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  • 31.12.2015 · 13:46

  • von Scott Mitchell (Haymarket)

Warum Dragon in der Formel E als Hersteller auftreten wird

Teamchef Oriol Servia erklärt, dass Dragon in der Formel E in Zukunft als Hersteller auftreten muss, wenn man weiterhin Chancen auf Siege und Titel haben möchte

(Motorsport-Total.com) - Dragon wird in der Formel E in der kommenden Saison als Hersteller auftreten, weil das Team das Gefühl hat, das es in der Meisterschaft nur so konkurrenzfähig bleiben kann. Das amerikanische Team von Jay Penske beendete die erste Saison der Formel E, als es in der Serie nur Einheitsautos gab, auf Platz zwei. Für die zweite Saison handelte man mit Venturi einen Deal aus, um den VM200-FE-01-Antriebsstrang zu verwenden. Aktuell ist man in der Teamwertung Dritter und liegt fünf Plätze und 36 Zähler vor dem Ausrüster.

Loic Duval

Dragon ist in diesem Jahr noch als Venturi-Kunde in der Formel E unterwegs Zoom

Teamchef Oriol Servia erklärt, dass Dragon nun selbst Verantwortung für den Motor, das Getriebe und das Kühlsystem übernimmt, um größere Teams herausfordern zu können. "Wir machen das hauptsächlich aus dem Grund, damit wir um die Fahrer- und Teammeisterschaft kämpfen können", verrät er gegenüber 'Autosport' und ergänzt: "In diesem Jahr funktioniert unser Paket mit Venturi sehr gut."

"Aber letztendlich hast du keine komplette Freiheit darüber, was du gerne machen möchtest. Sie müssen uns die gleiche Hardware liefern, aber bei der Software können sie sich verbessern, ohne das an uns weitergeben zu müssen. Die Software ist in dieser Meisterschaft sehr wichtig, weil es darum geht, wie du das Batteriemanagement und die Leistungssteuerung hinbekommst", erklärt Servia.

"Dort sind wir sehr limitiert. Du musst eigentlich selbst ein Hersteller sein und darfst nicht mit jemandem verbunden sein. Zumal es nicht irgendjemand von außerhalb ist, sondern ein anderes Team, das dich jeden Samstag schlagen will." Servia erklärt, dass das Team "sehr nah" dran ist, seinen eigenen Antriebsstrang zu fertigzustellen. Er glaubt, dass Dragon das nicht machen würde, wenn die sogenannten Hersteller die Teile selbst bauen müssten.


Fotostrecke: Die Strecken der Formel E 2015/2016

"Der Grund, warum wir uns im vergangenen Jahr nicht beworben haben, ist der, dass wir kein Autohersteller sind. Wir sind ein Rennteam", erklärt er und ergänzt: "Wir sind gut darin, ein Paket zu optimieren. Aber die Wahrheit ist, dass niemand wirklich in seine Garage geht und einen elektrischen Motor baut. Du musst zu Leuten gehen, die das bereits seit Jahren machen."

"Du arbeitest mit deinem Zulieferer zusammen und sagst ihm, was du haben möchtest. Hoffentlich bekommen sie das hin und dann baust du dein Paket zusammen. Das ist das Schöne daran und es gibt uns die Möglichkeit, als 'Hersteller' aufzutreten. Wir können uns umsehen und uns entscheiden, was das beste Paket für uns ist", so Servia.

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