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Sergio Perez

Sergio Perez
Mexiko

Porträt

(Stand: 9. März 2020) Schon seine Rookie-Saison bei Sauber hatte es in sich: Als Sergio Perez erster mexikanische Formel-1-Pilot nach 30 Jahren wurde, stand die Nation auf und applaudierte. Zu Formel-1-Demofahrten Ende Februar 2011 in seiner Heimatstadt Guadalajara kamen 150.000 Menschen. Der Erwartungsdruck in Mexiko war und ist riesig. Doch Perez musste Rückschläge überwinden, darunter das Aus bei McLaren nach einer Saison. Er greift 2020 mit Racing Point an.

Perez' Wurzeln liegen in Guadalajara, einer Millionenmetropole im Nordwesten Mexikos. Er wuchs mit dem Thema Rennsport auf. Vater Antonio fuhr selbst und kümmerte sich um die Karriere des früheren IndyCar-Stars Adrian Fernandez. Bruder Antonio war NASCAR-Pilot. Der kleine Sergio gewann Kart-Meisterschaften in Mexiko sowie in den USA und stieg in die Monoposto-Serie Skip Barber auf. Als er 14 Jahre alt war, stand er wegen der Zeitverschiebung oft nachts um 2:00 Uhr auf, um Teams in Europa anzurufen. Er log, als er behauptete, er hätte Sponsorengelder.

Multimilliardär Carlos Slim Domit nahm Perez unter seine Fittiche- Er landete in Deutschland und wurde 2005 als 15-Jähriger jüngster Starter der Formel BMW - und in Vilsbiburg wohnhaft, einem Ort mit 11.500 Einwohnern in der Nähe von Landshut. Ein Schock für Perez. Für seine zweite Saison in der Formel BMW siedelte Perez nach Berlin um. Die nächste Station wurde Großbritannien. Dort gewann er 2007 die nationale Formel-3-Meisterschaft mit der Rekordbilanz von 14 Siegen. 2009 ging es in die GP2, wo Sauber nach Gesamtplatz zwei 2010 auf ihn aufmerksam wurde.

Seine Debütsaison 2011 bei den Schweizern war turbulent: Perez brachte sein Auto im ersten Rennen als Siebter ins Ziel, wurde aber disqualifiziert, weil der Radius des Heckflügelprofils nicht stimmte. In Monaco verlor er ausgangs der Tunnelpassage die Kontrolle über das Auto und schlug in die Leitplanken ein. Eine schwere Gehirnerschütterung, zwei Rennen Pause und drei weitere Grands Prix, in denen er sich nicht "zu 100 Prozent fit fühlte", waren die Folge. Doch "Checo", wie ein Sergio in Mexiko immer genannt wird, zeigte strahlendes Lächeln und Zähne auf der Strecke.

2012 legte er noch eine Schippe drauf, fuhr im Sauber dreimal auf das Podium und empfahl sich für höhere Aufgaben. Zugute kam ihm, dass McLaren Lewis Hamilton im Gehalt drücken wollte und der Brite Verhandlungen mit Mercedes aufnahm. McLaren trat in Gespräche mit Perez ein, der dank seiner Unterstützung aus Mexiko den Zuschlag bekam. Doch die Freude hielt nicht lange: Weil er den hohen Erwartungen nicht gerecht wurde und sich mit ungestümen Manövern gegen Teamkollege Jenson Button wenig Freunde machte, wurde er 2014 gegen Kevin Magnussen ausgetauscht.

Seine neue Heimat fand Perez bei Force India, und zurück zu alter Stärke. Mit seinem reifenschonenden Fahrstil fuhr er 2014 in Bahrain als Dritter auf das Podium und egalisierte als Gesamtzehnter sein bestes Saisonergebnis. Grund genug für einen neuen Vertrag. 2015 verbesserte Perez die Bilanz mit dem neunten Platz in der Fahrer-WM und holte sich in Russland erneut einen Pokal für Rang drei. Was er 2016 erneut toppte, als er in Monaco und Aserbaidschan das Treppchen besuchte. Am Ende glänzte er als Siebter der Gesamtwertung. Nico Hülkenberg hatte häufig das Nachsehen.

Mehr zu kämpfen hatte Perez im Jahr darauf mit dessen Nachfolger Esteban Ocon, mit dem es zu einigen Scharmützeln kam. Jedoch wiederholte er sein bestes Ergebnis in der Fahrer-WM. Als Force India 2018 finanziell vor die Hunde ging, sorgte Perez gemeinsam mit seinem Manager für eine Insolvenz, die den Rennstall rette und in Racing Point aufgehen ließ. Er selbst blieb an Bord und belegte 2019 erneut den zehnten Platz in der Fahrerwertung, wobei er seinen Teamkollegen Lance Stroll klar im Griff hatte. 2020 geht das Duo in die zweite gemeinsame Saison.

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