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Gefahr im Oval zu groß: Conway verzichtet auf Fontana

Mike Conway verzichtet freiwillig auf das IndyCar-Saisonfinale in Fontana - Wade Cunningham übernimmt am Wochenende den Foyt-Honda

(Motorsport-Total.com) - Kurz vor dem IndyCar-Saisonfinale auf dem Auto Club Speedway in Fontana gibt es bei A.J. Foyt Enterprises einen überraschenden Fahrerwechsel. Wade Cunningham übernimmt für das Rennwochenende das Auto von Stammfahrer Mike Conway, nachdem dieser freiwillig auf einen Start verzichtet. Mehr noch: Conway plant auch künftig keine Starts mehr bei Oval-Rennen.

Mike Conway

Mike Conway räumt das Cockpit seines Foyt-Honda kurz vor dem Fontana-Rennen Zoom

"Ich bin zum Entschluss gekommen, dass ich mich auf Ovalen nicht länger wohl fühle und nicht mehr auf diesen Strecken antreten möchte", so das mutige Statement von Conway. "Es tut mir aufrichtig leid, dass ich mein Team und unsere Sponsoren damit in eine missliche Lage gebracht habe. Das ist mit Sicherheit die schwierigste Entscheidung, die ich im Verlauf meiner Rennfahrerkarriere getroffen habe."

Conways Rückzug hat einen schmerzhaften Hintergrund. Vor zwei Jahren verunglückte der Brite - damals in Diensten von Dreyer & Reinbold Racing - in der Schlussphase des Indy 500 schwer und zog sich mehrere Beinbrüche sowie Wirbelverletzungen zu. Seine Saison 2010 war damit vorzeitig beendet. Im vergangenen Jahr feierte Conway bei Andretti Autosport ein grandioses Comeback und gewann das Stadtrennen in Long Beach.

Zwei schwere Unfälle in zwei Jahren

Zur Saison 2012 dockte Conway beim Team der Indy-Legende A.J. Foyt an und crashte im Indy 500 erneut. Der Wagen bekam nach einem Einschlag in die Mauer Unterluft und schlitterte mit dem Kopf des Fahrers in Richtung Mauer zeigend mehrere Meter an dieser entlang. Von Verletzungen blieb Conway bei seinem zweiten schweren Indy-Crash innerhalb von zwei Jahren glücklicherweise verschont.

Nichtsdestotrotz entschied sich der 29-Jahrige nun zum Rückzug von den Ovalen. Die Tatsache, dass er bei den Testfahrten in Fontana am Mittwoch fünf Meilen pro Stunde auf die Schnellsten verlor, dürfte wohl den endgültigen Ausschlag für die Entscheidung gegeben haben. In der IndyCar-Gesamtwertung belegt Conway Rang 20. Sein bestes Saisonergebnis war ein dritter Platz auf dem Stadtkurs in Toronto. Das beste Oval-Ergebnis in der IndyCar-Karriere des Briten steht mit einem achten Platz auf dem Iowa Speedway in der Saison 2009 zu Buche.


Fotos: IndyCars in Fontana


"Nachrücker" Wade Cunnigham ist im Foyt-Team kein Unbekannter. Der Neuseeländer, der sich im Jahr 2005 den Indy-Lights-Titel sicherte, steuerte beim Indy 500 im Mai dieses Jahres einen zweiten Foyt-Honda neben Conway und übernimmt nun dessen Auto für das Saisonfinale.

Am liebsten nur noch die Rundkurs-Rennen für Foyt

Von einem Karriereende will Conway aber nichts wissen: "Ich möchte betonen, dass ich nicht mit dem Rennsport aufhöre. Ich würde gern weiterhin mit dem Foyt-Team zusammenarbeiten, aber darüber müssen wir uns erst unterhalten." Demnach schwebt dem Briten ein Teilzeitjob vor, der sich ausschließlich auf die permanenten Rundkurse und die Stadtkurse beschränkt.

Foyt-Teammanager Larry Foyt deutet an, dass eine solche Variante durchaus denkbar ist: "Mike stellte in diesem Jahr einen großen Gewinn für unser Team dar. Es ist enttäuschend, dass wir die Saison nicht gemeinsam beenden können, doch Mikes Entscheidung verlangt eine Menge Mut und wir respektieren diese voll und ganz. Es ist uns ein Anliegen, seine Entscheidung entsprechend zu würdigen."

Sollte Conway in der kommenden Saison nur auf den Rundkursen antreten, wäre er nicht der erste Fahrer, der nach diesem Schema vorgeht. Auch der vierfache ChampCar-Meister Sebastien Bourdais beispielsweise lässt seit dem vergangenen Jahr im Dragon-Team von Jay Penske die Oval-Rennen aus und fährt (mit Ausnahme des Indy 500 in diesem Jahr) nur auf den Strecken, auf denen es auch rechts herum geht.

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25.01. 21:15

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