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Indy 500 2015: James Hinchcliffe war "in Lebensgefahr"

Laut einem Vertrauten des am Montag in Indianapolis schwer verunfallten James Hinchcliffe war dessen Leben in Gefahr - Ein Querlenker drang ins Cockpit ein

(Motorsport-Total.com) - Es war der vierte große Crash innerhalb der vergangenen Tage, aber bei weitem der folgenschwerste: James Hinchcliffe erlitt am Montag beim Freien Training für die 500 Meilen von Indianapolis in Kurve 3 einen Bruch der rechten Vorderradaufhängung und raste mit mehr als 360 km/h in die Mauer. Der 28-jährige Kanadier wurde nach dem 125-G-Anprall geborgen, ins Methodist Hospital gebracht und dort operiert.

James Hinchcliffe

James Hinchcliffe crashte im Oval von Indianapolis schwer Zoom

Die Situation soll zunächst sogar lebensbedrohend gewesen sein, beruft sich 'Racer' auf einen Vertrauten des Unglückspiloten. Das Rettungsteam habe aber perfekt gearbeitet und so das Schlimmste verhindert. Beim Anprall an der Mauer soll ein Querlenker ins Cockpit eingedrungen sein, der dann beide Beine und auch das Becken verletzt habe. Die Ärzte hätten bei Hinchcliffe zunächst die schwere Blutung stoppen müssen, ehe sie ihn aus dem Wrack befreien konnten.

"Er wird wahrscheinlich dieses Jahr keine Rennen mehr fahren, aber das Wichtigste ist, dass all diese großartigen Leute sein Leben gerettet haben", wird einer seiner Freunde zitiert. Hinchcliffe liegt nach wie vor mit Verletzungen im Beckenbereich und am linken Oberschenkel auf der Intensivstation, inzwischen befindet er sich aber in deutlich verbessertem Zustand.

Hinchcliffe bedankt sich bei Helfern

James Hinchcliffe

James Hinchcliffe wird dieses Jahr voraussichtlich nicht mehr fahren Zoom

Die IndyCar-Serie hat inzwischen ein Statement Hinchcliffes veröffentlicht, in dem er sich bei den Helfern bedankt: "Worte können nicht beschreiben, wie dankbar ich dem Holmatro-Sicherheitsteam bin. Diese Jungs sind gemeinsam mit den Ärzten und dem Krankenhaus-Personal meine Helden. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr ich mich über die Unterstützung der IndyCar-Fans, meiner Familie und meiner Rennfahrerkollegen freue. Wir sind alle eine große Familie, und das habe ich heute gespürt."

Auch sein Arzt, Dr. Pohlman, deutet an, dass das Schlimmste überstanden ist: "Sein Zustand ist stabil, und er verbessert sich. Als er bei uns eintraf, da war sein Zustand kritisch, und ich denke, dass es dem IndyCar-System zu verdanken ist, dass die Fahrer in solchen Situationen in so guten Händen sind."


James Hinchcliffes Unfall im Training der Indy 500

Kein Wunder, dass seine Kollegen besorgt sind. "Einer unserer guten Freunde liegt im Krankenhaus, und während er operiert wird, sind wir auf der Strecke unterwegs", meinte Tony Kanaan, der den Klassiker 2013 gewonnen hatte. Vor allem das Abheben der Boliden, wie es bei Helio Castroneves am offensichtlichsten der Fall war, gibt den Verantwortlichen Rätsel auf.

Abhebende Boliden sorgen weiter für Rätselraten

Um das zu verhindern, schrieben die IndyCar-Verantwortlichen den Teams einen Verzicht auf die Extraleistung und den Einsatz des langsameren Rennsetups im Qualifying vor, worauf das Zeittraining ohne gröbere Zwischenfälle über die Bühne ging. Eine wirkliche Erklärung für das Abheben, das bei Hinchcliffe übrigens nicht eintrat, hat man noch nicht.

Ed Carpenter, der bei seinem Unfall glimpflich davonkam, fordert: "Wir müssen wirklich verstehen, was das Problem ist. Jeder hat da seine Meinung - ob es das Aerodynamik-Kit oder etwas anderes ist. Wir müssen es herausfinden." Die Zeit drängt, denn am Sonntag geht der Rennsport-Klassiker zum 99. Mal über die Bühne.

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