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Williams auf Gripsuche: Angst vor Lokalmatador Perez

Valtteri Bottas und Felipe Massa konnten sich für den Grand Prix von Mexiko auf den Plätzen acht und neun qualifizieren - Reicht das im Kampf gegen Force India?

(Motorsport-Total.com) - Williams verliert das Ziel nicht aus den Augen. Das heißt: In jedem der drei noch verbleibenden Rennen vor der direkten Konkurrenz von Force India zu landen, um sich den vierten Platz unter den Konstrukteuren noch zurückzuerobern. Im Qualifying zum Grand Prix von Mexiko (Formel 1 2016 live im Ticker) ist ihnen dafür schon einmal ein guter Grundstein gelungen - denn ein Rivale startet hinten ihnen. Sergio Perez könnte für Valtteri Bottas (Starplatz acht) und Felipe Massa (9.) aber noch besonders gefährlich werden.

Valtteri Bottas

Williams hat Punkte in Mexiko für den WM-Kampf bitter nötig Zoom

"Es ist eine Herausforderung und sie scheinen einen Vorsprung zu haben", sagt Bottas über Force India. "Aber unsere Renn-Pace sieht eigentlich gleich aus - das hoffe ich zumindest. Es wird natürlich schwierig, weil wir weniger Punkte haben und sie im Vorteil sind. Aber es sind noch drei Rennen und viele Punkte zu holen."

Der Finne legte eine Zeit von 1:19.551 Minuten hin und war damit 0,221 Sekunden langsamer als Nico Hülkenberg, der sich zum Ärger von Williams als Fünfter qualifizieren konnte. "Es war schwierig", beschreibt Bottas seinen Samstagnachmittag. "Es gab auf jeden Fall weniger Grip am Nachmittag im Vergleich zum Morgen. Wir hatten Probleme mit den Reifen. Aber ich denke nicht, dass wir weit davon entfernt sind, wo wir es hingeschafft hätten. Wir stehen jetzt zwischen den Force Indias und im Rennen wird es dann darauf ankommen. Es scheint, als könnten wir unabhängig von den Bedingungen gute Longruns fahren. Das wird sich im Rennen hoffentlich auch zeigen."


Fotos: Williams, Großer Preis von Mexiko, Samstag


Auch Teamkollege Massa hadert mit dem Reifenverhalten. "Ich hatte Probleme, den Grip zu finden - bei der Vorbereitungen der Runde und in der Runde selbst", sagt er. "Ich habe viele verschiedene Wege ausprobiert, nur um mehr Grip zu finden. Meine beste Runde an diesem Wochenende ist mir im dritten Training in der zweiten schnellen Runde gelungen. Mit dem aufgedrehten Motor und dem leichteren Gewicht wurde ich dann aber langsamer, weil die Reifen nicht mitgespielt haben. Das ist schade. Aber wir sind beide in den Top 10, wir stehen zwischen den Force Indias - ich hoffe, das kann uns im Rennen helfen."

Massa fuhr in Q3 eine Zeit von 1:20.032 Minuten und war damit noch einmal fast eine halbe Sekunde langsamer als Bottas. Der hatte schon zu Beginn des Qualifyings mit dem spektakulärem Zerstören seines Reifens auf sich aufmerksam gemacht. "Das war der schlimmste Verbremser, den ich je hatte", sagt er. "Das kam gleich, als ich auf die Bremse gestiegen bin. Da hatte ich noch so viel Geschwindigkeit drauf, dass ich nicht von der Bremse gehen konnte. Ich musste irgendwie das Auto stoppen. Aber das hat meine Reifenauswahl nicht beeinflusst."

"Ich denke nicht, dass wir Probleme haben, Temperatur in die Reifen zu bekommen", erklärt Bottas das eigentliche Problem. "Hier ist es schwierig, die neuen Reifen richtig anzufahren. Einige Autos schaffen das besser als wir. Das ist sehr empfindlich mit den Luftdrücken und den Temperaturen. Aber ich denke, was die Reifen angeht waren wir heute nicht so sehr hinterher. Das hatte eher mit der Performance des Autos zu tun."

Force India scheint jedenfalls schon wieder besser dazustehen. Perez landete nur auf Startplatz zwölf, weil er in Q2 einen Fahrfehler beging. Doch der Lokalmatador hat dadurch auch einen Vorteil. "Er hat die beste Möglichkeit, eine Einstoppstrategie zu fahren und das ist die schnellste.", beneidet ihn Massa um die freie Reifenwahl. Das Williams-Duo muss auf Supersoft starten. "Im Rennen kann sich noch vieles ändern - aber er wird ein Gutes haben."


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Doch Bottas schöpft Hoffnung: "Am Freitag war unsere Performance auf dem Supersoft im Vergleich zu den anderen eigentlich gar nicht schlecht. Aber sie halten nicht lange. Und wenn man auf dem Supersoft startet, wird es schwierig, eine Einstoppstrategie zu fahren. Mit Soft- und Medium-Reifen wäre das drin. Das Rennen wird sich sehr über die Taktiken entscheiden."

Am vergangenen Wochenende konnte Williams zwei Punkte auf Force India gutmachen. Da war Hülkenberg aber auch ausgeschieden. Derzeit liegen sie noch acht Punkte hinter den Rivalen zurück. "Mit den Plätzen neun und zehn können wir nie ganz zufrieden sein", sagt der Chefingenieur Rob Smedley daher. "Im Vergleich zum Qualifying in den USA haben wir uns aber verbessert. Das Auto ist ziemlich gut ausbalanciert. Uns haben nur ein paar Zehntel gefehlt. Es ist erst einmal genug für unser Ziel in der Weltmeisterschaft. Es lässt und die Tür für viele Punkte offen und besser abzuschneiden, als Force India."

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