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  • 25.03.2010 · 14:01

  • von Roman Wittemeier

Virgin: Große Sorgen wegen kleinem Tank

Virgin bekommt eine FIA-Sondergenehmigung für Chassisänderungen: Falsche Kalkulation beim Tankvolumen - John Booth optimistisch

(Motorsport-Total.com) - Das Virgin-Auto wird sich pünktlich zum Europaauftakt in Barcelona nachhaltig verändern. Das neue britsche Team bringt allerdings nicht ganz freiwillig ein umfangreiches Update nach Spanien. Nach Informationen von 'auto motor und sport' haben sich die Briten beim Bau des VR-01 bezüglich des Tankvolumens verkalkuliert. Der Inhalt soll nicht einmal für eine volle Renndistanz reichen. Offenbar müssten Timo Glock und Lucas di Grassi im Falle eines Falles das Gemisch dermaßen verstellen, sodass der Motor arg leidet.

Als neues Team viel zu tun: In der Virgin-Box wird es niemals langweilig

Doch Virgin hat Glück im Unglück. Die FIA erlaubt den Briten ausnahmsweise eine Veränderung des Chassis, welche unter dem aktuellen Reglement eigentlich nicht erlaubt wäre. Bis zum Barcelona-Rennen darf Designchef Nick Wirth eine verlängerte Version entwickeln, die in den dann verbleibenden Saisonrennen zum Einsatz kommen soll. Virgin kommt die Fehlkalkulation teuer zu stehen. Auch die Aerodynamik, der Unterboden und viele weitere Bereiche müssen im Zuge des Umbaus angepasst werden.#w1#

In Bahrain war der eingebaute Spritmangel nicht aufgefallen. Rookie di Grassi musste seinen Wagen bereits nach zwei Runden parken, Timo Glock konnte nur rund ein Drittel der Gesamtdistanz absolvieren. "Es war ein tolles Gefühl, dass wir am Start standen", sagt Teamchef John Booth gegenüber 'SpeedTV'. Er fügt an: "Aber natürlich waren wir total niedergeschlagen, weil wir beide Autos innerhalb von nur 16 Runden verloren haben. Anderen erging es zwar ebenso, aber das war kein Trost."

Die Ausfälle der beiden Virgin-Cosworth in Bahrain zu sehen, sei "quälend" gewesen, so Booth. "Unser größtes Problem war, dass wir nach dem Barcelona-Test kaum Zeit hatten. Die Kisten mit dem Material kamen erst nach und nach bis zum Donnerstagabend in Bahrain an. Wir mussten zwei Nachtschichten einlegen, um die Autos fertig zu bekommen. Erst im Qualifying war dann alles beisammen. Dort lief es gut, wir organisieren uns recht schnell."

¿pbvin|512|2560||0|1pb¿Trotz der Enttäuschung beim Saisonauftakt herrscht keine Niedergeschlagenheit beim neuen Team. Im Gegenteil: Mit großer Entschlossenheit ist man nach Melbourne gereist. "Wir haben überhaupt keine Leute mehr im Werk, alle sind mit an der Strecke. Zuhause sind nur noch eine Person zum Beantworten von Telefonaten und ein Mann im Lager. Aber hier an der Strecke sind sehr viele Leute mit Formel-1-Erfahrung, darunter auch Nick Wirth. Das macht die Sache etwas einfacher."

In Melbourne heißt die Virgin-Devise: Durchkommen! Nach vielen technischen Defekten bei den Wintertests und den Ausfällen in Manama will man endlich ein Erfolgserlebnis in Form einer Zielankunft. "Für Melbourne haben wir alle wichtigen Autoteile in vierfacher Ausfertigung. Dort können wir also gleich gut durchstarten", sagt Booth voller Optimismus. "Es sollte dort alles etwas einfacher werden."

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