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Alexander Albon

Thailand

Porträt

(Stand: Februar 2022) Die Welt von Alexander "Alex" Albon hat sich binnen weniger Monate auf den Kopf gestellt: Eigentlich hätte er 2018/2019 für Nissan in der Formel E fahren sollen. Dann aber holte ihn der Red-Bull-Konzern zurück ins eigene Nachwuchsprogramm und zu Toro Rosso. Nach nur wenigen Rennen wurde Albon sogar ins A-Team der Marke befördert. Und wenn es in Brasilien nicht zur Kollision mit Lewis Hamilton gekommen wäre, Albon hätte wahrscheinlich bereits seinen ersten Podestplatz erzielt. Doch es kam anders, und inzwischen fährt Albon in der Formel 1 gar nicht mehr für eines der beiden Red-Bull-Teams.

Der Reihe nach: Erstmals hatte Albon 2011 international für Aufsehen gesorgt, als er den zweiten Platz in der Kart-Weltmeisterschaft belegte. Danach stockte seine Karriere jedoch: Weil Albon in diversen Renault-Formelserien nicht auf Touren kam, stellte Red Bull die Förderung ein. Albon war auf einmal auf sich alleine gestellt. Der Teenager aber biss sich durch und schaffte es 2016 auch ohne Unterstützung zu Gesamtrang drei in der GP3-Serie. Als er diesen Erfolg zwei Jahre später in der Formel 2 wiederholte und Red Bull zum gleichen Zeitpunkt die Nachwuchstalente ausgingen, holte man Albon kurzerhand zurück - obwohl der angesprochene Nissan-Vertrag bereits unterschrieben war!

Albon rechtfertigte die Red-Bull-Rückkehr mit soliden Ergebnissen für Toro Rosso und holte gleich in seinem zweiten Formel-1-Rennen Punkte. Mit P6 beim turbulenten Deutschland-Grand-Prix ließ er aufhorchen. Wenige Tage später überraschte Red Bull erneut: Pierre Gasly wurde mangels Leistung im A-Team ausgemustert und zurück zu Toro Rosso versetzt, Albon erhielt seine nächste große Chance - und nutzte sie. Sieben Top-6-Platzierungen in Folge brachten ihm nach der Saison 2019 die Vertragsverlängerung an der Seite von Max Verstappen ein.

2020 blieb bei Albon aber der gewünschte Fortschritt aus: Zwar erzielte der unter thailändischer Flagge startende Rennfahrer im Jahresverlauf zwei Podestplätze und kam mehrheitlich auf Punktepositionen ins Ziel, insgesamt allerdings stand er klar im Schatten von Verstappen - und wurde für 2021 durch Sergio Perez erzielt.

In der Saison 2021 stand Albon daher ohne Stammcockpit in der Formel 1 da. Er fand aber neue Aufgaben: Bei Red Bull absolvierte er etliche Einheiten im Simulator und kam auch bei Probefahrten zum Einsatz, wobei er gemeinsam mit seinem bisherigen Renningenieur arbeitete und so sein Know-how vertiefen konnte. Parallel dazu nahm er an der DTM teil und erzielte bei 14 Rennen immerhin einen Laufsieg und am Jahresende P6 in der Gesamtwertung.

Für 2022 kehrt Albon, nach einem Jahr Formel-1-Auszeit, wieder in die Grand-Prix-Szene zurück. Er hat bei Williams unterschrieben, das mit Mercedes-Antrieben unterwegs ist. Daher gilt Albon nicht mehr länger als Red-Bull-Kaderfahrer, wenngleich die Verbindung zu Red Bull nicht ganz aufgekündigt ist. Der Energydrink-Rennstall behält sich vor, Albon in Zukunft wieder in seine Dienste zu stellen.

Albon ist der Sohn eines Briten und einer Thailänderin. Er ist sowohl britischer als auch thailändischer Staatsbürger.

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