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Webber über Bahrain: "Sollten uns Zeit lassen"

Mark Webber und Christian Horner haben keine klare Meinung zum Grand Prix von Bahrain, schwärmen aber einhellig vom Streckenlayout in Austin

(Motorsport-Total.com) - Am 22. April soll erstmals seit 2010 der Grand Prix von Bahrain stattfinden, aber dieses Datum ist aufgrund der anhaltenden politischen Unruhen im arabischen Königreich alles andere als in Stein gemeißelt. Doch genau wie im Vorjahr wollen FIA, Bernie Ecclestone und die Teams so lange wie möglich zuwarten, um auf eine Deeskalation der Lage zu hoffen.

Mark Webber

Mark Webber hofft, dass die Formel 1 2012 in Bahrain antreten kann

Ein Standpunkt, den auch Mark Webber vertritt: "Ich finde, wir sollten uns noch ein wenig Zeit lassen", sagt der Red-Bull-Pilot, der die Situation gelassener sieht als vor einem Jahr, denn: "Wir sind nicht klüger geworden, aber im Vorjahr war das alles ziemlich neu. Jetzt ist es das nicht mehr. Ich hoffe wirklich, dass wir dort fahren können, aber in der Vergangenheit wurden die richtigen Entscheidungen getroffen. Warten wir ab, was passiert."

Aus den Erfahrungen von 2011 gelernt?

Bekanntlich hatte es 2011 ein monatelanges Hickhack um den Grand Prix gegeben, ehe er schlussendlich doch abgesagt wurde. Internationale Medien störten sich aber daran, dass die Formel 1 offenbar um jeden Preis in Bahrain fahren wollte, nur um die mit einer Absage verbundenen Millionenverluste zu vermeiden - und das trotz des fragwürdigen Ansehens des Königshauses auf der weltweiten politischen Bühne.

Trotzdem legen die Teams wieder die Hände in den Schoß und vertrauen erneut auf die FIA und Ecclestone: "Wir vertrauen der FIA, dass sie die richtigen Entscheidungen trifft", bestätigt Red-Bull-Teamchef Christian Horner. "Sie sind mit der Situation und der Politik dort viel besser vertraut als wir, daher verlassen wir uns auf ihre Einschätzung. Im Winter wurde darüber nicht diskutiert, aber jetzt haben wir ja wieder öfter Gelegenheit, darüber zu sprechen."

Auf die Barrikaden steigen werden die Teams wohl erst, sollten wie befürchtet ihre Reiseversicherungen aussteigen. Seitens der Sponsoren scheint es keine Vetos zu geben: "Sie verfolgen die Situation interessiert, aber niemand hat bisher Bedenken zum Ausdruck gebracht, weswegen das Rennen nicht ausgetragen werden sollte. Sie vertrauen den Organisatoren und dem Verband", sagt Horner und unterstreicht: "Wenn ein Rennen stattfindet, werden wir dort sein."

Vorfreude auf Strecke in Austin

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel lag beim bisher letzten Bahrain-Grand-Prix lange in Führung Zoom

Gleiches gilt auch für den US-Grand-Prix am 18. November in Austin. Dort sind aber nicht politische Unruhen, sondern die sich ziehenden Bauarbeiten das Problem. Dabei gehört die Streckenführung mit zum Besten, was Hermann Tilke je designt hat: "Wir sind zwar nur im Staub dort gefahren, aber das Layout macht einen spannenden Eindruck", lobt Horner und erinnert sich an die Red-Bull-Demo im vergangenen Jahr. "Ich glaube, dass es eine fantastische Veranstaltung wird."

Auch Webber freut sich auf Austin: "Ich kenne die Stadt relativ gut, war 2003 zum Sightseeing dort", erinnert er sich und streut Tilke Rosen: "Die Strecke sieht umwerfend aus, auch wenn ich sie bisher nur auf Animationen gesehen habe. Ein bisschen alte Schule, was ich gut finde, schnelle Kurven." Einziges Manko: "Wir müssen nur aufpassen, dass wir nicht allzu viele dieser superscharfen ersten Kurven wie in Indien bekommen."

Denn: "Wenn am Start das ganze Feld beschleunigt und dann für eine scharfe Kurve auf 90 abbremsen muss... Wir haben ja ohnehin schon ein kleines Starterfeld, also wäre es vielleicht vernünftiger, solche Kurven nicht gleich an den Anfang einer Runde zu setzen", regt er zum Nachdenken an. "Aber ich will nicht kritisieren. Die Strecke sieht gut aus und ich denke, die Amerikaner werden das Rennen annehmen, auch nach dem Indy-Fiasko."

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