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Motorentest in Sebring: Chevy-Teams ziehen Bilanz

Ryan Briscoe gibt Ganassi-Comeback - Scott Dixon setzt weiterhin auf seine bewährte Startnummer - Kinderkrankheiten im Penske-Lager

(Motorsport-Total.com) - Vor etwas mehr als einem Monat wurde Ryan Briscoe als Ganassi-Stammfahrer für die vor der Tür stehende IndyCar-Saison 2014 vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Rückkehr, schließlich war Briscoe schon vor neun Jahren für Chip Ganassi in der IndyCar-Serie am Start.

Ryan Briscoe

Ryan Briscoe hat seine ersten Runden mit dem Ganassi-Chevy hinter sich Zoom

Dennoch musste sich der 32-jährige Australier nach seiner neuerlichen Verpflichtung ein wenig gedulden, bis er wieder einen Ganassi-Boliden bewegen durfte. Im Zuge des Chevrolet-Motorentests am vergangenen Freitag in Sebring war es dann soweit: Briscoe gab dem im Blau/Weiß des neuen Hauptsponsors NTT Data gehaltenen Dallara-Chevy mit der Startnummer 8 die Sporen und freut sich vor allem darüber, nach mehreren Jahren der Gaststarts in verschiedenen Rennserien nun endlich wieder eine Perspektive zu haben.

"Ein großartiges Gefühl. Es fühlt sich einfach toll an, wenn man bei einem Test weiß, dass er tatsächlich der Vorbereitung auf eine komplette Saison dient. Noch dazu für ein Team, mit dem ich in der Lage sein sollte, an der Spitze mitzufahren", so Briscoe, dessen drei Ganassi-Teamkollegen Scott Dixon, Tony Kanaan und Charlie Kimball beim Sebring-Test ebenfalls ihre Runden drehten.

Dixon pfeift auf die Startnummer 1

Auffällig: Der rote Ganassi-Bolide des amtierenden IndyCar-Champions Dixon trug dabei nicht die Startnummer 1, sondern die bewährte Dixon-Startnummer 9 - ein Hinweis darauf, dass der Neuseeländer auch im Jahr nach seinem dritten Titelgewinn nicht auf die 1 setzt. Für die Saison 2004, als er gerade seinen ersten IndyCar-Titel in der Tasche hatte, hatte sich Dixon für die 1 entschieden. Für die Saison 2009 allerdings, dem Jahr nach Titel Nummer zwei, blieb er bei der 9.

Charlie Kimball, Tony Kanaan, Scott Dixon, Ryan Briscoe

Für Ganassii starten Kimball, Briscoe, Kanaan und Dixon, der bei der 9 bleibt Zoom

Das Testprogramm in Sebring beschreibt Dixon mit den Worten: "Wir hatten eine Menge Dinge auf der Liste, die wir abarbeiten wollten. Ich würde sagen, es war normaler Testbetrieb wenn man bedenkt, dass wir es mit einem neuen Motor zu tun haben. Für die Zukunft können wir hier und da sicherlich noch Verbesserungen vornehmen, aber ein Anfang ist jetzt mal gemacht." Für das Ganassi-Team ist die Saison 2014 die erste mit Chevrolet-Power nachdem man acht Jahre lang Honda-Triebwerke eingesetzt hatte.

Kanaan, der im roten Ganassi-Boliden mit der Startnummer 10 die Nachfolge des zurückgetretenen Dario Franchitti antritt, ist schon jetzt begeistert und kann das erste Rennen am 30. März in St. Petersburg kaum noch erwarten. "Ich saß zum ersten Mal im Auto mit der 10. Jetzt lasst uns endlich mit der Saison anfangen", twittert der 39-jährige Brasilianer.

Neben den vier Ganassi-Musketieren waren beim Chevy-Motorentest auch das Dreigestirn von Team Penske (Juan Pablo Montoya, Helio Castroneves und Will Power), KVSH Racing mit Sebastien Bourdais, Panther Racing mit dem jungen Kolumbianer Carlos Huertas sowie Ed Carpenter Racing mit Owner/Driver Ed Carpenter und Straßenkursspezialist Mike Conway vor Ort. Als einziger Vertreter der Honda-Fraktion klinkte sich das Team von A.J. Foyt mit Stammfahrer Takuma Sato ein.

Penske erkennt noch Luft nach oben

Will Power, Juan Pablo Montoya

Startschwierigkeiten im Penske-Lager um Will Power und Juan Pablo Montoya Zoom

Im Penske-Lager zeigt man sich weitestgehend zufrieden. "Wir sprechen vom ersten Test im neuen Jahr. Helio, Juan und ich, wir alle waren auf der Strecke unterwegs und glauben, dass wir ein gutes Jahr vor uns haben. Wir arbeiten gut zusammen und tun alles dafür, um gemeinsam nach vorn zu kommen", spricht Will Power stellvertretend für seine beiden Teamkollegen.

Ganz reibungslos ging der Test aber nicht über die Bühne, wie Power betont: "Weil wir hier erstmals mit der 2014er-Motorenspezifikation unterwegs waren, gab es zu Beginn noch ein paar Kinderkrankheiten. So kam ich am Vormittag nicht allzu viel zum Fahren." Montoya sieht es ähnlich. "Ich bin zufrieden mit den Fortschritten, aber es ist noch ein weiter Weg", twittert der Penske-Neuzugang, der vor allem im Bereich der Fahrzeugbalance noch Spielraum für Verbesserungen erkennt.

Chris Berube, bei Chevrolet für das IndyCar-Motorenprogramm verantwortlich, fasst den Verlauf des Testtags im US-Bundesstaat Florida zusammen: "Wenn die ersten Testfahrten einer Saison so reibungslos laufen wie diese, dann ist das ermutigend. Um den Schritt von gut zu sehr gut zu machen, haben wir aber noch eine ganze Menge Daten zu analysieren." So werden die Chevrolet-Teams im Februar und März für insgesamt drei weitere Testtage auf die Strecke gehen. Neben zwei Straßenkursen (Sonoma und Barber Motorsports Park) wird auch auf einem Oval (Fontana) getestet.

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