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Villeneuve teilt aus: Weg mit neuen Fans, her mit Reifenkrieg!

Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve ist der Meinung, dass die Formel 1 zu ihren Wurzeln zurückkehren sollte - Unter anderem plädiert er für einen Reifenkrieg

(Motorsport-Total.com) - Jacques Villeneuve teilt wieder einmal ordentlich gegen die Formel 1 aus. Im Gespräch mit 'Motosport-Total.com' verrät der Kanadier unter anderem, warum die Königsklasse seiner Meinung nach aufhören sollte, nach neuen Fans zu suchen, warum es einen Reifenkrieg braucht und warum die Formel 1 zu ihren Wurzeln zurückkehren sollte. "Die Sache ist, dass die Formel 1 aufhören sollte zu versuchen, mehr Fans zu gewinnen. Sie sollte sich auf die Fans konzentrieren, die sie schon hat", findet Villeneuve.

Jacques Villeneuve

Jacques Villeneuve kann sich mit der modernen Formel 1 nicht anfreunden Zoom

"Es ist gefährlich, die Fans zu fragen, was sie wollen, da viel der modernen Formel 1 das ist, was die Fans wollten und offensichtlich funktioniert das nicht", erklärt der Kanadier weiter und ergänzt: "Wir haben tonnenweise mehr Überholmanöver, als wir davor hatten, aber die Leute sind gelangweilt wie nie zuvor, und dann beschweren sie sich, dass es nicht mehr Überholmanöver gibt. Was uns fehlt, ist eine besondere Formel 1, das ist alles. Eine, an die nichts heranreicht."

"Etwas Besonders wäre ein Auto, das niemand fahren kann", findet Villeneuve und ergänzt: "Ein Auto, mit dem zehn Jungs auf diesem Planeten zurechtkommen und zehn andere, die darin (gerade so; Anm. d. Red.) überleben können, so wie es einmal war. Ein Auto, das irrsinnig schnell ist. Die Formel 1 sollte die Extreme von allem sein. So einfach ist das." Aktuell sind dem Weltmeister von 1997 vor allem die Reifen ein Dorn im Auge.

"Die Fahrer können nicht mal eine ganze Runde lang pushen", ärgert sich Villeneuve und fügt hinzu: "Sie können nicht einmal in einer vollen Qualifikationsrunde pushen. Jetzt denken sie über das Nachtanken nach, aber wie sollte das helfen, wenn sie nicht einmal das können? Und man hört sie doch, gerade Lewis, der über Nico gelacht hat, weil dieser ihn in Bahrain nicht überholen konnte."


Großer Preis von Monaco

"Und in Barcelona schaffte er es nicht, auf eineinhalb Sekunden an Vettel heranzukommen, weil plötzlich die Reifen nicht mehr funktionierten, also liegt da ein Problem. Das Beste, was der Formel 1 passieren könnte, wäre ein Reifenkrieg", urteilt der Kanadier daher und erklärt: "Dann hörte ich aber ein paar Kommentare von Franz Tost (Toro-Rosso-Teamchef), dass nur die guten Teams die guten Reifen bekommen würden. Nein."

"Na gut, die guten Teams entwickeln ihre Reifen, was logisch ist, denn es sollten nicht die kleinen sein, die das entscheiden", sagt Villeneuve und erklärt: "Dann gibt es viele Reifen, die zufällig ausgewählt werden. Man kann also kein Team gegenüber einem anderen vorziehen." Außerdem plädiert er für "normale Motoren und etwas mehr Freiheiten, sodass man V10-, V8-, V12-Motoren hat." Bereits in der Vergangenheit hat Villeneuve häufig gegen die Königsklasse ausgeteilt.

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