dario Franchitti
1998: Alex Zanardi
1997: Greg Moore
1996: Michael Andretti
1995: Robby Gordon
1994: Paul Tracy
1993: Danny Sullivan
1992: Bobby Rahal
1991: Emerson Fittipaldi
1990: Michael Andretti
1989: Emerson Fittipaldi
1988: Ayrton Senna (Formel 1)
1987: Ayrton Senna (Formel 1)
1986: Ayrton Senna (Formel 1)
1985: Keke Rosberg (Formel 1)
1984: Nelson Piquet (Formel 1)
1983: Michele Alboreto (Formel 1)
1982: John Watson (Formel 1)

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