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  • 11.09.2006 · 21:55

  • von Fabian Hust

Was der Fahrervereinigung an Monza missfällt

Die 'GPDA' hat wie am Wochenende in Monza angekündigt am Montag erklärt, warum man die Sicherheit der Strecke nicht als ausreichend empfindet

(Motorsport-Total.com) - Nachdem sie jahrelang bei jedem Auftritt der Formel 1 in Monza die Streckenbetreiber dazu vergeblich aufgefordert hatten, die Sicherheitsvorkehrungen an der Strecke zu verbessern, nutzt man nun die Öffentlichkeit, um den Druck zu erhöhen. Die 'Grand Prix Drivers Association' (GPDA) hatte am Freitag auf einer Sitzung in Monza beschlossen, dass man am (heutigen) Montag eine entsprechende Pressemitteilung veröffentlicht.

Jenson Button vor Fernando Alonso

Die 27 Fahrer fordern statt Kiesbetten Auslaufzonen aus Asphalt

"Einige Jahre lang haben wir mit Hilfe der FIA angesichts der Hochgeschwindigkeits-Charakteristik des Kurses unsere Bedenken in Bezug auf die Auslaufzonen kommuniziert, vor allem betreffend der zweiten Schikane", heißt es in der Mitteilung der 'GPDA'. "Wir verstehen und akzeptieren, dass die Strecke den aktuellen FIA-Standards genügt. Im Falle der zweiten Schikane würde die berechnete Aufprallgeschwindigkeit von 200 Kilometern pro Stunde zu einer Verzögerung von 40 g führen."#w1#

"Da es bewiesen ist, dass Asphaltauslaufzonen sicherer sind als Kiesbetten, glauben wir, dass dies als Minimum von allen aktuellen Grand-Prix-Strecken angepasst werden sollte. Zudem sollten die Randsteine in Einklang mit modernen Strecken gebracht werden", heißt es in dem von den drei 'GPDA'-Direktoren David Coulthard, Michael Schumacher und Jarno Trulli unterzeichneten Schreiben.

"Bei Gesprächen mit FIA-Vertretern wurden in den letzten paar Saisons als ein Grund für die nicht durchgeführten Änderungen die Finanzen genannt. Die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der Strecke vor kurzem neu asphaltiert wurde zeigt, dass Finanzmittel vorhanden waren."

"Wir hatten einen Vertreter der Strecke eingeladen, am Freitagabend zum Treffen unserer Vereinigung zu kommen, welche er annahm, um sie dann am gleichen Tag abzusagen. Wir sind extrem enttäuscht, dass wir nicht die Chance hatten, zusammen mit dem Kurs daran zu arbeiten, eine akzeptable Lösung zu finden."

"Aus diesem Grund haben wir erneut in unseren Bericht an die FIA aufgenommen, dass der Kurs, wo es möglich ist, modernisiert wird, um unsere gemeinsamen Anstrengungen zur Verbesserung der Sicherheit fortzusetzen."