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Wegen Monza-Posse: Regionalpolitiker fordert Ferrari-Ausstieg

Roberto Maroni, Landesfürst in der Lombardei, will mit einer gewaltigen Drohung Druck auf Bernie Ecclestone ausüben und so seinen Grand Prix retten

(Motorsport-Total.com) - Ferrari und eine Königsklasse des Motorsport gehören zusammen wie Pech und Schwefel. Das haben über die Jahre hinweg alle Verantwortlichen bei der Scuderia deutlich gemacht - selbst als unter Luca di Montezemolo eine Piratenserie vor der Tür stand. Mit diesem Grundsatz zu brechen fordert nun ein gewisser Roberto Maroni. Der Mann ist Landesherr in der Region Lombardei und kämpft wie die Streckenverantwortlichen in Monza um den Erhalt des Italien-Grand-Prix auf der Traditionsbahn.

Fans in Monza

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Maroni glaubt zu wissen, wie er Bernie Ecclestone auch ohne zweistellige Millionenbeträge als Promotergebühr überzeugen kann. "Der richtige Weg ist es, die Öffentlichkeit, die Regierung und Ferrari zu beteiligen. Ich würde es gerne erleben, dass Ferrari sagt: 'Gibt es keinen Italien-Grand-Prix in Monza, sind wir in der Formel 1 nicht länger dabei", poltert der Politiker. Informationen der 'Gazzetta dello Sport' zufolge soll Maroni am Montag ein Gespräch mit Sergio Marchionne geführt haben.

Dabei hat Maroni offenbar beim Ferrari-Präsidenten um Unterstützung gebeten und zeigt sich mit dem Stand der Verhandlungen "sehr zufrieden". Laut ihm sei Ferrari gewillt, "alles zu tun", um die Stippvisite der Königsklasse in Monza zu sichern. Vor einigen Wochen hörte sich das allerdings noch etwas anders an, schließlich trat Marchionne finanziellen Beihilfen nach dem Beispiel Mercedes' und Hockenheims skeptisch gegenüber. Er versprach aber ein Einschreiten, sollte sich die Lage weiter zuspitzen.

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