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  • 13.11.2022 08:24

  • von Kevin Hermann, Co-Autor: Adam Cooper

Wieder "Best of the Rest": McLaren lobt angeschlagenen Norris nach Sprint

Im Kampf um Platz vier in der Teamwertung ging der F1-Sprint in Brasilien an McLaren, doch es bleiben Restunsicherheiten über die Gesundheit von Lando Norris

(Motorsport-Total.com) - McLaren-Formel-1-Teamchef Andreas Seidl ist zuversichtlich, dass Lando Norris trotz seines Unwohlseins nach dem Sprint am Samstag fit genug ist, um am Großen Preis von Sao Paulo teilzunehmen. Norris blieb am Donnerstag der Strecke fern, nachdem er sich eine leichte Lebensmittelvergiftung zugezogen hatte, während Nyck de Vries schon in Bereitschaft war.

Titel-Bild zur News: Lando Norris

Lando Norris holte beim Sprint mit P7 das Maximum heraus Zoom

Dennoch konnte Norris am Freitag fahren und belegte im Qualifying einen ermutigenden vierten Platz. Im Sprint am Samstag rutschte er auf den siebten Platz zurück, erreichte aber das Ziel des Teams, denn nur die Autos der drei besten Teams landeten vor dem Briten. Gleichzeitig konnte er Pole-Mann Kevin Magnussen überholen.

Nach dem Sprint gab Norris zu, dass er sich wieder nicht wohl fühlte, und er wurde von den Medien und anderen Aufgaben freigestellt, um sicherzustellen, dass er am Sonntag fit genug ist, um am Rennen teilzunehmen.

Seidl über Norris: "Scheint nicht so, als ob ihm etwas fehlt"

Seidl sagt, es gab jedoch keine Anzeichen dafür, dass Norris' Leistung im Sprint beeinträchtigt war: "Ich bin zuversichtlich, dass er morgen wieder fit sein wird, nachdem er sich über Nacht gut ausgeruht hat", sagt er auf Nachfrage über Norris' Zustand.

"Ich denke, wenn man sich ansieht, was er heute geleistet hat und wie er das Rennen angegangen ist, dann schien es nicht so, als ob irgendetwas gefehlt hätte. Auch wie er mit den Reifen umgegangen ist, um sicherzustellen, Kevin zu überholen, was das Ziel für heute war, war super."

Norris holte zwei wertvolle Punkte für McLaren an einem Tag, an dem Alpine, Rivale des Teams um den vierten Platz in der Weltmeisterschaft, nach einer Kollision zwischen Fernando Alonso und Esteban Ocon schwer zu leiden hatte. Daniel Ricciardo profitierte auch von dem Zusammenstoß und rückte von Platz 14 auf den 11. Startplatz für das Hauptrennen am Sonntag vor.

Seidl: Top-Teams sind nicht erreichbar gewesen

"Natürlich sind wir nach dem Sprint heute sehr zufrieden, denn schließlich war es unser Tagesziel, als bestes Auto hinter den drei Top-Teams ins Ziel zu kommen", so Seidl. "Denn wir müssen anerkennen, dass die sechs Autos der drei Top-Teams für uns unerreichbar sind, wenn sie ihren Job so machen, wie sie sollten."

"Ich bin sehr zufrieden mit P7 für Lando, das ist natürlich eine gute Ausgangsposition für morgen, um gute Punkte zu holen. Das zweite Ziel war es, mit Daniel voranzukommen und ihn nach einem schwierigen Qualifying in eine bessere Position zu bringen, um morgen um Punkte zu kämpfen. Beide Ziele haben wir erreicht, und deshalb sind wir mit dem heutigen Ergebnis sehr zufrieden."


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"Ich denke, wir haben auch gesehen, dass wir ein anständiges Rennauto haben. Das sollte uns auch morgen helfen, im Kampf um gute Punkte zu bleiben. Und durch die Zwischenfälle auf Seiten von Alpine sind wir natürlich in einer noch besseren Position, um morgen gegen unseren Hauptkonkurrenten in der Konstrukteurswertung an Boden gut zu machen."

"So weit so gut, aber morgen werden die Punkte verteilt, also auch kein Grund, sich zu sehr zu freuen", sagt Seidl, der davor warnt, dass Alpine immer noch eine Gefahr sein könnte, obwohl Ocon und Alonso am Sonntag von den Plätzen 17 und 18 ins Rennen gehen.

Seidl rechnet mit Alpine im Rennen

"Ich denke, wir haben in diesem Jahr schon mehrfach gesehen, dass man sich nie sicher fühlen kann, denn Alpine hat gezeigt, dass sie eine sehr gute Rennpace haben. Nach allem, was wir bisher von unserem Auto an diesem Wochenende gesehen haben, sollten wir auch morgen in guter Form sein."


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"Aber mit der Wettervorhersage, die es auch gibt, kann morgen alles passieren, also werden wir die Herausforderung morgen so angehen, wie wir es immer tun, nämlich uns auf uns selbst konzentrieren. Wir werden sicherstellen, dass wir ein sauberes Rennen fahren und dann hoffentlich mehr Punkte als Alpine holen, um den Kampf um P4 am Leben zu erhalten."

Mit den zwei Punkten von Lando Norris im Sprint hat McLaren den Rückstand in der WM auf das französische Team auf nur noch fünf Punkte verkürzt. Kein Wunder, dass Alpine-Teamchef Otmar Szafnauer nach dem Sprint mächtig sauer auf seine beiden Piloten war.

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