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Viel Arbeit für die Formel 1 in den USA

Eric Boullier, Martin Whitmarsh, Luca Colajanni und Adam Parr diskutieren über die Situation der Formel 1 in den USA und wie man diese verbessern kann

(Motorsport-Total.com) - Beim zweiten Fan-Forum in Montreal wurden verschiedenen Team-Verantwortlichen Fragen zur Situation der Formel 1 in den USA gestellt. Nächstes Jahr findet in Austin, Texas das erste Rennen in den Vereinigten Staaten von Amerika seit Indianapolis im Jahr 2007 statt.

Lewis Hamilton

Die Formel 1 kehrt kommendes Jahr in die USA zurück - mit Erfolg? Zoom

Der Formel 1 wurde in den USA noch nie viel Aufmerksamkeit geschenkt, da die Amerikaner eher die Indy-Car- oder Nascar-Serien bevorzugen. "Wir haben damit begonnen zu schauen, wie wir die Situation verbessern können. Es gibt die Überlegung, ein Showlauf zu machen, aber es fehlt noch ein geeigneter Standort", stellt Renault-Teamchef Eric Boullier seine Überlegungen dar. "Es ist lediglich eine Idee, die weiterentwickelt werden müsste."

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh ist eher der Meinung, dass man das Marketing erlernen muss und ein anderes Auftreten gefragt ist. "Wir müssen in den USA einen Erfolg schaffen. Es wurde bisher ein paar Mal versucht und wir sollten es dieses Mal richtig machen", meint Whitmarsh. "Die Formel 1 muss das Vermarkten lernen; wir können es nicht gut, weil wir in Märkten sind, die uns wollen und uns verstehen."

"Wir halten es für selbstverständlich, dass die Leute aufstehen und sich enthusiastisch freuen. Die USA braucht die Formel 1 nicht. Wir benötigen die Formel 1 in den USA mehr, als dass sie uns braucht. Und das war etwas, das wir bisher nie akzeptiert haben. Folgende Dinge müssen wir machen: Wir brauchen eine Parade aus Formel-1-Fahrzeugen, deren großartiger Sound durch den Times Square, Sunset Boulevard und den Rest durchdringt."

Luca Colajanni, Ferraris Pressechef, hält sogar zwei Rennen in den USA für möglich: "Es ist notwendig für die Formel 1, nach Amerika zurückzukehren. Zwei Rennen sollte man fahren, wenn man die Größe des Marktes bedenkt", fordert der Italiener. "Wir müssen die Formel 1 anders vermarkten als wir das in der Vergangenheit gemacht haben. Wir stellten uns immer da als wären wir die Größten, wenn wir früher in ein neues Land kamen."

Williams-Geschäftsführer Adam Parr hat den neuen Austragungsort in Texas schon besucht und hofft auf eine erfolgreiche Austragung des Grand Prix. "Wenn wir ein globaler Sport werden wollen, müssen wir in Amerika wachsen. Ein großes Problem ist, dass wir weder einen amerikanischen Fahrer noch ein amerikanisches Team haben. Außerdem ist es schwer, nordamerikanische Fans zu gewinnen, da die Situation der Übertragung nicht gut ist und Werbung schwer realisierbar ist. Wir haben eine Menge Arbeit vor uns."

Colajanni versteht nicht, warum es der Formel 1 in der Vergangenheit nicht gelungen ist, ein Stadion zu füllen, wie es bei anderen Motorsportveranstaltungen gelingt. "Ich war letztes Wochenende in Kansas bei einem Nascar-Rennen. Es war eine ganz andere Erfahrung, die ich dort gemacht habe, aber ich sah 70.000 zufriedene Fans. Ich kann nicht verstehen, wie das Level der Nascar-Serie zu erreichen ist."

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