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  • 09.12.2014 · 12:51

  • von Dominik Sharaf

Wegen Charitonin: Nürburgring erneut auf der EU-Agenda

Der Weiterverkauf der Traditionsstrecke an den Oligarchen ruft Beschwerden der unterlegenen Bieter hervor: Wurde die Finanzsicherheit ausreichend geprüft?

(Motorsport-Total.com) - Der Einstieg des Oligarchen Viktor Charitonin hat nicht die erhoffte Ruhe an den Nürburgring gebracht. Wie die 'WirtschaftsWoche' berichtet, gibt es erneut Beschwerden bezüglich der Konformität des Verkaufs mit EU-Recht. Die bereits gegen den gescheiterten Besitzer Capricorn unterlegenen Bieter sollen entsprechende Bedenken in Brüssel vorgetragen und eine Neuaufnahme der Ermittlungen gefordert haben, weil die Finanzsicherheit angeblich nicht ausreichend geprüft wurde.

Nürburgring

Die dunkeln Wolken über dem Nürburgring scheinen sich nicht zu verziehen Zoom

Hintergrund ist weiter die im Oktober für rechtmäßig erklärte Veräußerung an den Düsseldorfer Automobilzulieferer, die durch den Weiterkauf an Charitonin an Brisanz gewonnen hat. Schließlich stellt sich die Frage, ob nach dem Scheitern der Sache die Aussichten wirklich mit der nötigen Sorgfalt in Augenschein genommen wurden. Von mangelnder Transparenz und Fehlinformation der EU-Kommission, die mittlerweile personell neu besetzt ist, ist die Rede.

Charitonin trat selbst als Rennstrecken-Besitzer bislang nicht in Erscheinung. Er ist mit 38 Prozent an Pharmstandard beteiligst, dem größten Arzneimittelhersteller Russlands. Außerdem fungiert er als Aufsichtsratschef. Seinen Aufstieg initiierte er 1993 in der Handels- und Finanzbranche, ehe er zusammen mit dem als Besitzer des FC Chelsea bekannten Roman Abramowitsch das Unternehmen gründete. 'Forbes' beziffert das Vermögen des 41-Jährigen mit rund 800 Millionen Euro.

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