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IndyCar-Star Dixon: Alonso hat uns allen die Augen geöffnet

Der fünfmalige IndyCar-Meister Scott Dixon lobt Fernando Alonso für dessen Vielseitigkeit und hofft, gegen ihn noch einige Rennen fahren zu können

(Motorsport-Total.com) - Fernando Alonso hielt bei seinem Indy-500-Debüt im Jahre 2017 die US-amerikanischen Zuschauer in Atem. Fast das gesamte Rennen über kämpfte der zweimalige Formel-1-Weltmeister und Le-Mans-Sieger um die Führung, bis sein Andretti-Honda mit Motorschaden ausschied. Nach der McLaren-Pleite 2019 will er es 2020 wieder versuchen - voraussichtlich mit Andretti Autosport.

Fernando Alonso

Fernando Alonsos Indy-500-Auftritt von 2017 hat Spuren hinterlassen Zoom

Anerkennung bekommt er von jemanden, der seinerseits nicht gerade um solche betteln muss: Ganassi-Superstar Scott Dixon, mit fünf Titeln einer der erfolgreichsten IndyCar-Fahrer aller Zeiten. Nur mit einer Sache will es nicht so ganz klappen: Der 39-Jährige jagt bereits seit einem Jahrzehnt seinem zweiten Indy-500-Sieg nach 2008 hinterher. Bislang wollte dieser sich aber nie manifestieren.

Auf die mögliche Andretti-Rückkehr von Alonso angesprochen, antwortet der Neuseeländer gegenüber 'Motorsport-Total.com': "Wir alle wissen, welch ein Talent Fernando ist. Er ist eine Legende des Sports - einer der größten, die wir in unserer Zeit erleben durften. Es besteht nie ein Zweifel daran, wie konkurrenzfähig er ist oder was er einem Team oder einem Rennen bringt."

"Es ist toll, mit ihm zu reden und aus erster Hand zu erfahren, was er alles gemacht hat. Ich glaube, er hat vielen Leuten die Augen geöffnet. Es ist wie eine Art Rückkehr zu dem, was wir in den 60er-, 70er- und 80er-Jahren gesehen haben, mit dem Hin- und Herwechseln zwischen unterschiedlichen Rennserien, unterschiedlichen Teams und unterschiedlichen Herstellern."

Scott Dixon

Scott Dixon ist längst selbst eine Legende seines Sports Zoom

Alonso bestritt neben seinem McLaren-Engagement in der Formel 1 die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) mit Toyota, wo er 2018 und 2019 die 24 Stunden von Le Mans gewinnen und den WM-Titel erringen konnte. Im McLaren-Chevrolet verpasste er die Indy-500-Qualifikation 2019 spektakulär. Danach trainierte er mit Toyota für die Rallye Dakar 2020, die er auf dem 13. Gesamtrang als bester Rookie beendete.

Hoffnung auf mehr gemeinsame Rennen

"Wir wissen, dass er sich in einer etwas anderen Situation befindet, in der er nicht wirklich in eine Richtung gezogen wird", sagt Dixon weiter. "Er kann es sich im Grunde selber aussuchen, was er gerne fahren will. Doch ich finde es ziemlich gewaltig, was er in derart vielen unterschiedlichen Disziplinen geleistet hat."

Viel gemeinsame Rennzeit war ihm mit Alonso bisher nicht vergönnt. 2017 schied er schon in der Anfangsphase des Indy 500 mit einem furchterregenden Unfall aus, als er vom Fahrzeug von Jay Howard durch die Luft katapultiert wurde und wie durch ein Wunder unverletzt blieb.

Er erzählt das mit seiner ganz nüchternen Routine, die ihm den Spitznamen "Iceman" in den USA eingebracht hat (wo der Name Kimi Räikkönen relativ unbekannt ist): "Es hat sehr viel Spaß gemacht, 2017 gegen ihn zu fahren. Ich bin aber nicht allzu lange gegen ihn gefahren, weil ich in diesen Unfall verwickelt war."

Fernando Alonso, Scott Dixon, Chip Ganassi

Beim "500" trafen Alonso und Dixon bisher nur einmal im Training aufeinander Zoom

Deshalb hofft er auf ein erneutes Aufeinandertreffen beim Indianapolis 500 und darüber hinaus: "Was Indy betrifft, hoffe ich, dass er die Gelegenheit bekommt. Er hat 2017 großartige Arbeit geleistet. Ich fände es toll, wenn er versucht, noch ein paar weitere Rennen zu bestreiten. Ich weiß, dass er ein bisschen mehr darüber gesprochen hat und vielleicht auch auf einem Rundkurs oder einem Stadtkurs fahren könnte."

"Ich glaube, er hat einige Möglichkeiten. Ich glaube, Andretti... Es ist bekannt, dass er mit ihm gearbeitet hat. Und McLaren mit Schmidt/Peterson... Es dürfte ziemlich interessant werden. Er wird sicherlich viele Möglichkeiten haben. Hoffentlich kann er eine nutzen."

Anm.: Das Interview wurde noch vor dem offiziellen Ende der Verbindung zwischen Alonso und McLaren geführt.

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