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WEC, DTM, Formel E: Felipe Massa über Formel-1-Alternativen

Felipe Massa fühlt sich mit 33 Jahren noch immer fit genug für die Formel 1, denkt allerdings auch schon über Alternativen nach und lobt dabei vor allem die WEC

(Motorsport-Total.com) - Mit 33 Jahren zählt Felipe Massa in der Formel 1 mittlerweile zu den ältesten Piloten im Fahrerfeld. Rookie Max Verstappen ist mit seinen 17 Lenzen gerade einmal rund halb so alt wie der Brasilianer. Für den Williams-Piloten, der seinen ersten Grand Prix in der Königsklasse im Jahr 2002 absolvierte, ist das allerdings kein Grund, bereits sein Karriereende zu planen. Aktuell sieht er noch keinen Anlass dafür, die Formel 1 zu verlassen.

Felipe Massa

Aktuell macht sich Felipe Massa noch keine großen Sorgen um seine Zukunft Zoom

"Ich werde bleiben, solange sich die Situation nicht ändert. Ich arbeite für ein fantastisches Team, das alles gibt, um größer und konkurrenzfähiger zu werden", erklärt Massa selbstbewusst und ergänzt: "Wenn ich keine Möglichkeiten mehr hätte und nur noch deshalb im Team bleiben würde, um überhaupt in der Formel 1 zu sein, dann würde ich in eine andere Meisterschaft wechseln."

"Trotzdem würde ich noch immer Rennen fahren, denn das liebe ich", ist sich der 33-Jährige allerdings sicher und ergänzt: "Solange sich meine Situation nicht ändert, fühle ich mich auch nicht alt." Massas aktueller Vertrag läuft noch bis Ende 2016, bei Ablauf wäre er 35. Dass das nicht zwangsläufig bedeuten muss, dass man für die Königsklasse zu alt ist, beweisen Massas Fahrerkollegen Jenson Button und Kimi Räikkönen, die dieses Alter bereits erreicht haben.


Fotos: Großer Preis von Australien, Pre-Events


Nicht zu vergessen ist natürlich auch Massas ehemaliger Ferrari-Teamkollege Michael Schumacher, der sogar mit 43 noch ins Cockpit gestiegen ist. Daher beschäftigt sich der Brasilianer momentan auch noch nicht konkret damit, wo seine Reise ihn nach der Formel 1 hinführen wird: "Vielleicht WEC, vielleicht Formel E - Ich weiß es nicht. Ich denke momentan nur an die Formel 1. Alles andere entscheidet sich in der Zukunft."

Bei Ferrari auf dem Abstellgleis

Einfach waren die vergangenen Jahre für den Brasilianer allerdings nicht. 2009 erlebte er beim Großen Preis von Ungarn einen schweren Unfall und fiel anschließend mehrere Monate aus. Ein Formel-1-Rennen konnte er bis heute nie wieder gewinnen, sein letzter Sieg stammt aus dem Jahr 2008, als er sein Heimrennen in Interlagos gewann, den Kampf um den WM-Titel im gleichen Rennen allerdings an Lewis Hamilton verlor.


Fotostrecke: Die Formel-1-Karriere des Felipe Massa

Daher weiß Massa auch, dass seine Formel-1-Karriere nicht ewig weitergehen wird. Nach der Saison 2013 war bei Ferrari kein Platz mehr für den Brasilianer, der sich damals auch nach Jobs abseits der Königsklasse umgesehen hat, bevor er doch noch einen Vertrag bei Williams erhielt. Er erinnert sich: "Ich habe mich umgesehen, aber es ging nicht weit, denn ich konnte in der Formel 1 bleiben."

"Ich habe in Richtung DTM geblickt, aber jetzt wird die WEC größer und größer." Felipe Massa

"Ich habe damals in Richtung DTM geblickt, aber jetzt wird die WEC größer und größer. Für mich wäre es fantastisch, wenn es nur eine Kategorie geben würde, nur die Prototypen. Vielleicht LMP1 und LMP2 zusammen. Man könnte auch zwei Kategorien mit kleinen Unterschieden machen, aber ohne die GT-Autos, außer für Le Mans vielleicht. Wenn es so kommt, dann wäre das meiner Meinung nach eine fantastische Zukunft."

Man wird nicht jünger...

"Sie brauchen vielleicht noch eine oder zwei weitere Marken, dann können sie das machen", glaubt Massa und lobt: "Ich denke, dass sie abgesehen von der Formel 1 die besten Autos haben." Trotzdem kann er sich nicht vorstellen, das "Modell Hülkenberg" zu wählen und parallel zur Formel 1 auch bei den 24 Stunden von Le Mans anzutreten. Er wolle sich "nur auf eine Kategorie konzentrieren."


Massa und Bottas beim Football

Die Williams-Piloten nutzen ihren Aufenthalt in Melbourne um die australische Variante des Ballsports auszuprobieren Weitere Formel-1-Videos

Eine nachvollziehbare Entscheidung, denn der Brasilianer verrät, dass er in seinem Alter sowieso wesentlich mehr trainieren muss, als das noch vor einigen Jahren der Fall war. "Wenn man älter wird, dann spürt man, dass einem etwas fehlt. Also muss man mehr tun, um auf dem gleichen Level zu bleiben", sagt Massa und schiebt nach: "Man muss härter arbeiten, aber ich bin ziemlich fit."

"Wenn man älter wird, dann spürt man, dass einem etwas fehlt." Felipe Massa

Außerdem stellt er heraus, dass das Alter auch gewisse Vorteile mit sich bringt. "Man versteht das Auto besser und auch das Arbeiten mit dem Team fällt leichter, wenn man bereits einige Erfahrung hat und sieht, wie sich das Team entwickelt. Ich denke, ich kann immer noch schnell sein", so der 33-Jährige mit einem Lachen. Beim Saisonauftakt in Melbourne hat er die Gelegenheit, das auch unter Beweis zu stellen.

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