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  • 20.07.2011 · 14:21

Vettels Ziel: Mit Extraschub zum ersten Heimsieg

Der erste Heimsieg lockt: Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel würde gerne zum ersten Mal auch in Deutschland ein Rennen gewinnen

(Motorsport-Total.com/SID) - Werbeaufnahmen für den Red-Bull-Partner, eine Nordschleifen-Runde mit Golfstar Martin Kaymer: Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel bereitete sich am Mittwoch ganz entspannt auf das Heimspiel auf dem Nürburgring vor. Dabei ist der Große Preis von Deutschland für den 24-Jährigen etwas ganz Besonderes und er würde liebend gerne seinen ersten Sieg vor heimischem Publikum feiern.

Sebastian Vettel

So stellt sich Sebastian Vettel den Sonntag am Ring vor: Heimsieg vor den Fans

"Ich hatte in den vergangenen beiden Jahren schon die Möglichkeit, auf dem Podium zu stehen. Das hatte mich schon sehr stolz gemacht, aber wenn man dann ganz oben stehen würde, wäre das noch ein bisschen schöner. Ich hoffe, die Unterstützung des Publikums hilft", meint Vettel, der 2009 auf dem Nürburgring Zweiter hinter seinem Teamkollegen Mark Webber und im vorigen Jahr in Hockenheim Dritter hinter dem Ferrari-Duo Fernando Alonso und Felipe Massa war.


Fotos: Sebastian Vettel, Großer Preis von Großbritannien


Zwar gebe es auch beim Heimrennen genauso viele Punkte wie bei jedem anderen Grand Prix auch, sagt Vettel, "aber natürlich gibt es einem noch einen Extraschub und vielleicht noch das Zehntel, das am Ende auf der Strecke entscheidend ist", meint der Weltmeister, der auf dem Weg zu seinem zweiten Titel in Serie vor dem zehnten von 19 WM-Läufen ein beruhigendes Polster von 80 Punkten Vorsprung vor Webber hat (204:124).

Der Titelgewinn ist noch kein Thema

Vettel hat allerdings auch Fernando Alonso (112) auf der Rechnung, der ihn zuletzt in Silverstone auf Platz zwei verwiesen hatte. "Ferrari hat einen großen Schritt nach vorne gemacht. Sie waren auf Augenhöhe mit uns. Das zeigt, dass wir weiter arbeiten und schauen müssen, unser Auto besser zu machen", erklärt Vettel, der noch lange nicht an den Titel denkt.

"Man darf sich nie zu sicher fühlen." Sebastian Vettel

"Das ist noch ein langer Weg. Man darf sich nie zu sicher fühlen." Erst wenn sein Vorsprung mathematisch groß genug sei, würde er sich mit der Weltmeisterschaft befassen. "Oder nach dem letzten Rennen. Dann zählt es, das habe ich speziell im letzten Jahr gelernt", sagt Vettel.

Nach einem kurzen Boxenstopp am Dienstagabend bei seiner Familie in Heppenheim war Vettel am Mittwochmorgen in der Eifel angekommen und freute sich auf die besondere Atmosphäre. Die "Grüne Hölle" hatte ihn schon vor mehr als zehn Jahren in ihren Bann gezogen, bei einem Kartrennen auf der legendären Nordschleife. "Das war ein super Erlebnis, zum ersten Mal hatten wir ein gewisses Publikum, Leute, die einem zugejubelt und getrötet haben. Sowas vergisst man nicht", erinnert sich Vettel.¿pbvin|512|3892|inside|0|1pb¿

Vettel bricht eine Lanze für den Nürburgring

Eine ähnliche Unterstützung dürfte der Weltmeister auch an diesem Wochenende erfahren. "Es gibt zwei Rennen im Jahr, die für mich ein bisschen mehr bedeuten: Das eine ist in Monaco und das andere ist hier." Größeren Druck verspüre er aber nicht, eher Freude, die er gerne auch mit deutschen Kollegen teilen würde. So wären Michael Schumacher und Timo Glock seine Wunschpartner bei der Siegerehrung.

"Wenn man das Rennen hier verlieren würde, wäre das schade für uns." Sebastian Vettel

Vettel hielt zudem noch ein Plädoyer für den Nürburgring, der zurzeit um Unterstützung und einen neuen Vertrag kämpft. "Über Jahre hinweg ist das Rennen und die Rennstrecke eine Attraktion gewesen. Das hat sehr, sehr viel Gutes gebracht, für die Leute und die Geldbeutel. Man lässt da vieles außer Acht", erklärt Vettel. "Wenn man das Rennen hier verlieren würde, wäre das schade für uns, denn die Strecke macht sehr viel Spaß und es bedeutet einfach sehr, sehr viel."

"Gerade mit der Historie, die hier fast so präsent ist wie nirgends anders auf der Welt", gibt Vettel zu Protokoll. Und vielleicht bekommt der Ring ja neben dem Michael-Schumacher-S irgendwann ja auch
eine Vettel-Kurve. "Wenn man überlegt, wie viele Siege und Titel es braucht, bis man seine eigene Kurve bekommt, ist es noch ein sehr weiter Weg bis dahin. Es wäre sicher etwas Besonderes", sagt Vettel.

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