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Warum Formelboliden und keine Tourenwagen?

Serienchef Alejandro Agag erklärt, warum die Formel E auf Formelboliden statt auf Tourenwagen setzt: "Formelautos sind der Traum, das Maximum, die Spitze"

(Motorsport-Total.com) - Die Formel E hat sich auf die Fahnen geschrieben, Elektrotechnik salonfähig zu machen. Mit der ersten rein elektrischen Formelrennserie der Welt möchte man in den Köpfen der Menschen das Bewusstsein für die emissionsfreie Fortbewegung auf der Straße schaffen. Doch die Serie geht dabei einen ungewöhnlichen Weg: Normalerweise achten Hersteller darauf, dass sich die Rennwagen nicht zu sehr von den normalen Straßenwagen unterscheiden, um einen verkaufsfördernden Effekt zu haben.

Nicolas Prost, Sebastien Buemi

Die Formel E hat sich bewusst für den Einsatz von Formelboliden entschieden Zoom

Doch einen Formelrennwagen kann wohl kaum ein Ottonormalverbraucher im normalen Straßenverkehr bewegen. Hätte die Formel E auf ein anderes Konzept gesetzt - zum Beispiel Tourenwagen - dann hätten sich Fans eventuell für ein bestimmtes Modell begeistern können. Doch Serienchef Alejandro Agag hat sich bewusst für Boliden mit freistehenden Rädern und einem offenen Cockpit entschieden.

"Um den Leuten den Traum von Elektroautos zu senden, muss man den Traum versenden - und der heißt Formelauto", erklärt er auf das Formelsportkonzept angesprochen. Welche Botschaft sich dahinter versteckt, ist für ihn klar: Für den Spanier sind Formelautos "der Traum, das Maximum, die Spitze des Motorsports". Serien wie die Formel 1 oder die IndyCars begeistern Millionen Menschen auf der ganzen Welt und haben noch einmal einen anderen Stellenwert als Touren- oder Sportwagen.

Diese Popularität möchte der Gründer nutzen, um die Elektrotechnik zu bewerben: "Wir wollten ein elektrisches (Formelauto; Anm. d. Red.) nehmen, um die Vorstellung und das Image von Elektroautos zu verändern", so Agag. "Formelautos und Elektro gab es noch nie zusammen, und wir wollten diese Barriere brechen. Darum haben wir Formelautos genommen." Ob das Konzept auch aufgeht, das wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

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