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Bekommt Conway noch eine Chance?

Mike Conway gesteht, dass er sich auf den Ovalen nie hundertprozentig wohl fühlte und will künftig nur noch Straßenkurse fahren - A.J. Foyt respektiert die Entscheidung

(Motorsport-Total.com) - Kurz vor dem IndyCar-Saisonfinale auf dem Superspeedway in Fontana überraschte Mike Conway die komplette Szene, als er nicht nur seinen vorzeitigen Rückzug vom letzten Saisonlauf, sondern auch von sämtlichen Oval-Rennen in Zukunft verkündete. Ein kompletter Abschied aus der IndyCar-Serie soll es aber nicht gewesen sein, wie der Brite betont. "Ich hatte das Glück, mit großartigen Leuten zusammenzuarbeiten, speziell bei Foyt. Ich würde gern auch in Zukunft mit ihnen zusammenarbeiten, falls die Möglichkeit besteht, nur die permanenten Straßenkurse und Stadtkurse zu fahren", so Conway gegenüber 'Autosport'.

Mike Conway

Mike Conway erteilt den Oval-Rennen im IndyCar-Kalender endgültig eine Absage Zoom

Der 29-Jährige, der sein IndyCar-Debüt zu Beginn der Saison 2009 bei Dreyer & Reinbold Racing gab und nach einer Saison bei Andretti Autosport (2011) schließlich bei A.J. Foyt Racing andockte, ist sich bewusst, dass er sich mit seinem Wunsch nicht in die beste aller Verhandlungspositionen bringt. "Es ist natürlich von vornherein eine Einschränkung, wenn ich sage, dass ich nicht die komplette Rennserie bestreiten möchte", sagt Conway und fügt hinzu: "Es dürfte schwierig werden, aber ich will hier bleiben. Sollte es nicht klappen, wäre das auch okay. Ich stehe zu meiner Entscheidung und bin froh, sie so getroffen zu haben."

Conway, der es im Verlauf seiner Karriere auf insgesamt 22 Oval-Rennen brachte, gesteht: "Ich habe mich auf den Ovalen nie hundertprozentig wohl gefühlt. Ich habe sie immer als einen Teil der Serie angesehen, der halt dazugehört und mit dem ich klarkommen muss." Der schwere Unfall beim Indy 500 im Jahr 2010 spielte bei der jüngsten Entscheidung ebenfalls eine Rolle, wie der Brite betont: "Danach war es nicht einfach, auf die Ovale zurückzukehren. Ein paar der alten Erinnerungen kamen plötzlich wieder zurück und ich kam zum Schluss, dass ich auf Ovalen nicht mehr antreten möchte."


Fotos: IndyCars in Fontana


Im Kreise seiner Fahrerkollegen erntet Conway Verständnis und Respekt für seine Entscheidung. "Ich ziehe meinen Hut vor Mike", sagt der frischgebackene IndyCar-Champion Ryan Hunter-Reay. "Er befand sich ganz offensichtlich mental in einem Zustand, in dem er nicht sein wollte. Ovale sind nun einmal gefährlich. Da willst du nicht hinausgehen, wenn du dich nicht hundertprozentig wohl fühlst." Vize-Champion Will Power bläst ins selbe Horn: "Ich kann nachvollziehen, wie er sich fühlt. Es ist eine mutige Entscheidung von ihm, zu sagen 'Hey, ich fühle mich hier nicht wohl.' Ich rechne es ihm hoch an, dass er diese Entscheidung getroffen hat. Er ist ein großartiger Fahrer."

Während Erfolgsteamchef Chip Ganassi in Bezug auf Conway auf "eine zweite Chance" hofft, ist sich dessen Teamchef A.J. Foyt noch nicht sicher, ob diese zweite Chance in seinem Team zustande kommen wird. Der ehemalige IndyCar-Champion und vierfache Indy-500-Sieger schildert seine Gefühle, als er von Conways Entschluss erfuhr: "Natürlich war ich geschockt und auch ziemlich sauer, denn es brachte uns in eine schwierige Position. Ich werde mir aber niemals anmaßen, einen Fahrer im Rennwagen zu etwas zu zwingen, das er nicht will", schreibt Foyt in seiner Kolumne für 'USA Today'.

A.J. Foyt

Teamchef A.J. Foyt zeigt Verständnis für die Entscheidung von Mike Conway Zoom

"Ich werde einem Fahrer nicht einmal vorschreiben, welchen Helm oder welche Sicherheitsausrüstung er zu tragen hat, denn unterm Strich ist es sein Hintern, den er ins Cockpit schwingt. Er muss sich wohl fühlen und Vertrauen haben", unterstreicht die 77-jährige IndyCar-Legende und fügt in Bezug auf Conway hinzu: "Was Mike betrifft, so wollte er sich die Ovale nicht länger antun. Ich weiß, dass ihm die Entscheidung nicht leicht fiel, doch ich bin froh, dass er sie getroffen hat."

In Fontana war es Wade Cunningham, der den Foyt-Honda von Conway übernahm. Wer den Boliden mit der traditionellen Foyt-Startnummer 14 in Zukunft fahren wird, ist nach Aussage des Teamchefs noch offen. "Wir haben uns noch nicht entschieden. Ich gehe davon aus, dass wir im Verlauf des kommenden Monats Verträge unterschreiben werden. Unserem Team steht über den Winter eine Menge Arbeit bevor. Es wird Zeit, dass wir es anpacken", so Foyt.

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