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Die GP2 will die Kosten optimieren

Die GP2 wird im kommenden Jahr vier Überseerennen fahren - Um die Kosten unter Kontrolle zu halten, will Organisator Bruno Michel Details optimieren

(Motorsport-Total.com) - GP2-Organisator Bruno Michel will die Kosten der Nachwuchsserie optimieren, damit die GP2 weiterhin ihren Status als Vorzimmer der Formel 1 behält. Seit der Einführung der Serie im Jahr 2005 gab es immer volle Starterfelder, obwohl die Kosten mit der Zeit gestiegen sind. Ein Cockpit in einem Spitzenteam kostet einen Fahrer pro Saison geschätzte 1,8 Millionen Euro. Deshalb wandern viele vielversprechende Talente in die Konkurrenzserie ab. Die Renault-World-Series ist billiger und bietet ebenfalls Rennsport auf hohem Niveau.

Josef Kral

Die GP2-Serie hat trotz der hohen Kosten immer volle Starterfelder Zoom

Nachdem die GP2 in der abgelaufenen Saison das neue Auto und die neuen Pirelli-Reifen eingeführt hat, will man in diesem Jahr alle Abläufe optimieren. Unter anderem wurde der Asia-Ableger eingestampft und die Hauptserie wird mehr Rennen pro Jahr fahren. "Der Kalender wird inklusiver vier Überseerennen aus zwölf Veranstaltungen bestehen", wird Michel von 'Autosport' zitiert.

"Wir könnten im Rahmen der Formel 1 noch weitere Rennen rund um den Globus fahren, aber das wollen wir vermeiden. Wir suchen auch nach Partnern, die uns bei den Transportgütern unterstützen." Die Zusammenarbeit mit Chassis-Hersteller Dallara und Motorenlieferant Mecachrome wird noch enger. Unter dem Strich sollen Kosten gespart werden.

"Beim Chassis gibt es einige sehr komplexe und teure Teile. Wir wollen sehen, ob wir sie einfacher gestalten können, damit ein Team nicht das ganze Teil austauschen muss, falls es ein Problem gibt." Die einzige grobe technische Neuerung 2012 betrifft die Reifen. Pirelli wird analog zur Formel 1 eine Optionsmischung einführen. Das erhöht aber nicht die Kosten, weil die Anzahl der Reifensätze an einem Wochenende gleich bleiben.