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Zwischengas-Verbot: Cosworth sieht extreme Entwicklung

Wenn die FIA das Zwischengas und die angeströmten Diffusoren nicht unterbindet, sieht Cosworth in Zukunft ein extremes Wettrüsten in diesem Bereich

(Motorsport-Total.com) - Das Zwischengas-Verbot wirft weiter hohe Wellen auf. Am 16. Juni tagt die technische Arbeitsgruppe und wird entscheiden, ob das System weiter verwendet werden darf. Bei Cosworth ist man der Meinung, dass die FIA diese Lösungen verbieten muss, denn ansonsten würde man in Zukunft extreme Formen der angeströmten Diffusoren sehen. In diesem Bereich können die Ingenieure extrem viel Zeit finden. Bei Renault endet der Auspuff vor den Seitenkästen, damit die Abgase den kompletten Unterboden anströmen können.

Mark Gallagher

Cosworth-Manager Mark Gallagher wartet gespannt auf die Entscheidung der FIA

"Wir kommen langsam in eine Phase, in der die Entwicklung in einem Bereich forciert wird, den man vor wenigen Jahren noch nicht kommen gesehen hat", wird Cosworth-Manager Mark Gallagher von 'Autosport' zitiert. "Am Horizont sieht man schon sehr extreme Formen. Der Vorteil ist signifikant. Wenn man zu seinem Aerodynamiker sagt, dass man dort eine halbe Sekunde finden kann, dann wird man das versuchen."

"Es geht nicht um Kleinigkeiten, um Hundertstel oder Tausendstel. Man kann dort viel Zeit finden. Deshalb wird das Potenzial ausgelotet. Wenn man jetzt auf einen komplett neuen Motor blickt, kann man einen entwerfen, der auf diese Strategie ausgelegt ist. Damit würde man ein ganz anderes Level erreichen", spricht Gallagher das neue Motorenreglement an.

"Die Frage ist, ob die FIA das unterbinden wird. Wenn der Weg offen ist, und zwar nicht nur für die aktuellen Motoren, sondern auch für neue Triebwerke, dann ist das ein komplett neuer Entwicklungsbereich. Wir werden die Klarheit bekommen. Wir haben das System und können es einsetzen. Wir müssen aber wissen, dass es für unsere Kunden legal ist."