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Warum es nur bei Bottas' Ausfall eine VSC-Phase gab

Warum wird bei Valtteri Bottas' Defekt ein virtuelles Safety-Car ausgerufen, nicht aber bei denen von anderen Fahrern? Rennleiter Charlie Whiting erklärt

(Motorsport-Total.com) - Manchmal kann ein Defekt ein ganzes Rennen über den Haufen werfen. So etwa die Mercedes-Katastrophe in der frühen Phase des Großen Preises von Österreich 2018: Valtteri Bottas rollt mit technischem Problem aus, eine virtuelle Safetx-Car-Phase wird ausgerufen. Weil Mercedes Lewis Hamilton auf der Strecke belässt und nicht unter VSC an die Box holt, wird auch sein Rennen kompromittiert.

Valtteri Bottas

Valtteri Bottas' Defekt war der einzige, der eine virtuelle SC-Phase nach sich zog Zoom

Später rollt er selbst aus, ebenso wie Brendon Hartley und Daniel Ricciardo. Alle mit ähnlichen technischen Defekten. Doch das Rennen läuft weiter, es bleibt bei einer lokalen Gelben Flagge. Warum also unterschiedliche Entscheidungen bei vermeintlich ähnlichen Situationen? Charlie Whiting erklärt, warum nur einmal auf VSC geschaltet wurde. Die Fälle sind nämlich doch nicht so ähnlich, wie sie auf den ersten Blick erscheinen.

"Es war ziemlich einfach. Bei Valtteri musste ein Bergungsfahrzeug durch die Auslaufzone kommen, das auch noch von der ganz anderen Seite kam. Da haben wir entschieden, dass das Grund genug für ein VSC ist", erklärt der 66-Jährige. "Als Valtteri anhielt, mussten lediglich zwei Streckenposten über die Mauer springen und das Fahrzeug wurde von einem Abschleppwagen geborgen, der auf der anderen Seite der Mauer stand. Das war ganz simpel."

Das Rennen war so ereignisreich, dass er erst einmal selber in Erinnerungen kramen muss: "Dasselbe war der Fall bei - wer ist sonst nochmal ausgerollt? Ah, Brendon. Der ist an einem Ort stehen geblieben, an dem es sehr einfach war, das Auto mit ein paar Streckenposten zurückzuschieben. Das haben wir doppelter Gelber Flagge erledigt." Genauso verhielt es sich auch beim bitteren Ausfall von Lewis Hamilton kurz vor Schluss.

Nico Hülkenberg

Nico Hülkenberg machte bei seinem Motorschaden alles richtig Zoom

Selbst der spektakuläre Motorschaden von Nico Hülkenberg blieb ohne Konsequenzen für das restliche Rennen. Whiting lobt das Verhalten des Renault-Piloten: "Er fuhr erst nach rechts rüber, aber es ist in so einem Fall besser, in eine Auslaufzone zu fahren, weil dort sehr viel Platz ist und man sie leicht erreichen kann. Er hat das auf perfekte Weise richtig gemacht."

"Das Auto war beinahe sofort hinter der Leitplanke und wir haben nur eine doppelte Gelbe Flagge geschwenkt, weil wir uns nicht sicher waren, ob da noch Teile des defekten Motors oder Öl auf der Strecke verteilt worden waren. Aber das war nicht der Fall."

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