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  • 22.11.2013 · 13:56

  • von Norman Fischer & SID

Formel E gibt Gas: Testdebüt in Frankreich

Ex-Formel-1-Pilot Lucas di Grassi schickte den neuen Formel-E-Boliden in Frankreich das erste Mal auf die Strecke: Zufriedenheit bei allen Beteiligten

(Motorsport-Total.com/SID) - Zehn Monate vor dem geplanten Start der Formel E hat die erste weltweite Meisterschaft mit Elektroautos den nächsten wichtigen Schritt vollzogen. Wie die Promoter der Serie am Donnerstag mitteilten, absolvierte der frühere Formel-1-Pilot Lucas di Grassi "kürzlich" die ersten Testfahrten mit dem neuen Rennwagen SRT_01E. Der 29-jährige Brasilianer drehte demnach an zwei Tagen auf dem Kurs La Ferte Gaucher im nordfranzösischen Choisy-le-Roi insgesamt 40 Runden in einem Boliden mit reduzierter Leistung.

Lucas di Grassi

Lucas di Grassi wurde die Ehre zuteil, die Jungfernfahrt der Formel E zu übernehmen Zoom

Statt der vorgesehenen 200 kW bot der Elektromotor vorerst lediglich 50 kW. Trotzdem war Testpilot di Grassi mit der ersten Ausfahrt zufrieden: "Es war toll, die ersten Runden für die Formel E zu absolvieren", sagt der ehemalige Virgin-Pilot: "Ich kann versichern, dass die Fahrer mit diesem Auto großen Spaß haben werden. Sogar mit einem Viertel der Leistung hatte es sehr viel Grip und ein tolles Drehmoment."

Designt und produziert wurde der Wagen von der Firma Spark unter der Koordination von Renault. Auch Spark-Chef Frederic Vasseur hätte sich kaum ein besseres Debüt vorstellen können: "Alles lief sehr gut, es war eine sehr positive Jungfernfahrt für den Spark-Renault SRT_01E", so der Franzose. "Das Auto fuhr 40 Runden ohne Probleme, was für die Zuverlässigkeit ein gutes Zeichen ist", freut er sich über den reibungslosen Ablauf.


Fotos: Formel-E-Debüt in Choisy-le-Roi


Der Test in Choisy-le-Roi soll aber wirklich nur der erste Anfang gewesen sein. Schon in den kommenden Wochen soll ein nächster Test mit dem neuen Boliden folgen. "Dort möchten wir dann auch die Distanz verlängern, und uns auf eine vollständige Rennsimulation hocharbeiten", erklärt Vasseur, dass man das Niveau in der nächsten Zeit weiter steigern möchte. "Es ist eine sehr aufregende Entwicklung, und wir können das erste Rennen in Peking mit allen 20 Autos auf dem Grid nicht mehr erwarten", ergänzt Alejandro Agag.

Der Formel-E-Promoter bekam bei der ersten Ausfahrt eines seiner Boliden strahlende Augen - endlich sah er seine Idee auch in Realität umgesetzt: "Der erste Test war ein historischer Moment für die Meisterschaft und wir sind erleichtert, wie es abgelaufen ist. Wir denken, dass Teams, Fahrer und Fans es lieben werden, wie es aussieht und sich anhört", so der Spanier.


Formel-E-Debüt in Choisy-le-Roi

Von September 2014 bis Juni 2015 soll die Formel E unter anderem Stadtrennen in Berlin, Los Angeles, London, Peking und Rio de Janeiro ausrichten. Die Elektro-Boliden sollen eine Spitzengeschwindigkeit von 250 km/h erreichen. Der Strom der Autos reicht bei vollem Tempo aber nur für 25 Minuten. Dann steigen die Piloten in einen zweiten Wagen um.

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