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Die IndyCar-Woche: Supercars-Champ McLaughlin vor US-Renndebüt?

Nach erfolgreichem Test in Sebring darf Scott McLaughlin auf höhere IndyCar-Aufgaben hoffen - Neue Sponsoren für Ericsson und Hinchcliffe

(Motorsport-Total.com) - Der zweimalige und amtierende Supercars-Champion Scott McLaughlin hat vergangene Woche seinen ersten IndyCar-Test absolviert. Für das Penske-Team, für dessen australischen Ableger DJR Team Penske er auch in der Supercars-Serie fährt, drehte der Neuseeländer auf der Kurzanbindung des Sebring International Raceway mehr als 130 Runden im aktuellen Dallara-Chevrolet mitsamt Aeroscreen.

Dabei überzeugte McLaughlin die Penske-Truppe nicht nur mit seinen Rundenzeiten, sondern vor allem mit seiner Konstanz und seinen Rückmeldungen. Neben den drei Stammpiloten Josef Newgarden, Will Power und Simon Pagenaud war unter anderem auch Berater Rick Mears vor Ort. Und der schließt es nicht aus, dass McLaughlin sogar 2020 noch zu einem Renneinsatz in der IndyCar-Serie kommt.

Abgesehen von Newgarden, Power und Pagenaud, die allesamt für die komplette Saison gesetzt sind, hat Penske bislang nur für das Indy 500 ein viertes Auto für Helio Castroneves gemeldet. Beim Grand Prix von Indianapolis, den Castroneves 2018 und 2019 jeweils ebenfalls fuhr, könnte diesmal theoretisch McLaughlin fahren. Das betreffende Wochenende (9./10. Mai) ist im Supercars-Kalender frei. Allerdings steht die finale Entscheidung noch aus.

Will Power, Scott McLaughlin

Gibt McLaughlin, hier mit Will Power, noch dieses Jahr sein IndyCar-Renndebüt? Zoom

Zunächst soll McLaughlin einen weiteren Test absolvieren, und zwar den offiziellen IndyCar-Vorsaisontest, das sogenannte "Spring Training" am 11./12. Februar auf dem Circuit of The Americas (COTA) in Austin. Ein Einsatz dort wiederum würde einen Renneinsatz voraussetzen. "Sebring war mal der erste Schritt", sagt Penske-Berater Rick Mears im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' und weiter: "Ob er auf dem COTA fahren kann, hängt davon ab, ob wir ihn später bei einem Rennen einsetzen."

Bei seinem IndyCar-Testdebüt in Sebring lag McLaughlin in puncto bester Rundenzeit eine Sekunde hinter dem amtierenden Indy-Lights-Vizechampion Rinus VeeKay, der 2020 als IndyCar-Rookie für Ed Carpenter Racing fahren wird. Eindrücke von McLaughlins Sebring-Test haben wir in unserer Fotostrecke zu Beginn dieses Artikels zusammengestellt.

Nicht nur bei Penske, auch im Lager anderer IndyCar-Teams hat sich in diesen Tagen einiges getan. Chip Ganassi Racing hat für Neuzugang Marcus Ericsson einen Hauptsponsor an Land gezogen. Es handelt sich um die schwedische Schokodrink-Marke Huski Chocolate. Während Ericsson in Rot-Weiß antreten wird, fahren seine Teamkollegen Scott Dixon und Felix Rosenqvist auch 2020 in den bekannten Farben ihrer bisherigen Hauptsponsoren PNC Bank (Dixon) beziehungsweise NTT Data (Rosenqvist).

Ebenfalls einen Hauptsponsor hat sich James Hinchcliffe geangelt. Der Kanadier, der sein Cockpit bei Schmidt Peterson Motorsports im Zuge des Zusammenschlusses mit McLaren verloren hat, darf mindestens beim Indy 500 auf die Gelder der US-amerikanischen Telekommunikationsfirma Genesys zählen. Bei welchem Team er damit fahren wird, ist aber noch offen.

Als sicher gilt, dass Hinchcliffe bei einem Honda-Team andocken wird. Bei Chip Ganassi Racing allerdings gilt ein zusätzliches Auto neben Dixon, Rosenqvist und Ericsson als unwahrscheinlich. Bei Andretti Autosport befindet sich Fernando Alonso in der Favoritenrolle für ein zusätzliches Auto.

Als wahrscheinlichste Optionen für "Hinch" bleiben Dale Coyne Racing (Alex Palou gesetzt - Santino Ferrucci wahrscheinlich) und Rahal Letterman Lanigan Racing (Graham Rahal und Takuma Sato gesetzt). Derweil rechnet sich der ehemalige Coyne-Pilot Sebastien Bourdais Chancen auf einen Wechsel zum Chevrolet-Team von A.J. Foyt aus.

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