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Piquets Meisterstück: "Hatte nichts zu verlieren!"

Nelson Piquet jun. jubelt in London über den knappen Gewinn des Formel-E-Titels, der nach der Qualifikation schon verloren schien: "Glück war auf unserer Seite"

(Motorsport-Total.com) - Nelson Piquet jun. hat es geschafft: Der Brasilianer ist erster Meister der Formel E. Dem China-Piloten reichte beim finalen ePrix von London ein siebter Platz, um sich vor Sebastien Buemi den Titel zu sichern. Ein einziger Punkt genügte dem ehemaligen Formel-1-Piloten am Ende, während das ganze Rennen auf Messers Schneide war. "Ich kann es gar nicht glauben", jubelt der Brasilianer im Ziel.

Nelson Piquet Jun., Jerome D'Ambrosio

Nelson Piquet jun. jubelt mit Fahrerkollege Jerome D'Ambrosio über den Titel Zoom

"Ich habe keine Worte dafür. Ich bin einfach so erleichtert", ringt Piquet um Fassung. Denn dass er tatsächlich noch den Titel gewinnen würde, hätte nach der Qualifikation kaum einer mehr gedacht. Der China-Pilot wurde im Regen Opfer der Bedingungen und startete nur auf Rang 16, während Rivale Buemi von Rang sechs aus losbrausen durfte. "Nach dem Qualifying wusste ich, dass ich nichts zu verlieren habe. Ich wusste, dass ich einfach pushen und mein absolut Bestes geben muss", meint er.

Dafür hatte er mit seinem Team abgesprochen, keine Positionsinfos ins Cockpit zu funken. "Sie haben gemeint: 'Wir werden dir gar nichts sagen. Du konzentrierst dich einfach, fährst so schnell du kannst, überholst Leute, pushst und stellst keine Fragen.'", lacht Piquet, der nicht einmal beim Überqueren der Ziellinie wusste, dass es knapp gereicht hatte. Erst nach einer halben Runde hatte er es schließlich realisiert.


Formel E in London

Schlüssel für den Titelgewinn war, dass sich der Brasilianer im Rennen von Rang 16 auf Platz sieben verbessern konnte: "Wir haben wirklich Gas gegeben. Wir hatten eine perfekte Strategie", lobt er sein Team. "Als das Safety-Car kam, dachte ich, dass es nicht gut wäre, aber letztendlich hat es uns ein bisschen geholfen. Alles hat gut funktioniert." Und so landete er genau auf jenem Platz, den er brauchte.

Doch Piquet hatte auch Glück: Wäre Sebastien Buemi in der Schlussphase noch an Bruno Senna vorbeigegangen, dann wäre der Schweizer Meister gewesen. Der e.dams-Pilot drückte und drängte, fand allerdings keinen Weg vorbei. Zuvor hatte er sich gedreht und so Senna überhaupt erst vorbeigelassen. "Das Glück war auf unserer Seite", so Piquet, "nicht heute Morgen, aber ich wusste, dass es sich am Nachmittag umkehren wird." Das hat es wahrlich.

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