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Williams: Sitzgurt-Problem kein Sicherheitsrisiko

Ein gelockerter Gurt kostete Valtteri Bottas während des Rennens in Sau Paulo viel Zeit - Die Sicherheit des Williams-Piloten stand aber nicht auf dem Spiel

(Motorsport-Total.com) - Sich aufrecht hinzusetzten und sich anzuschnallen kennen nicht nur allgemeine Fluggäste. Diese Prozedur sollte auch von Autofahrern angewandt werden, bevor sie ihre Motoren starten. Vor allem, wenn sie mit Höchstgeschwindigkeiten um eine Rennstrecke herumrasen. Auch Valtteri Bottas hat das vor dem Grand Prix von Brasilen berücksichtig. Sein Sicherheitsgurt lockerte sich dennoch schon in der Anfangsphase des Rennens.

Valtteri Bottas

Valtteri Bottas wird sich beim kommenden Rennen fester anschnallen Zoom

Sein Team drängte daher auf eine Untersuchung des Problems. Bottas, der von Rang vier ins Rennen gegangenen war, verlor bei seinem ersten Boxenstopp dadurch viel Zeit. Weil es auch bei seinem Zweiten Stopp wegen einer Frontflügel-Justierung länger dauerte, landete er schließlich nur auf Rang zehn, während sich sein Teamkollege Felipe Massa auf dem Podium feiern ließ.

Dementsprechend frustriert zeigte sich der Finne am späten Sonntagnachmittag in Interlagos. Aber Sicherheit geht vor. "Die Gurte waren zu locker", gibt Bottas zu. "Das macht es physisch nicht einfach, weil man sich viel bewegt. Wenn man dann bremst und sich mit den Händen halten muss ist das nicht ideal."


Fotos: Williams, Großer Preis von Brasilien


"Er hat uns berichtet dass der Gurt im Schritt zu locker geworden ist", erklärt sein Chefingenieur Rob Smedley. "Er dachte, er könnte damit weiterfahren, aber für uns war klar, dass wir das checken müssen. Ich habe beim Stopp dann die Mechaniker damit beauftrag, sich das anzuschauen. Es geht dabei immer um die Sicherheit. Wir haben uns damit die Chance auf ein paar sehr gute Punkte genommen. Aber es stand nie in Frage, dass wir das tun. Wir wollten in dieser Situation absolute Sicherheit gewährleisten, auch wenn uns das zwölf Sekunden im Rennen gekostet hat."

Was für Bottas und das Team einen ärgerlichen Punkteverlust bedeutete, sendet ein positives Signal in Sachen Sicherheit. Smedley weist aber auch darauf hin, dass so etwas nicht selten vorkommt: "Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Gurt am Ende Rennens ein wenig lockerer sitzt, als am Anfang, denn es wirken ja viele Kräfte und sie bewegen sich auch beim Anschnallen noch viel. Es war nur etwas seltsam, dass es so früh im Rennen vorgekommen ist. Deswegen haben wir auch untersucht, ob es da ein Problem gibt. Es war aber alles normal. Wir müssen nur sicherstellen, dass er mit seinem Hintern ein bisschen tiefer sitzt, wenn wir ihn für das nächste Rennen festschnallen."

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